Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor in Tirol. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die gut ausgebaute Infrastruktur. Deshalb wollen wir in der Rubrik „In Zahlen“ verschiedene touristische Infrastrukturen und ihre wichtigsten Kennzahlen vorstellen. Diese Woche präsentieren wir den Natureispalast in Hintertux.
August 2007. Damals entdeckte Roman Erler zufällig eine Gletscherhöhle und ein damit verbundenes Höhlensystem. In der Folge wurden zahlreiche Forschungs- und Vermessungsarbeiten durchgeführt, um TouristInnen den Zugang zu ermöglichen. Ein Jahr danach wurde die Attraktion unter dem Namen Natureispalast für TouristInnen eröffnet. Zu dieser Zeit wurde noch Kletterausrüstung und Steigeisen benötigt. Immer wieder entdeckte man neue Räume, Gänge und im Jahr 2011 sogar einen ganzen Gletschersee. 2014 wurde hier sogar ein Weltrekord aufgestellt: Das Gletscherbett wurde mithilfe eines 52 Meter langen Schachtes erreicht. Dieser war zugleich der tiefste auf der ganzen Welt. Das Naturphänomen kann man heute ohne Helm oder spezielles Equipment begehen und entdecken.
BesucherInnen haben die Wahl zwischen verschiedenen Touren, von der Extended Tour bis hin zu Stand-Up-Paddeling auf dem Gletschersee. In der Mittagszeit, rund um Ferien und an verlängerten Wochenenden ist der Natureispalast in der Regel am stärksten besucht. Die Temperatur beträgt ganzjährig 0 Grad Celsius, Handschuhe und entsprechende Kleidung sind von Vorteil. Der Palast ist ganzjährig, täglich geöffnet und für Kinder ab sechs Jahren zugänglich. Um dorthin zu kommen, geht es zunächst in das Tuxertal. Die Gondel befördert BesucherInnen dann auf 3.250 Meter hoch hinaus.
In Zahlen
- Entdeckung: August 2007
- Für BesucherInnen eröffnet: November 2008
- Besucher pro Jahr: ca. 50.000
- Geöffnet: 365 Tage im Jahr
- Temperatur: 0 Grad Celsius
- Höhe: 3.250 Meter
- Dauer Extended Tour: ca. 70 Minuten
