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1. Halbjahr 2025

Tirols Außenhandel: Exporte sinken, Importe steigen

1. Halbjahr 2025

Tirols Außenhandel: Exporte sinken, Importe steigen

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Im ersten Halbjahr 2025 exportierte Tirol um 3,5 % weniger Waren als im Vorjahreszeitraum, die Importe stiegen jedoch um 15,8 %. Laut Statistik Austria lag der Handelsbilanzüberschuss bei 206 Mio. Euro. Wichtigstes Exportgut aus Tirol waren pharmazeutische Produkte. Deutschland blieb wichtigster Handelspartner, während die USA in keiner Region mehr unter den Top 3 waren.


Der internationale Warenverkehr Tirols hat sich im ersten Halbjahr 2025 gegensätzlich entwickelt: Während die Exporte leicht rückläufig waren, legten die Importe kräftig zu. Wie aus aktuellen Zahlen der Statistik Austria hervorgeht, exportierten Tiroler Unternehmen Waren im Wert von rund 8,3 Milliarden Euro – das entspricht einem Rückgang von 3,5 Prozent oder 300 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Im selben Zeitraum stiegen die Einfuhren hingegen deutlich: Mit einem Plus von 15,8 Prozent importierte Tirol Waren im Wert von rund 8,1 Milliarden Euro – ein Zuwachs von über 1,1 Milliarden Euro.

Trotz dieser Entwicklung verzeichnete Tirol im Außenhandel ein leichtes Plus von 206 Millionen Euro. Damit gehört das Bundesland zu den fünf Regionen Österreichs, die im ersten Halbjahr 2025 einen Handelsbilanzüberschuss erzielten. Besonders hoch fiel das Plus in Oberösterreich aus (5,87 Mrd. Euro), gefolgt von der Steiermark (3,72 Mrd. Euro) und Vorarlberg (2,0 Mrd. Euro). Wien hingegen wies mit einem Defizit von fast 11 Milliarden Euro das größte Minus auf.

Ein Blick auf die wichtigsten Warengruppen zeigt: Tirols Exporte wurden maßgeblich von pharmazeutischen Produkten getragen, gefolgt von Maschinen, mechanischen Geräten und Kupfer. Auf der Importseite spielten vor allem organisch-chemische Erzeugnisse eine bedeutende Rolle. Diese Entwicklung passt ins bundesweite Bild, wo Maschinen und technische Geräte nach wie vor den Außenhandel dominieren. Auch Wien verzeichnete einen besonderen Schwerpunkt im Bereich Pharmazeutik.

Beim Blick auf die Handelspartner bleibt Deutschland klar an erster Stelle – sowohl bei Ein- als auch bei Ausfuhren. Auffällig ist hingegen der Bedeutungsverlust der USA: In keiner einzigen Region Österreichs zählen sie laut Statistik Austria noch zu den drei wichtigsten Importländern.

Fazit:

Tirols Außenhandel zeigte im ersten Halbjahr 2025 eine gemischte Bilanz: Zwar gingen die Exporte leicht zurück, doch der starke Anstieg bei den Importen wurde durch einen Handelsbilanzüberschuss abgefedert. Pharmazeutische Produkte festigen ihre Rolle als wichtigstes Exportgut der Region. Gleichzeitig verdeutlicht der Rückgang der US-Bedeutung strukturelle Veränderungen in den internationalen Handelsbeziehungen. Für Tirol bleibt der Exportsektor damit auch weiterhin ein zentraler Indikator für wirtschaftliche Entwicklungen – trotz aktueller Herausforderungen.

03. Januar 2026 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: Shutterstock

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