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Sanierung gescheitert

Spar-Start-up Monkee schließt endgültig

Christian Schneider (l.) und Martin Granig von monkee.
Sanierung gescheitert

Spar-Start-up Monkee schließt endgültig

Christian Schneider (l.) und Martin Granig von monkee.

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Das Tiroler FinTech-Start-up Monkee, das mit seinem „Save Now, Buy Later“-Ansatz zum bewussteren Umgang mit Geld motivieren wollte, hat nach der im August angemeldeten Insolvenz nun endgültig den Betrieb eingestellt.

Eigentlich schien Monkees Sparlösung gut anzukommen: Die Nutzerzahlen stiegen, 2022 erhielt das Start-up eine Kapitalspritze von 1,5 Millionen Euro und 2024 folgte ein weiteres siebenstelliges Investment. Zudem konnten Kooperationen mit Visa und im April dieses Jahres mit der Raiffeisenbank aufgebaut werden. Dennoch blieb der wirtschaftliche Erfolg aus. So musste das junge Unternehmen im August Insolvenz anmelden. Laut Kreditschutzverband betrugen die Verbindlichkeiten rund eine Million Euro gegenüber insgesamt 20 Gläubigern.

Geschäftsmodell ohne langfristige Tragfähigkeit

Monkee wurde von Martin Granig und Christian Schneider gegründet und verfolgte mit seinem „Save Now, Buy Later“-Ansatz das Ziel, NutzerInnen beim bewussten Sparen zu unterstützen und Verschuldung vorzubeugen.

Laut KSV war das Geschäftsmodell von Provisionszahlungen aus Cashback-Transaktionen und Partnerschaften abhängig. Die Einnahmen reichten jedoch nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken. Eine nachhaltige Monetarisierung gelang dem Unternehmen somit nicht.

Schwieriges Umfeld für FinTechs

Zunächst bestand noch Hoffnung auf eine Sanierung oder Fortführung des Betriebs. Inzwischen wurde Monkee jedoch endgültig geschlossen. Mitgründer Granig erklärte auf LinkedIn, dass das aktuelle FinTech-Umfeld für Verbraucherprodukte extrem schwierig geworden sei. InvestorInnen seien zurückhaltender, da viele dieser Geschäftsmodelle hohe Kosten für die Kundengewinnung verursachten und erst spät profitabel würden. Große Exits oder Börsengänge, die Rendite versprechen, seien zuletzt ausgeblieben. Monkee hätte weiteres Kapital benötigt, um die nächste Entwicklungsphase zu erreichen.

13. November 2025 | AutorIn: Anna Füreder | Foto: monkee

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