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Start-up Upstream Surfing

Surfen gegen den Strom – in Innsbruck

Gegen die Strömung den Fluss hinauf – das Unterwassersegel beschleunigt, der Flaschenzug überträgt die Kraft
Start-up Upstream Surfing

Surfen gegen den Strom – in Innsbruck

Gegen die Strömung den Fluss hinauf – das Unterwassersegel beschleunigt, der Flaschenzug überträgt die Kraft

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Viele Start-ups haben in Tirol bereits kreative Geschäftsmodelle auf die Beine gestellt. In dieser Rubrik wollen wir die heimischen GründerInnen in den Fokus rücken und ihre innovativen Ideen vorstellen. Diese Woche: Upstream Surfing.

Ein Fluss, eine Brücke und ein spezielles Unterwassersegel: Up Stream Surfing verlegt das Surfen in die Stadt. Das System nutzt die Strömung des Inns, um SurferInnen ohne Motor flussaufwärts zu ziehen – eine Mischung aus Flusssurfen und Wakeboarding, die mit einem patentierten Seil- und Flaschenzugsystem arbeitet. Der erste offizielle Spot „Airport Reef“ liegt an der Hans-Flöckinger-Promenade in Innsbruck.

Airport Reef 2Nils Roling

Der Flussabschnitt „Airport Reef“ an der Hans-Flöckinger-Promenade: Hier zieht die Strömung das Unterwassersegel, während der Flaschenzug an der Brücke verankert ist.

 

Warum ist ein urbanes Surfangebot ohne Strom so schwer umzusetzen?

Weil urbane Wasserangebote oft an ganz praktischen Hürden scheitern: Künstliche Wellen brauchen Bauwerke, Platz und meist externe Energie – das treibt Kosten und genehmigungsrechtlichen Aufwand nach oben und schränkt die Zugänglichkeit für EinsteigerInnen ein. Up Stream Surfing setzt genau hier an und zeigt, dass es auch einfacher geht: Surfen am bestehenden Fluss, ohne dauerhafte Eingriffe und ohne Strom – niedrigschwellig, betreut und direkt in der Stadt.

SicherheitsgesprächNils Roling

Bei der Sicherheitsbesprechung gehen Team und Gruppe den Ablauf, Handzeichen und die Rettungskette durch - die Coaches begleiten die TeilnehmerInnen anschließend auch am Wasser.

 

Wie nutzt Upstream Surfing nur die Flusskraft – ganz ohne Motor?

Die Technik bleibt bewusst schlank: Ein Unterwassersegel fängt die Strömung, ein Seil verbindet es mit einem Flaschenzug an einer stabilen Struktur wie einer Brücke, die Zugkraft wird übersetzt und auf das Board übertragen. So entsteht genug Schub, um gegen den Strom zu fahren – je nach Wasserstand und Erfahrung über lange Distanzen. Externe Aggregate sind nicht nötig, die Energie liefert der Inn. Vor Ort erklären Coaches den Ablauf, geben Sicherheitshinweise und begleiten die Sessions am Wasser.

Up Stream Kurs 2 Nils Roling

Bäuchlings auf dem Board, lässt man sich vom System tragen – ein leichter Einstieg vor dem ersten Aufstehen

 

Hinter Upstream Surfing steht die Urban Surf Solutions GmbH mit Sitz in Innsbruck. Gegründet wurde das Unternehmen von Michael Strobel und Andreas Trapp; 2018 folgte der erste offizielle Surfspot am Inn. Nach Angaben des Anbieters ist das System patentiert.

upstreamsurfing

Die beiden Gründer Michael Strobel und Andreas Trapp vor dem Inn: Die Köpfe hinter Up Stream Surfing setzen auf Surfen ohne Strom, mitten in der Stadt

„Unsere Mission ist, Surfen in Städten zu ermöglichen – mit einem System, das nur die Kraft des Flusses nutzt“, sagt Strobel gegenüber top.tirol. „Wenn Menschen am Fluss surfen, entsteht ein Gefühl von Naturverbundenheit und Gemeinschaft, das eine Stadt positiv prägt“, ergänzt er.

 

Wie soll das Angebot ausgebaut werden?

Das Innsbrucker Format soll wachsen: Geplant sind mehrtägige Veranstaltungen, engere Kooperationen mit Städten, Tourismuspartnern und Vereinen sowie zusätzliche Spots an geeigneten Flüssen. Die Marke „Airport Reef“ soll sich als wiedererkennbares Standort- und Eventformat etablieren. Für Innsbruck sind regelmäßige Kurse und Saisonabschlüsse vorgesehen. Die Region bewirbt den Spot bereits in ihrem Veranstaltungskalender.

POV Up Stream Surfing upstreamsurfing

Spritzwasser im Blick: Die Strömung setzt an und das Unterwassersegel greift - der Ride flussaufwärts beginnt

17. September 2025 | AutorIn: Max Hofer | Foto: Upstreamsurfing, Nils Roling, Miriam Joanna

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