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Steigende Umsätze

Gastro-Großhandel boomt

Steigende Umsätze

Gastro-Großhandel boomt

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Preisdruck, Kostensteigerungen, verhaltene Nachfrage – und dennoch meldet der Gastronomie-Großhandel für 2025 steigende Umsätze. Das dürfte nicht zuletzt am starken Tourismus liegen und zeigt sich auch an drei Tiroler Beispielen.

 

Eurogast Österreich

648 Millionen Euro Umsatz/+4,52 Prozent

Gastro-Eurogast-fc-Eurogast Die Eurogast Österreich Geschäftsführung: Franz Sinnesberger, Peter Krug und Alexander Kiennast (v. l.)

Eurogast Österreich steigerte seinen Netto-Umsatz 2025 um 4,52 Prozent auf über 648 Millionen Euro. 2024 waren es noch 620 Mio. Euro. Wachstumstreiber sind vor allem das ausgebaute Zustellgeschäft sowie die Weiterentwicklung der digitalen Bestell- und Serviceprozesse.

Mit einer Zustellquote von 78 Prozent des Gesamtumsatzes erreicht Eurogast einen Spitzenwert im österreichischen Großhandel. Mehr als 60 Prozent aller Bestellungen erfolgen bereits digital, ein wesentlicher Teil davon mobil über die „Best.Friend“-App. Mit dem KI-gestützten Sprachassistenten „Best.Friend Voice“ treibt das Unternehmen die Vereinfachung der Bestellprozesse weiter voran.

„Wir wachsen, weil wir konsequent in jene Bereiche investieren, die unseren KundInnen messbaren Mehrwert bieten“, wie Geschäftsführer Peter Krug betont.

Auch das Eigenmarkensortiment wurde 2025 weiter ausgebaut und umfasst mittlerweile über 800 Produkte. Mit der Linie „Genuss aus Österreich“ setzt Eurogast zudem auf klar deklarierte heimische Herkunft und stärkt regionale Wertschöpfungsketten.

 

Transgourmet Österreich

910 Millionen Euro Umsatz/+1,6 Prozent

Gastro-Transgourmet-fc-Christian-Maislinger Thomas Panholzer (l.) und Manfred Hayböck, Geschäftsführer Transgourmet Österreich

Transgourmet erzielte 2025 einen Netto-Umsatz von 910,2 Millionen Euro und somit ein Plus von 1,6 Prozent oder rund 14,5 Millionen Euro. Angesichts eines herausfordernden Marktumfelds sprechen die Geschäftsführer von einem starken Ergebnis. Sieben von zehn Euro werden mittlerweile in der Zustellung erwirtschaftet.

Geschäftsführer Thomas Panholzer erklärt: „2025 war für viele Gastronomiebetriebe ein Jahr der Zurückhaltung und des Kalkulierens. Umso wichtiger sind Verlässlichkeit, Nähe und Lösungen, die im Alltag wirklich helfen.“

Für Tirol besonders relevant: Im Herbst 2026 eröffnet Transgourmet einen neuen reinen Zustell-Standort in Kematen. Damit will das Unternehmen eine der stärksten Tourismus- und Gastronomieregionen im Westen gezielt weiterentwickeln.

Im Sortiment zeigt sich eine Verlängerung des Trends zu preisgünstigen und zeitsparenden Produkten. Das Eigenmarkensegment wird weiter gezielt ausgebaut. Transgourmet hält auch an seinem umfassenden Bio- und Nachhaltigkeitssortiment fest.

 

Wedl

483 Millionen Euro Umsatz/+4,4 Prozent

Gastro-Wedl-fc-Wedl Leopold Wedl (Mi., Geschäftsführer der Wedl Gruppe), Lorenz Wedl (r.) und Klaus Mantl (beide Geschäftsführung der Wedl Handels GmbH)

Auch das Tiroler Traditionsunternehmen Wedl blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Im Kerngeschäft, dem Gastronomie-Großhandel, wurde ein Umsatz von 483,5 Millionen Euro erzielt, was einem Plus von 4,4 Prozent entspricht. Die gesamte Wedl Gruppe erwirtschaftete 683,7 Millionen Euro und ein Plus von 3,8 Prozent.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Kaffeegeschäft mit 54,2 Millionen Euro Umsatz, was einer Steigerung von 21,8 Prozent entspricht. Über 75 Prozent des Lebensmittelgroßhandels-Umsatzes werden in der Zustellung generiert, mehr als 55 Prozent der Bestellungen erfolgen über den Webshop.

Lorenz Wedl, Geschäftsführer der Wedl Handels GmbH, resümiert: „Das Jahr 2025 war ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle – geprägt durch Volatilität und gefordert durch Tourismuszyklen und internationale Einflussfaktoren. Die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren, war dabei entscheidend für unseren Erfolg.“

Wedl investiert gezielt in Digitalisierung, IT-Modernisierung und den Ausbau des Sortiments – mit Fokus auf Regionalität, italienische Spezialitäten und gesteigerte Kompetenz im Bereich der Tiefkühlprodukte.

 

Mit Zustellung und Digitalisierung zum Erfolg

Der Trend geht also in Richtung Zustellung, digitale Bestellprozesse und maßgeschneiderte Lösungen für Gastronomie und Hotellerie. Gleichzeitig gewinnen Eigenmarken und Preiseinstiegssegmente an Bedeutung. Ebenso bedeutend sind Flexibilität und regionale Versorgung im vom Tourismus und seinen saisonalen Schwankungen geprägten Tirol.

26. Februar 2026 | AutorIn: Markus Wechner | Foto: shutterstock, Eurogast, Christian Maislinger, Wedl

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