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Start-up Healink

Blutzucker messen ohne Stechen

CTO Matthias Hansen, CEO Helin Hussein und COO Jannis Pohl (v.l.n.r.)
Start-up Healink

Blutzucker messen ohne Stechen

CTO Matthias Hansen, CEO Helin Hussein und COO Jannis Pohl (v.l.n.r.)

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Viele Start-ups haben in Tirol bereits kreative Geschäftsmodelle auf die Beine gestellt. In dieser Rubrik wollen wir die heimischen GründerInnen in den Fokus rücken und ihre innovativen Ideen vorstellen. Diese Woche: Healink.

Healink ist ein Medizintechnik-Start-up aus Innsbruck, das an einer nicht-invasiven (also ohne Stich) Blutzuckermessung arbeitet. Das Projekt wurde 2024 von Helin Hussein initiiert, gemeinsam mit Matthias Hansen und Jannis Pohl entwickelt sie nun das Sensorsystem „LifeSense“ weiter. Die Gründung als Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist laut Team für Anfang 2026 geplant.

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CTO Hansen arbeitet an Technologie und Auswertung.

Warum ist Blutzuckermessen für viele Betroffene im Alltag so belastend?

Bluzuckermessen ist für Betroffene oft belastend, weil die Messung häufig mit Aufwand und teils mit Schmerzen verbunden ist – etwa bei klassischen Fingerstich-Messungen. Fachartikel beschreiben, dass Schmerz und Unannehmlichkeiten dazu beitragen können, dass Betroffene seltener messen als empfohlen.

Healink setzt genau an dieser Alltagsperspektive an. „Viele medizinische Messsysteme sind technisch beeindruckend, im Alltag der Betroffenen aber belastend. Uns hat die Frage beschäftigt, warum man Blutzucker immer noch invasiv messen muss – und ob es nicht auch anders gehen kann“, sagt Hussein.

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Gründerin Hussein initiierte das Projekt 2024.

Wie will Healink den Blutzucker ohne Stechen messen?

 

Nicht-invasive Messmethoden gelten seit Jahren als technisch anspruchsvoll, da zahlreiche Störfaktoren wie Bewegung, individuelle Haut- und Gewebeeigenschaften oder Umwelteinflüsse die Messung beeinflussen können. Healink arbeitet daher iterativ an der technischen Verfeinerung seines Systems.

Erste interne Tests eines funktionalen Prototyps sollen vielversprechende Ergebnisse zeigen. Konkrete Leistungskennzahlen wolle das Unternehmen derzeit bewusst noch nicht nennen, hieß es .

„Die größte Herausforderung ist Geduld. Medizinische Innovation braucht Zeit, sauberes Arbeiten und viele Zwischenschritte, die man nach außen oft gar nicht sieht“, betont Hussein.

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Prototyp im Einsatz: LifeSense wird am Oberarm getragen; Healink arbeitet an einer nicht-invasiven Messung.

Was sind die nächsten Schritte bis zur medizinischen Anwendung?

Als Nächstes stehen bei Healink Validierung und Vorbereitung einer klinischen Studie im Vordergrund. Das Team arbeitet nach eigenen Angaben an einer Nullserie und an weiteren Tests, parallel läuft die Patentanmeldung. Erste Erfolge hat das junge Team dennoch bereits gefeiert: 2025 wurde Healink mit dem Tiroler Innovationspreis ausgezeichnet.

Für die Entwicklung nutzt das Start-up nach eigenen Angaben Förderprogramme, darunter Boost.Up! von Startup Tirol sowie eine Steinmeyer-Förderung. Ob und wann LifeSense in Richtung regulärer medizinischer Nutzung geht, hängt am Ende vor allem an zwei Punkten: belastbaren Studiendaten zur Genauigkeit und dem regulatorischen Weg für Medizinprodukte.

Healink formuliert den langfristigen Antrieb so: „Wenn wir technologisch in der Lage sind, komplexe Missionen wie Raumfahrt umzusetzen, sollte es auch möglich sein, grundlegende medizinische Messungen schonender zu gestalten. Diese Überzeugung treibt uns an.“

14. Januar 2026 | AutorIn: Max Hofer | Foto: Healink, Johannes Aitzetmüller

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