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Start-up Mirakelbox

Escape-Room-Boxen aus Tirol

Die beiden Gründer bei der Verleihung des Tiroler Innovationspreis 2025 durch WK-Präsidentin Barbara Thaler (rechts) und Landesrat Mario Gerber (links).
Start-up Mirakelbox

Escape-Room-Boxen aus Tirol

Die beiden Gründer bei der Verleihung des Tiroler Innovationspreis 2025 durch WK-Präsidentin Barbara Thaler (rechts) und Landesrat Mario Gerber (links).

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Viele Start-ups haben in Tirol bereits kreative Geschäftsmodelle auf die Beine gestellt. In dieser Rubrik wollen wir die heimischen GründerInnen in den Fokus rücken und ihre innovativen Ideen vorstellen. Diese Woche: Mirakelbox.

Die Mirakelbox GmbH entwickelt mobile und voll autonome Escape-Room-Boxen, die ohne laufende Betreuung funktionieren sollen. Das Unternehmen wurde Ende 2019 gegründet und besteht derzeit aus einem Team von drei Personen. Dabei wollten die beiden Founder Michael Walter und Hannes Mair ursprünglich eigentlich einen klassischen Escape Room eröffnen.

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Michael Walter ist bei Mirakelbox für Entwicklung und Fertigung zuständig.

Warum sind klassische Escape Rooms für BetreiberInnen oft aufwendig?

Weil sie in der Regel fixe Räume brauchen, die angemietet oder gekauft werden müssten, und während des Betriebs Personal erfordern. Walter und Mair erklären im Gespräch mit top.tirol, dass sie bei ihrer ursprünglichen Idee vor allem auf die beiden Kostenblöcke Miete und Personal gestoßen sind. „Deshalb funktioniert bei uns alles voll automatisch. Vom Zutritt über die Spielbegleitung bis zum Rückstellen und Aufräumen aller Rätsel – alles ohne Personal“, betont Mair.

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Hannes Mair verantwortet bei Mirakelbox Business und Vertrieb.

Dazu kommt die Standortlogik des Geschäfts: Wer spielen will, muss meist gezielt zu einem Anbieter fahren. „Normalerweise gehen die Menschen zu den Escape Rooms", sagt Mair, „wir drehen den Spieß um und bringen Escape Rooms zu den Menschen."

Wie macht Mirakelbox das Escape-Room-Erlebnis mobil und automatisch?

Die Boxen sind als kompakte Spielräume konzipiert. Laut Unternehmensangaben benötigt eine Mirakelbox eine Fläche von sechs Quadratmetern und richtet sich an zwei bis vier Personen, die innerhalb einer vorgegebenen Zeit Rätsel lösen. Der Aufbau soll über ein modulares System erfolgen, das „durch jede Tür“ passe und offenbar in rund vier Stunden betriebsbereit sein kann.

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Eine Mirakelbox benötigt rund sechs Quadratmeter Stellfläche.

Das Start-up setzt dabei auf Automatisierung, um den Betrieb ohne SpielleiterInnen zu ermöglichen. Das soll auch die Kosten für EndkundInnen senken: „Durch den hohen Automatisierungsgrad ist es uns möglich das Escape-Room-Erlebnis für den Endkunden um bis zu 50 Prozent günstiger anzubieten im Vergleich zu den Preisen traditioneller Escape Rooms“, erklärt Mair. Als Richtwert nennt das Unternehmen für ein Standardspiel 55 Minuten Spielzeit und 70 Euro pro Spiel.

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Die Rätsel im inneren der Box sollen bei TeilnehmerInnen für Spannung und Spielspaß sorgen.

Als KundInnen sieht Mirakelbox unter anderem Hotels, Unternehmen und Institutionen wie Museen, etwa für Teamübungen, Einarbeitung oder die spielerische Vermittlung von Inhalten. Zusätzlich betreibe das Start-up auch selbst Boxen an Standorten wie Einkaufszentren, Flughäfen oder Parks und bietet dort Kooperationsmodelle mit Umsatzbeteiligung an. „Einkaufszentren entwickeln sich mehr und mehr zu Erlebniszentren. Hier setzen wir an und bringen dem Center einen Mehrwert und das ohne Mehraufwand“, betont Mair.

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Zwei Personen während einer Rätselphase im Innenraum der Box.

Was kommt als Nächstes für Mirakelbox in Tirol und darüber hinaus?

Nach vier Jahren Schwerpunkt auf Entwicklung und Aufbau einer Produktionskette sieht das Start-up sein Produkt nach eigenen Angaben serienreif. Bisherige Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens stellten etwa der Markteintritt mit einer Test-Box im Juni 2024, die Inbetriebnahme einer ersten Indoor-Box im Mai 2025 sowie der Gewinn des Tiroler Innovationspreis im Dezember 2025 dar.

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Michael Walter und Hannes Mair vor einer Mirakelbox: Sie entwickelten das Konzept als mobile und autonome Alternative zum klassischen Escape Room.

Für die kommenden Jahre skizzierte das Start-up ambitionierte Ausbaupläne: 2026 sollen sechs bis zehn Boxen in Tirol stehen, 2027 10 bis 30 Boxen in Österreich, Bayern und Südtirol. Für 2028 nennt das Unternehmen als Zielgröße rund 50 Boxen im deutschsprachigen Raum. „In drei Jahren möchten wir der größte Escape Room Anbieter Österreichs sein“, berichtet Mair. Parallel wolle das Team die Einsatzfelder weiter verbreitern, etwa in Tourismus, Handel und Unternehmensumfeld.

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Das Spiel ist laut Unternehmen für zwei bis vier Personen ausgelegt.

28. Januar 2026 | AutorIn: Max Hofer | Foto: Die Fotografen, Johannes Aitzetmüller, Aria Sadr Salek

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