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Austrian Start-up Monitor 2025

Tirols Gründerszene lässt aufhorchen

Austrian Start-up Monitor 2025

Tirols Gründerszene lässt aufhorchen

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Gegründet wird in Österreich fleißig – nur der Schwung der Boomjahre fehlt. Was die heimische Start-up-Szene antreibt, was sie bremst und warum Tirol im Bundesländervergleich besonders aufhorchen lässt: Der Austrian Start-up Monitor 2025 gibt Antworten.

Seit 2014 wurden in Österreich mehr als 3.600 Start-ups gegründet – eine beachtliche Bilanz. Allerdings hat die Dynamik der frühen Jahre merklich nachgelassen: Nach einem Gründungsboom bis 2021 stagnieren die jährlichen Neugründungen, ein neuer Aufwärtstrend zeichnet sich laut dem kürzlich erschienenen Austrian Startup Monitor (ASM) bislang nicht ab.

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Wien dominiert

Manche Dinge ändern sich einfach nicht, wie zum Beispiel die geografische Verteilung der Gründungen. Wien ist und bleibt das Epizentrum: Knapp 47 Prozent aller neu gegründeten Start-ups entstehen in der Bundeshauptstadt. Dahinter folgen Oberösterreich und die Steiermark mit je zwölf Prozent, Niederösterreich und Tirol liegen mit je acht Prozent auf dem geteilten vierten Rang. Alle anderen Bundesländer kommen auf unter fünf Prozent.

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KI, Life Sciences – und zu wenige Frauen

Technologisch ist Österreichs Start-up-Szene gut aufgestellt: 71 Prozent der Unternehmen entwickeln laut ASM sogenannte Schlüsseltechnologien – allen voran Künstliche Intelligenz und Dateninnovation, gefolgt von Life Sciences und Biotech sowie Energie- und Umwelttechnologien. Auch der wachsende Anteil akademischer Spin-offs stimmt zuversichtlich: Mittlerweile stammen 23 Prozent aller Gründungen aus dem Universitäts- und Forschungsumfeld.

Weniger erfreulich sieht es beim Thema Diversität aus. Der Gründerinnenanteil ist um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent gesunken, gemischte Teams kommen auf 24 Prozent – ebenfalls ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

Wer wächst wirklich? 

Ein Start-up zu gründen ist eine Sache – daraus ein wachsendes Unternehmen zu machen eine ganz andere. Der ASM zieht hier eine klare Linie: Als Scaleup gilt, wer mindestens 15 MitarbeiterInnen beschäftigt und drei Jahre lang jährlich um mindestens 20 Prozent gewachsen ist – oder seit der Gründung mindestens drei Millionen Euro externes Eigenkapital eingesammelt hat. Österreichweit erfüllen derzeit 13 Prozent aller Start-ups dieses Kriterium, ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Wien liegt mit 21 Prozent klar voran, Tirol folgt mit 13 Prozent genau im Bundesschnitt – vor der Steiermark und Niederösterreich mit je zehn Prozent sowie Oberösterreich mit neun Prozent.

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Tirol: Klein, aber international

Acht Prozent aller österreichischen Start-ups sitzen in Tirol – auf den ersten Blick ein bescheidener Anteil, auf den zweiten Blick die Heimat einer Szene mit ausgeprägtem Profil. Besonders ins Auge sticht die internationale Ausrichtung: 17 Prozent der Tiroler Start-ups verfügen über eine rechtlich eigenständige Niederlassung im Ausland, etwa als Vertriebstochter in Deutschland, der Schweiz oder Frankreich. Österreichweit liegt dieser Wert bei elf Prozent – Tirol ist damit klarer Spitzenreiter im Bundesländervergleich. Passend dazu sind Tiroler Gründungen häufig in Branchen mit Exportpotenzial aktiv: Life Sciences, Tourismus, Handel, Bekleidung und Lebensmittel.

Auffällig ist auch die Geschlechterverteilung: 22,2 Prozent der GründerInnen sind Frauen, bei mehr als einem Drittel der Start-ups war mindestens eine Frau von Anfang an mit dabei – beides Werte über dem österreichweiten Schnitt.

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Standort gut, aber ausbaufähig

Der ASM erhebt auch, wie gerne GründerInnen ihren Standort weiterempfehlen würden – und das Ergebnis fällt regional sehr unterschiedlich aus. Der österreichweite Schnitt liegt bei 6,2 von zehn möglichen Punkten, etwas mehr als im Vorjahr. Oberösterreich rangiert mit 7,2 Punkten an der Spitze, Kärnten klettert erstmals auf Platz zwei mit 6,6 Punkten. Am anderen Ende der Skala landen Niederösterreich und Tirol gemeinsam mit je 5,0 Punkten.

Politik ist gefragt

Was die Politik tun soll, darüber sind sich Österreichs GründerInnen weitgehend einig. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Steuererleichterungen – 56 Prozent nennen das als dringlichste Forderung, vor allem mit Blick auf die Lohnnebenkosten. 52 Prozent wünschen sich bessere Rahmenbedingungen für private Risikokapitalfinanzierung, 46 Prozent fordern weniger Bürokratie bei der Abwicklung von Förderungen.

26. April 2026 | AutorIn: Anna Füreder | Foto: Freepik

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