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Phytovalley soll in Kematen ausgebaut werden

(v.l.): Prof. Günther K. Bonn (ADSI-Geschäftsführer und wissenschaftlicher Direktor), Cornelia Hagele (Landesrätin für Gesundheit, Wissenschaft und Forschung) und Prof. Michael A. Popp (Vorstandsvorsitzender der Bionorica SE).

Phytovalley soll in Kematen ausgebaut werden

(v.l.): Prof. Günther K. Bonn (ADSI-Geschäftsführer und wissenschaftlicher Direktor), Cornelia Hagele (Landesrätin für Gesundheit, Wissenschaft und Forschung) und Prof. Michael A. Popp (Vorstandsvorsitzender der Bionorica SE).

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Tirol hat sich zum international gefragten Zentrum der pflanzlichen Wirkstoffforschung entwickelt – so lautete der Tenor beim dreitägigen Wissenschaftsgipfel „Austrian Summit on Natural Products“ mit rund 100 ExpertInnen und NachwuchsforscherInnen aus über 10 Nationen in Seefeld, der Dienstag erfolgreich abgeschlossen wurde. Seitens der Tiroler Landesregierung wurde dabei ein klares Bekenntnis für den weiteren Ausbau des Phytovalley Tirol formuliert. In Kematen soll das Phytovalley Tirol ausgebaut und ein Teil der Forschung etabliert werden, zudem wird eine zusätzliche Stiftungsprofessur entstehen.

Organisiert wurde das Symposium vom Austrian Drug Screening Institute (ADSI) unter der Leitung von Prof. Günther Bonn, das 2012 in Innsbruck gegründet wurde und der Universität Innsbruck. Das ADSI wurde als Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und der Industrie, mit dem Schwerpunkt „Phyto“ in den Bereichen Phytopharmazie, Phytokosmetik und Phytonutrition Nahrungs(ergänzungs)mittel gegründet. Das ADSI kooperiert seither mit renommierten Großkunden und bekannten Marken wie Bionorica (D), Weleda (CH), Ricola (CH), Red Bull (A), Cura Cosmetics (A), PM80 Group (Thailand) und TMO Poppy and Alkaloid Department des türkischen Agrarministeriums. 

Mit Bionorica, einem der weltweit führenden Hersteller pflanzlicher Arzneimittel, wurde 2017 das Michael-Popp-Institut an der Universität Innsbruck initiiert, das heute zusammen mit dem ADSI die führende Rolle Tirols in der Phytoforschung begründet. 
Seitens der Tiroler Landesregierung wurde in Seefeld das Bekenntnis

erneuert, dass diese Kompetenz am Standort weiter ausgebaut werden soll, denn das Potential in diesem Forschungsbereich und daraus resultierender Produkte sei groß. Die politische Bedeutung des Phytovalley Tirol wurde zudem auch im aktuellen Regierungsprogramm bestärkt, wie etwa durch die Absicht des Ankaufs einer Liegenschaft in Kematen am Areal der ehemaligen HBLFA zu Forschungszwecken und der Schaffung einer weiteren Stiftungsprofessur für Phytoforschung. „In der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft liege der Schlüssel zur innovativen und zukunftsorientierten Landesentwicklung, das habe enorme Bedeutung für die Schaffung hochqualifizierter Jobs“, betonte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle. 

Aufbau internationaler Reputation

„Das Land wird alles daran setzen diese internationale Reputation weiter auszubauen“, machte auch Tirols Gesundheits- und Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele in Seefeld deutlich. Auf dem Areal der ehemaligen HBLFA in Kematen soll das Phytovalley Tirol weiterentwickelt und ein Teil der Forschung dort etabliert werden. Die Verhandlungen für den Grundstücksankauf laufen, die Schaffung des neuen Standorts in Kematen sei in vollem Gang.

„Weltweit gibt es ca. 400.000 Pflanzenarten, wovon nur rund 5 bis 10 % pharmakologisch untersucht sind. Das Potential und die Nachfrage nach entsprechenden Produkten im Bereich Pharmazie/Medizin, Kosmetik und Lebensmittel ist ein rasant wachsender Markt“, zeigt der ADSI-Geschäftsführer und wissenschaftliche Direktor Prof. Günther Bonn den Stellenwert beim Wissenschaftsgipfel in Seefeld auf. Begrüßen konnte Bonn in Seefeld auch den Vorstandsvorsitzenden Michael Popp, der die in 40 Ländern aktive Bionorica Gruppe leitet. Popp zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit mit dem ADSI und der internationalen Resonanz auf das Phytovalley Tirol: „Österreich hat ein attraktives Forschungsförderungsprogramm, das zieht Unternehmen an.“ Umgekehrt, so Popp, profitiere davon auch der Standort, Bionorica habe in den vergangenen Jahren rund 9 Mio. an Steuern und Abgaben gezahlt. Auch der ehemalige EU-Kommissar und Vorsitzende des ADSI-Board Franz Fischler wies auf die enorme Bedeutung für Tirol hin: „Die Konferenz in Seefeld war hervorragend besetzt und hat weltweit führende Wissenschaftler:innen mit Nachwuchsforscher:innen und der Wirtschaft vernetzt. Damit ist eine einzigartige Plattform für Entwicklung, Forschung und neuen Produkten gelungen.“

28. März 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: ADSI GmbH/Franz Oss

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