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Terra Atmos

Top-Förderung für Uni-Spin-off

Terra Atmos

Top-Förderung für Uni-Spin-off

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Das Innsbrucker Deep-Tech-Start-up macht Umweltprozesse per Satellitendaten messbar – und bekommt dafür nun Kapital vom Bund.

Terra Atmos, ein Spin-off der Universität Innsbruck, hat sich eine Preseed-Deep-Tech-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) im sechsstelligen Bereich gesichert. Mit dem Kapital soll der Prototyp zu einer skalierbaren SaaS-Plattform ausgebaut werden.

Vom Doktorat zum Start-up

Die Idee entstand während der Forschungszeit von Gründer und CEO Yannick Back. „Es fing während des Doktorats an. Nach etwa einem Jahr merkte ich, dass ich mit satellitenbasierten Datensätzen mehr anfangen kann als das, was bisher damit gemacht wurde”, sagt Back. Den Weg vom Labor in die Wirtschaft ebnete ihm der InnCubator der Universität Innsbruck, ein sechsmonatiges Gründungsprogramm. Dabei zeigte sich: Allein durch EU-Auflagen wird der Bedarf an solchen Datensätzen künftig massiv steigen.

Was Terra Atmos macht

Das System kombiniert Satelliten- und Wetterdaten, um hochauflösende digitale Zwillinge der Erdoberfläche zu erstellen. Daraus lassen sich Oberflächentemperatur, Hitzestress, Verdunstungsraten und Energiebilanz ableiten. Kunden erhalten aber nicht nur Rohdaten, sondern automatisierte Analysen – etwa für Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen in Städten und Gemeinden. 

Erste Kunden in Luxemburg, Gespräche in Österreich

Die ersten Pilotprojekte laufen mit Gemeinden in Luxemburg. Ein Kunde nutzt die Plattform etwa, um gezielt „blau-grüne Infrastruktur” zu planen: „Wir zeigen ihnen nicht nur, wo es heiß ist, sondern auch warum – und wo Vegetation bei Dürre ihre Kühlfunktion verliert”, so Back. Potenzielle Kunden reichen von Städten und Bundesländern bis hin zu Organisationen wie der Weltbank oder der ESA. Auch in Österreich laufen laut Back bereits Gespräche.

Nächste Schritte: Team, Technologie – und der Mars

Die aws-Förderung soll zunächst für Teamaufbau und technische Weiterentwicklung genutzt werden. Geplant ist die Integration von Hyperspektralbildern, die es ermöglichen, Materialien wie Kupferdächer zu erkennen und deren thermische Eigenschaften noch präziser zu berechnen. 

Die langfristige Vision geht weit über die Erde hinaus: „Das Modell funktioniert theoretisch auch auf anderen Himmelskörpern. Ich habe es schon für die Analyse von Oberflächen auf dem Mars getestet”, sagt Back. Teil der großen Initiative „Destination Earth” der EU zu werden, sei erklärtes Ziel. 

18. Mai 2026 | AutorIn: Kovacevic Haris |

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