Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor in Tirol. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die gut ausgebaute Infrastruktur. Deshalb wollen wir in der Rubrik „In Zahlen“ verschiedene touristische Gebäude und ihre wichtigsten Kennzahlen vorstellen. Diese Woche präsentieren wir das Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach.
Mitten im Inntal gelegen, ist das Museum Tiroler Bauernhöfe ein eindrucksvolles Fenster in die Vergangenheit. Seit 50 Jahren werden hier traditionelle Baukultur, Handwerk und bäuerliches Leben aus Nord-, Ost- und Südtirol bewahrt und erlebbar gemacht. Die Vision geht zurück auf den Elektrotechniker Heinz Mantl, der in den 1960er-Jahren beim Stromanschluss alter Bauernhäuser erkannte, dass viele historische Höfe dem Verfall preisgegeben waren.

Auf dem rund neun Hektar großen Gelände sind Höfe aus Nord-, Ost- und Südtirol zu sehen.
1975 wurde der erste Hof – eine Alm aus dem Zillertal – auf dem rund neun Hektar großen Areal Stein für Stein, Brett für Brett originalgetreu wieder aufgebaut. Seither wächst das Museum kontinuierlich und umfasst heute 14 Höfe sowie 24 Nebengebäude. Alle Bauteile wurden beim Abbau nummeriert und millimetergenau an ihrem neuen Platz wieder zusammengesetzt – inklusive alter Nägel.

Zeitreise in die bäuerliche Wohnkultur – im Innebereich der Höfe findet man detailgetreu nachgebildete Räume vor.
Ein Highlight des Jahres 2025 war das 50-Jahr-Jubiläum des Museums. Gefeiert wurde am 29. Juni mit einem Fest für alle Generationen: Heu-Yoga am Teich, Live-Musik, Handwerksvorführungen, ein landesüblicher Empfang und Zeitzeugengespräche mit WegbegleiterInnen der Anfangsjahre standen auf dem Programm.
In Zahlen:
- Vereinsgründung: 1974
- Museumseröffnung: 1975
- Aktive Vereinsmitglieder: circa 1.100
- Anzahl Gebäude: 38 (14 historische Bauernhöfe + 24 Nebengebäude)
- Museumsgelände: etwa 8,5 Hektar
- Ältester Hof: 1550 („Trujer-Gregörler“, Fließ)
- Neuester Hof: 1716 („Zenzl’s“, St. Leonhard)
- Durchschnittsalter der Bauernhöfe: 393 Jahre
- Wegstrecke Rundgang: 3,2 Kilometer
- Schotter für Wege pro Jahr: circa 70 Tonnen
- Historische Zäune: 16 Kilometer
- Stroh am Südtiroler Stall: 18 Tonnen
- BesucherInnen 2024: rund 50.000 (etwa 7.000 alleine beim Kirchtag)
- MitarbeiterInnen (Ganzjahresstellen): 4 Vollzeit, 1 Teilzeit (zwischen März und Oktober bis zu 22)
- Vollzeitäquivalentstellen: 6,9
- Instagram-FollowerInnen: über 4.000
- TikTok-FollowerInnen: rund 7.100
- TikTok-Videoaufrufe (seit Oktober 2024): über 2,5 Millionen
- TikTok-Likes: circa 88.000

Ein Platz zum Verweilen: Vor dem rekonstruierten Bauernhof laden alte Holzbänke zum Ausruhen ein.
Trotz der vergleichsweise kleinen Fläche kann sich das Museum mit deutlich größeren Freilichtmuseen messen. 2024 zählte man rund 50.000 BesucherInnen, beim alljährlichen Kirchtag im Museum – dem größten Tirols – sind es sogar rund 7.000 an nur einem Tag. Dieser wird auch dieses Jahr wieder am letzten Sonntag im September (28.9.2025) gefeiert.
Auf Social Media zählt das Museum jedenfalls zu den erfolgreichsten Kultureinrichtungen Österreichs: Mit rund 7.100 FollowerInnen auf TikTok, über 2,5 Millionen Videoaufrufen seit Oktober 2024 und etwa 88.000 Likes rangiert es unter den Top drei der österreichischen Museen – noch vor manchem Bundesmuseum. Mit über 4.000 FollowerInnen auf Instagram ist das Höfemuseum das beliebteste Freilichtmuseum Österreichs.

Im Inneren der Stube – dunkles Holz, kleine Fenster, handgeschnitzte Möbel.