Außen goldbraun gebacken, innen fluffig – so muss ein Faschingskrapfen sein. Gerade in der närrischen Zeit zeigt sich das Gebäck als süßer Renner.
In Tirol werden zwischen 11. November und Aschermittwoch hochgerechnet rund 15 Millionen Krapfen verspeist – das sind etwa 19 Stück pro Person. Damit liegt Tirol im österreichischen Spitzenfeld, während im gesamten Land jährlich rund 100 Millionen Krapfen auf die Teller kommen.
Wenn der Fasching seinen Höhepunkt erreicht, läuft auch die Produktion auf Hochtouren. An Spitzentagen werden mehr als 1.000 Stück gebacken.

„Ob Unsinniger Donnerstag, Rosenmontag oder Faschingsdienstag – an den närrischen Tagen verwöhnt die heimische Gastronomie und Hotellerie ihre Gäste vermehrt mit dem Genussprodukt Krapfen, serviert zum Frühstück oder zum Kaffee.“
Gerd Jonak, stellvertretender Innungsmeister des Tiroler Lebensmittelgewerbes

„Der perfekte Krapfen hat für mich einen feinen Biss: oben zart knusprig, nicht zu viel Staubzucker und eine angenehm leichte Füllung.“
Gerd Jonak, stellvertretender Innungsmeister des Tiroler Lebensmittelgewerbes
Der Klassiker bleibt der Marillenkrapfen, der in Tirol unangefochten an der Spitze der Beliebtheitsskala steht. Dahinter folgen Vanille- und Schokoladencreme, Nougat, Eierlikör, Bratapfel und Pistazie.
Für das beliebte Gebäck werden vorwiegend Mehl aus österreichischem Getreide, regionale Milchprodukte sowie heimische Eier verwendet – so entsteht Wertschöpfung auf vielfältigen Ebenen, von der Landwirtschaft bis zur Backstube.
„Die heimischen Produzenten – ob Konditoren oder Bäcker – sind darum bemüht, die regionale Landwirtschaft einzubinden. Sie setzen dabei auf Eier und Milchprodukte aus der Region sowie auf Tiroler Marmelade.“
Gerd Jonak, stellvertretender Innungsmeister des Tiroler Lebensmittelgewerbes
Schon gewusst?
Anfang des 19. Jahrhunderts brachte die Altwiener Hofratsköchin Cäcilie Krapf die süßen Köstlichkeiten nach Österreich. Seitdem sind sie untrennbar mit Fasching verbunden – als süße Botschafter der närrischen Zeit.
