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ÖBB-Sperre beendet

Neue Rauchmühlbrücke betriebsbereit

Neue Rauchmühlbrücke betriebsbereit
Mit 30. Jänner 2026 werden die dreiwöchigen Bauarbeiten an der Rauchmühlbrücke abgeschlossen.
ÖBB-Sperre beendet

Neue Rauchmühlbrücke betriebsbereit

Neue Rauchmühlbrücke betriebsbereit
Mit 30. Jänner 2026 werden die dreiwöchigen Bauarbeiten an der Rauchmühlbrücke abgeschlossen.

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Die wichtigste Bahnverbindung Tirols ist ab morgen wieder frei. Nach gut drei Wochen Ausnahmezustand können PendlerInnen und AnrainerInnen aufatmen.

Es ist geschafft: Ab morgen, 5 Uhr früh, rollen die Züge wieder über die neue Rauchmühlbrücke in Innsbruck – und damit auch durchgehend über die Weststrecke. Die Bauarbeiten wurden damit planmäßig abgeschlossen, die Sperre endet nach exakt 23 Tagen.

Bevor grünes Licht gegeben wurde, stand am heutigen Nachmittag noch ein letzter Härtetest an. Zwei Herkules-Güterzuglokomotiven mit mehr als 160 Tonnen Gesamtgewicht wurden auf der neuen Brücke positioniert. Vermesser prüften dabei millimetergenau, ob das Bauwerk den künftigen Belastungen des Bahnverkehrs standhält. Das Ergebnis: Die Brücke ist bereit für den Regelbetrieb.

 

Kraftakt in mehreren Akten

Der Weg dorthin war intensiv. Bereits im Frühjahr hatten die Vorarbeiten begonnen, das neue Tragwerk wurde direkt an der Hallerstraße betoniert. Mit 7. Jänner 2026 folgte dann die entscheidende Phase: Die Weststrecke zwischen Rum und Innsbruck wurde gesperrt, die alte Stahlbrücke abgetragen und das neue, rund 29 Meter lange und über elf Meter breite Bauwerk eingesetzt. In den vergangenen Wochen wurde dafür rund um die Uhr gearbeitet, auch Straßensperren ließen sich dabei nicht vermeiden.

Parallel dazu lief der Schienenersatzverkehr auf Hochtouren. Zwischen Jenbach, Hall und Innsbruck waren zeitweise bis zu 90 Busse aus dem ganzen Land im Einsatz – etwa am stark frequentierten Hahnenkammwochenende. Insgesamt legten die Fahrzeuge rund 302.000 Kilometer zurück, umgerechnet entspricht das etwa siebeneinhalb Erdumrundungen. Zusätzlich wurden Fernverkehrszüge und ausgewählte Nahverkehrsverbindungen durch den Innsbrucker Umfahrungstunnel geführt.

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Neubau mit Perspektive

Die Rückmeldungen der Zugreisenden fielen durchwegs positiv aus. „Ehrlich gesagt bin ich positiv überrascht, wie gut der Schienenersatzverkehr funktioniert hat“, äußerst sich die Pendlerin Alexandra S. zur ÖBB-Sperre. „Die drei Wochen haben mich im Vorhinein schon etwas geschreckt, aber alle Beteiligten waren sehr bemüht und zuvorkommend. Mir fiel auch auf, dass die betroffenen Reisenden die Einschränkungen gut aufgenommen haben.“

Auch Pendlerin Carmen L. findet lobende Worte: „Die letzten drei Wochen sind doch schneller vergangen, als man denkt. Ich finde, die ÖBB haben das gut gemeistert: Für jede Regionalbahn, REX oder RJ stand ein Schienenersatzverkehr bereit. Manche Verbindungen gingen sogar direkt von und nach Innsbruck, mit nur kurzem Halt in Patsch, doch ganz ohne Umsteigen. Trotzdem freue ich mich, dass ab morgen wieder Normalbetrieb herrscht.“

Der Brückenneubau wurde notwendig, weil das bisherige Bauwerk nach mehr als 60 Jahren seine technische Lebensdauer erreicht hatte. Die neue Betonbrücke soll nun nicht nur deutlich langlebiger sein, sondern auch für einen ruhigeren Lauf der Züge sorgen – ein Plus für Fahrgäste und AnrainerInnen gleichermaßen.

 

Zahlen, Daten, Fakten

  • 160 Tonnen Belastungstest für das neue Tragwerk
  • 23 Tage Streckensperre
  • 90 Busse im Schienenersatzverkehr
  • 000 Kilometer Verkehrsleistung mit Bussen im Ersatzverkehr
  • 400 Tonnen Gesamtgewicht neues Tragwerk (mit Hilfskonstruktion)
  • 325 Quadratmeter neues Brückentragwerk (29 x 11,25 Meter)
  • rund 270 Züge rollen täglich zwischen Hall in Tirol und dem Innsbrucker Hauptbahnhof
    ©ÖBB/PM
29. Januar 2026 | AutorIn: Michaela Ehammer | Foto: ÖBB/Sailerbrothers

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