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tirol kliniken weiter führend bei Zungenschrittmachern

tirol kliniken weiter führend bei Zungenschrittmachern

Bereits 2015  wurde an der Innsbrucker HNO Klinik erstmalig in Österreich ein Zungenschrittmacher implantiert. 2018 folgte die erste MRT-kompatible Variante. Nun konnte jetzt wieder ein neues Modell eingesetzt werden.

Das neue Modell eines Zungenschrittmachers komplettiert das Angebot der Innsbrucker HNO-Klinik. Damit können jetzt auch PatientInnen versorgt werden, denen vorher kein Schrittmacher implantiert werden konnte. „Der neue Zungenschrittmacher stimuliert den Zungennerv erstmalig auf beiden Seiten und der Impulsgeber, also der Motor des Geräts, der die Impulse an den Zungennerv abgibt, wird nur für die Nacht von außen am Hals angeklebt”, erklärt Birte Bender, Oberärztin an der Innsbrucker Univ.-Klinik für HNO. Sie hat das Gerät am Freitag den 11. August, gemeinsam mit ihrer Kollegin Teresa Steinbichler (Oberärztin HNO) erfolgreich implantiert. Der 62-jährige Patient aus Tirol konnte die Klinik bereits am nächsten Tag verlassen.

Ein Zungenschrittmacher stimuliert im Schlaf den Bewegungsnerv der Zunge, so dass diese atemsynchron nach vorne geschoben wird. Dadurch wird verhindert, dass die Zunge im Schlaf zurückfällt und die Atemwege blockiert. Er ist für eine spezielle Gruppe von Patient:innen gedacht, die an einer besonderen Form des Schlafapnoe-Syndroms leiden (Schnarchen mit gefährlichen Atemaussetzern).

Die Standardtherapie bei sogenannter obstruktiver Schlafapnoe ist nach wie vor die Atemmaske, die in der Nacht getragen wird und einen leicht positiven Luftdruck in den oberen Atemwegen aufbaut. Nur wenn aus verschiedenen Gründen diese Behandlung nicht möglich ist, dann stellt der Zungenschrittmacher eine Alternative dar. Vor allem bei PatientInnen, bei denen durch das deutlich erhöhte Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko die Lebenserwartung herabgesetzt ist.

14. August 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: tirol kliniken/Schwamberger

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