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Kampf gegen die inflation

Österreich wird immer teurer

Kampf gegen die inflation

Österreich wird immer teurer

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Österreich wird teurer. Im europäischen Vergleich sind die Verbraucherpreise hierzulande um vier Prozent gestiegen, während sie im Rest Europas im Verhältnis zum Vorjahr lediglich um 2,1 Prozent höher sind – Shrinkflation nicht mitgerechnet.

Entscheidend für die stärker als im europäischen Vergleich gestiegene Inflation in Österreich sind laut Statistik Austria vor allem die Kosten für Haushaltsenergie. Handlungsbedarf sieht die Regierung hier aber nicht. Vielmehr möchte sie sich gegen die unter KonsumentInnen sehr unbeliebte Preissteigerung bei Lebensmitteln stark machen und beispielsweise gegen Shrinkflation vorgehen. Darunter versteht man die von Herstellern heimlich verursachte Preissteigerung: Von einem Tag auf den anderen liefert man das äußerlich gleiche Produkt meistens zum gleichen Preis aus, aber mit weniger Füllmenge.

Statistik Austria erfasst die Shrinkflation nicht mehr

Das Problem: Seit Jahresbeginn erfasst die Statistik Austria diese Form der Inflation gar nicht mehr. Der Grund ist rein technischer Natur. Immer mehr Daten werden automatisiert an die Behörde übermittelt. Diese könne eine geänderte Produktnummer nun aber nicht eindeutig auf eine verringerte Inhaltsmenge zurückführen. Eine höhere, weil automatisierte, Menge an Preisinfos könne mehr Rückschlüsse auf Rabatte zulassen, was die neue Methode interessanter für die StatistikerInnen macht.

Neues Gesetz gegen Shrinkflation

Insgesamt sei die Auswirkung der Shrinkflation auf die reale Inflation zwar ärgerlich, aber rein rechnerisch gesehen vernachlässigbar. Die Bundesregierung möchte Hersteller aber in Zukunft dazu verpflichten, die verringerte Menge 60 Tage lang zu kennzeichnen. Das Gesetz wird gerade verhandelt. In Kraft treten soll es bereits Anfang nächsten Jahres. Dass damit Preise de facto gesenkt werden, wird von ExpertInnen allerdings bezweifelt – vielmehr gehe es darum zu zeigen, dass man etwas unternehme.

19. November 2025 | AutorIn: Haris Kovacevic | Foto: Shutterstock

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