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Tirols Wintersaison stabil

Nachfrage robust, Struktur herausfordernd

v. l.: Tourismuslandesrat Mario Gerber, Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler und Spartenobmann Alois Rainer beim heutigen Bilanzfrühstück zur Wintersaison im Moments Tirol
Tirols Wintersaison stabil

Nachfrage robust, Struktur herausfordernd

v. l.: Tourismuslandesrat Mario Gerber, Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler und Spartenobmann Alois Rainer beim heutigen Bilanzfrühstück zur Wintersaison im Moments Tirol

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Die Wintersaison 2025/26 in Tirol geht in die Schlussphase. Nach fünf von sechs Monaten fällt die Bilanz beim heutigen Bilanzfrühstück insgesamt positiv aus, auch wenn sich strukturelle Herausforderungen verstärken.

„Trotz globaler Krisen und wirtschaftlicher Herausforderungen fällt die bisherige Bilanz der Wintersaison gemessen an der Nachfrage positiv aus, daher dürfen wir durchaus zufrieden damit sein“, fasst Tourismuslandesrat Mario Gerber beim heutigen traditionellen Pressefrühstück zur abgelaufenen Wintersaison zusammen. Konkret wurden von November bis März 24,7 Millionen Nächtigungen erzielt, ein Plus von 2,8 Prozent, sowie 5,7 Millionen Gästeankünfte, ein Zuwachs von 3,9 Prozent. Die Aufenthaltsdauer ging leicht auf durchschnittlich 4,3 Tage zurück.

Gerber verweist im Rahmen der Pressekonferenz auf die strukturelle Stabilität der Nachfrage: „Die ungebrochene Lust auf Urlaub in Tirol und die damit verbundene robuste Entwicklung der Nachfrage ist angesichts der aktuellen geopolitischen Lage keine Selbstverständlichkeit.“ Der Tourismus sei damit „stabilisierende Kraft für die heimische Wirtschaft“ und gerade in den Tälern „alternativlos“.

Großer Kostendruck

Auf betrieblicher Ebene verschärft sich laut Wirtschaftskammer die Kostensituation. Alois Rainer warnt: „Hohe Nachfrage ist nicht gleichbedeutend mit hohen Erträgen.“ Steigende Personal- und Betriebskosten setzten insbesondere kleinere, familiengeführte Betriebe unter Druck.

Gleichzeitig verschiebt sich das Reiseverhalten: „Gäste fokussieren ihre Urlaube in Richtung der Kernmonate Dezember bis Februar“, erklärt Seiler. Während der Jänner stabil bleibt, gerät der Spätwinter unter Druck. „Zu dieser Zeit ist der Winter bei den Menschen nicht mehr so präsent, sie orientieren sich in Richtung Sommeraktivitäten und wärmere Gegenden.“ Als Gegenmaßnahme wurde das Projekt „Attraktiver Ganzjahrestourismus“ initiiert, um für die Monate März und April passende Angebote zu entwickeln.

Wirtschaftsfaktor Tourismus

Auch wirtschaftlich bleibt der Sektor zentral: Eine aktuelle Studie weist für das Tourismusjahr 2024/25 eine Wertschöpfung von 10,2 Milliarden Euro aus. „Mehr als jeder vierte Euro in Tirol wird im Zusammenhang mit dem Tourismus erwirtschaftet“, so Gerber. Rund 83.000 Vollzeitäquivalente hängen direkt oder indirekt an der Branche.

Für den Sommer zeigt sich die Branche zurückhaltend optimistisch. 15 Prozent der Betriebe erwarten eine bessere Buchungslage, die Mehrheit rechnet mit einem stabilen Niveau – allerdings unter weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen durch Kosten, Arbeitsmarkt und geopolitische Unsicherheiten.

23. April 2026 | AutorIn: Frau Barbara Kluibenschädl | Foto: Tirol Werbung / Die Fotografen / Freepik

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