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Start-up Mission Solar

Tiroler Planungsbüro für Photovoltaik

Die Gründer Christoph Prokes und Stefan Seiger haben Mission Solar in Innsbruck aufgebaut.
Start-up Mission Solar

Tiroler Planungsbüro für Photovoltaik

Die Gründer Christoph Prokes und Stefan Seiger haben Mission Solar in Innsbruck aufgebaut.

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Viele Start-ups haben in Tirol bereits kreative Geschäftsmodelle auf die Beine gestellt. In dieser Rubrik wollen wir die heimischen GründerInnen in den Fokus rücken und ihre innovativen Ideen vorstellen. Diese Woche: Mission Solar.

Mission Solar wurde Mitte 2023 von Stefan Seiger und Christoph Prokes gegründet – und verzeichnete bereits im dritten Jahr einen Umsatz von rund vier Millionen Euro. Seiger kommt aus dem Qualitätsmanagement und war später im Immobilienbereich selbständig, Prokes hat in Innsbruck studiert und bereits mehrere Unternehmen mitgegründet. Die beiden stiegen in den Photovoltaikmarkt mit dem Anspruch ein, Prozesse zu standardisieren und Planung, Montage und Betrieb enger zu verzahnen – als staatlich geprüftes Ingenieurbüro.

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Detailplanung im Büro: MitarbeiterInnen arbeiten an der Auslegung einer Photovoltaikanlage.

Warum ist die Installation einer Photovoltaik Anlage für KundInnen oft mühsam?

Photovoltaik ist für KundInnen oft mühsamer, als es klingt, weil zwischen Erstberatung, Planung, Förderungen, Netzanschluss und Montage viele Schnittstellen liegen – und der Markt lange stark handwerklich organisiert war. Dazu kommt: Das Umfeld und der Markt sind äußerst beweglich. Medienberichte prognostizierten für 2025 einen Rückgang beim Photovoltaik-Zubau in Österreich – unter anderem wegen gekürzter Förderungen und niedrigerer Einspeisevergütungen. Die Verantwortlichen bei Mission Solar verweisen auf „Unzufriedenheit mit dem Status quo“ als Auslöser für ihre Idee: Aus Sicht der Gründer fehlten vielerorts klare Abläufe, verlässliche Zeitpläne und durchgängige Betreuung.

Wie versucht Mission Solar, Planung und Handwerk in ein System zu bringen?

Mission Solar versucht, Planung und Handwerk in ein System zu bringen, indem das Unternehmen die Schritte von Angebot bis Inbetriebnahme organisatorisch bündelt und zusätzlich digitale Werkzeuge einsetzt. „Photovoltaikmodule aufs Dach schrauben kann mittlerweile fast jeder. Wir bauen keine bloßen Anlagen, wir schaffen ganzheitliche, flexible und intelligente Energielösungen“, sagt Seiger. Ein Teil dieser Systemidee ist die wachsende Eigenleistung, um weniger von Subunternehmern abhängig zu sein: 2024 baute Mission Solar daher eigene Kapazitäten auf und beschäftigt heute 16 festangestellte MitarbeiterInnen, darunter Monteure und Elektriker.

Seit 2025 bietet das Start-up zudem auch Wärmepumpen an, um Strom und Wärme stärker gemeinsam zu denken. Dazu kommt „Smart Energy“ über eine Partnerschaft mit Neoom für Energiemanagement. Die Gründer verweisen außerdem auf Anwendungen, die über das Einfamilienhaus hinausgehen – etwa eine Photovoltaik-Fassade bei den Loomz Living Apartments und Green Box Storage in Innsbruck, die Energiekosten senken und eine Notstromlösung für Zutrittssysteme, Schranken und Licht absichern soll.

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Das Team von Mission Solar bei der Montage einer Photovoltaikanlage.

Was kommt als Nächstes für Mission Solar?

Als Nächstes will Mission Solar wachsen, ohne das Modell zu wechseln: Für 2026 kündigt das Unternehmen die Expansion in Richtung Gewerbeobjekte und Mehrparteienhäuser an. Parallel soll Künstliche Intelligenz im Hintergrund stärker unterstützen – etwa im KundInnensupport oder in Planungsschritten. Als „Innovation Officer“ ist etwa Thomas Seiger eingebunden, der auch das Tiroler Netzwerk Kinn mitbegründet hat.

Die Gründer formulieren außerdem ein konkretes sowie messabres Ziel: Ein durchschnittlicher Tiroler Haushalt gebe jährlich 5.800 Euro für Energie aus (Strom, Wärme, Mobilität). Durch die Vernetzung dieser Bereiche will Mission Solar die Kosten deutlich reduzieren – „rund 5.000 Euro mehr verfügbares Einkommen pro Jahr“ seien möglich. Das ist ein ambitionierter Wert und hängt stark von Gebäude, Verbrauch und Systemauslegung ab. Als Leitmotiv für die eigene Entwicklung bleibt aber klar, worauf das Start-up hinauswill: „Unser Motto bei der Gründung war ‚Deine Anlage in sechs Wochen‘. Heute geht es darum, die fossile Abhängigkeit nachhaltig und smart zu beenden“, sagt Prokes.

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Installation vor Ort: Der Anschluss der Anlage an das Hausnetz muss gut vorbereitet sein.

25. März 2026 | AutorIn: Max Hofer | Foto: Mission Solar

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