Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor in Tirol. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die gut ausgebaute Infrastruktur. Deshalb wollen wir in der Rubrik „In Zahlen“ verschiedene touristische Gebäude und ihre wichtigsten Kennzahlen vorstellen. Diese Woche im Rampenlicht: die Tiroler Zugspitzbahn.
Die Tiroler Zugspitzbahn markiert den österreichischen Zugang zum höchsten Punkt Deutschlands. Bereits seit der Wende zum 20. Jahrhundert gab es auf beiden Seiten – in Tirol wie in Bayern – Pläne, den Gipfel bahntechnisch zu erschließen. Das Rennen entschied schließlich Österreich für sich: Am 5. Juli 1926 wurde dort die erste Seilbahn des Landes feierlich in Betrieb genommen. Für ihre Zeit galt sie als technisches Meisterwerk und entwickelte sich rasch zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche BesucherInnen.

Fakten:
- Talstation: Ehrwald, auf 1.225 Metern Höhe
- Bergstation: auf 2.950 Metern Höhe
- Höhendifferenz: 1.725 Meter
- Streckenlänge: 3,6 Kilometer
- Fahrzeit: circa 10 Minuten
- Stützen: 3
- Kabinenkapazität: 100 Personen pro Kabine
- Förderleistung: 730 Personen pro Stunde
- Eröffnung der Originalbahn: Juli 1926
- Neubau: 1991 eröffnet, nach einem Brand 2003 wieder aufgebaut
- Jährliche BesucherInnen: Über 500.000 Menschen
- Erbauungskosten: 1,5 Millionen Schilling (circa 1110.000 Euro)
1988 verkaufte das Land Tirol seine Geschäftsanteile an der Tiroler Zugspitzbahn an die Zillertaler Gletscherbahn, die daraufhin einen Neubau in Angriff nahm. 1991 ging die modernisierte Anlage in Betrieb – als Pendelbahn mit zwei Großraumkabinen. Ein schwerer Rückschlag folgte im Jahr 2003: Ein Defekt an der Heizung löste einen Brand in der Talstation aus, bei dem auch das Trag- und Zugseil beschädigt wurde. Nach den Aufräumarbeiten startete umgehend der Wiederaufbau – durchgeführt von der Doppelmayr/Garaventa-Gruppe.
