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Privatjet-Betreiber

Tyrolean Jet Services vor Abschied aus Innsbruck

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Tyrolean Jet Services vor Abschied aus Innsbruck

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Der Name Tyrolean Jet Services könnte bald das letzte sein, was das Unternehmen noch mit Tirol verbindet. Vieles spricht dafür, dass der Anbieter privater Business-Charterflüge seinen Standort am Flughafen Innsbruck aufgibt. Damit würde die einstige Airline des Swarovski-Konzerns das Bundesland ganz verlassen.

Noch laufen Gespräche, die eine Schließung möglicherweise verhindern könnten. Doch die Erfolgsaussichten sind offenbar gering. „Der Standort Innsbruck ist in der aktuellen Form für uns wirtschaftlich jedenfalls nicht mehr tragbar“, sagt TJS-Geschäftsführer Philipp Schuster.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Innsbruck noch acht Mitarbeiter. Die mögliche Schließung kommt allerdings nicht völlig überraschend. Tyrolean Jet Services hat in den vergangenen Jahren mehrere Eigentümerwechsel erlebt. Jahrzehntelang war die Gesellschaft die hauseigene Fluglinie des Swarovski-Konzerns. 2022 übernahm Diana Langes das Unternehmen, 2024 ging es an die R. Schwarz Holding in Wien, schließlich folgte die Übernahme durch die britische Luftfahrtgruppe Gama Aviation.

Heute verfügt Tyrolean Jet Services über eine Niederlassung in Wien. Am früheren Hauptsitz in Innsbruck ist nur noch ein kleines Team tätig. Dabei habe es zunächst Pläne gegeben, den Standort sogar zu stärken. „Eigentlich war geplant, den Innsbrucker Standort weiter auszubauen“, sagt Schuster. „Wir wollten den Hangar nebenan übernehmen, haben dafür auch ein Angebot beim Flughafen platziert.“

Dieses liege seit rund einem Jahr vor, geschehen sei seither nichts. Für Tyrolean Jet Services ist der Standort damit zunehmend zur Belastung geworden. „In der jetzigen Struktur ist Innsbruck für uns unattraktiv“, meint Schuster. Ein fixes Datum für das Ende des Betriebs gibt es noch nicht. Die Rede ist von „einem Termin irgendwann in den kommenden Monaten“.

Ob Innsbruck doch noch als Standort erhalten bleibt, hängt nach Unternehmensangaben davon ab, ob eine weitere Halle am Flughafen übernommen werden kann. Weitere Gespräche dazu sollen bald folgen. Doch auch hier sind die Signale eindeutig. „Den Hangar betreiben wir derzeit selbst sehr erfolgreich und geben ihn nicht ab“, sagt Flughafenchef Marco Pernetta. „Dass deshalb eine so traditionsreiche Firma das Land verlassen will, ist natürlich traurig, lässt sich unter diesen Bedingungen aber nicht verhindern.“

14. März 2026 | AutorIn: David Wintner | Foto: Shutterstock

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