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Cineplexx-Aus in Innsbruck

Vier-Sterne-Hotel statt Kino am Südring geplant

Acht Kinosäle, mehrere Gastronomiebetriebe und ein Kindergarten haben in dem Gebäude in Wilten, Ecke Tschamlerstraße/Südring, Platz gefunden.
Cineplexx-Aus in Innsbruck

Vier-Sterne-Hotel statt Kino am Südring geplant

Acht Kinosäle, mehrere Gastronomiebetriebe und ein Kindergarten haben in dem Gebäude in Wilten, Ecke Tschamlerstraße/Südring, Platz gefunden.

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Das Aus für das Cineplexx-Kino in Innsbruck-Wilten rückt näher. Laut Eigentümer Immovate soll der Gebäudekomplex am Südring ab Anfang 2027 abgerissen werden.

Statt eines Kinos ist nun ein Vier-Sterne-Hotel mit Spa, Medical-Center und betreutem Wohnen geplant. Die Stadt Innsbruck zeigt sich jedoch uneins mit dem Vorhaben und betont die Bedeutung des Standorts für die öffentliche Infrastruktur.

Vier-Sterne-Hotel statt Kino am Südring geplant

Seit Jahren wird über eine Neunutzung des Cineplexx-Areals im Stadtteil Wilten diskutiert. Nun hat der Wiener Immobilienentwickler Immovate konkrete Pläne präsentiert: Auf rund 18.500 m² Bruttogeschoßfläche soll ein moderner Neubau entstehen. Geplant ist ein Hotel der Vier-Sterne-Kategorie, das etwa 40 Prozent der Fläche einnimmt. Weitere Komponenten sind ein Spa- und Wellnessbereich, ein Medical-Center sowie frei finanzierte Wohnungen für Senior:innen.

Der bisherige Mietvertrag mit Cineplexx Innsbruck läuft Ende 2026 aus. Danach soll der gesamte Altbestand – inklusive Kino, Nachtlokal und Kindergarten – abgerissen werden. Laut Immovate-Geschäftsführer Martin Kurschel sei man mit der Stadt Innsbruck bereits grundsätzlich einig.

Doch genau hier gehen die Meinungen auseinander.

Stadt Innsbruck: Cineplexx ist Teil öffentlicher Infrastruktur

Planungsstadträtin Janine Bex (Grüne) widerspricht den Aussagen von Immovate deutlich. Für die Stadt sei das Cineplexx ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Infrastruktur – insbesondere aufgrund der zentralen Lage und guten Erreichbarkeit. Von einer Einigung könne keine Rede sein, so Bex: Man sei „weit entfernt“ von einem Konsens.

Zentraler Streitpunkt ist die Nutzung der unteren Geschoße des Neubaus. Während Immovate der Stadt rund 4.500 bis 5.000 m² im Erd- und ersten Obergeschoß zur Verfügung stellen will – für „öffentlichen Mehrwert“ –, bleiben viele Details offen. Geplant ist zudem eine Multisport- oder Veranstaltungshalle als Ergänzung.

Solange hier keine Klarheit herrscht, will die Stadt nicht über die oberen Stockwerke – und damit das Hotelprojekt – verhandeln. Parallel läuft eine Bedarfserhebung zu zusätzlichen Hotelbetten in Innsbruck.

Wie geht es weiter?

Trotz unterschiedlicher Positionen zeigen sich beide Seiten gesprächsbereit. Um eine mögliche Übergangszeit zu überbrücken, wurde eine quartalsweise Verlängerung des Kinobetriebs nach Ende 2026 vereinbart. Ein dauerhafter Weiterbetrieb ist jedoch ausgeschlossen – das Gebäude gilt als technisch überholt und zu groß für die bisherige Nutzung.

Der geplante Abriss soll im ersten oder zweiten Quartal 2027 erfolgen. Ob bis dahin ein Kompromiss zwischen Stadt und Eigentümer gelingt, bleibt offen. Fest steht: Mit dem Cineplexx Innsbruck könnte einer der letzten großen Kinostandorte Tirols bald Geschichte sein.

Fazit: Cineplexx-Aus in Innsbruck mit offenem Ausgang

Die Debatte rund um das Cineplexx in Innsbruck-Wilten zeigt exemplarisch, wie komplex Stadtentwicklung in zentralen Lagen ist. Während der Eigentümer ein hochwertiges Hotel mit zusätzlichen Gesundheits- und Wohnangeboten plant, fordert die Stadt eine klare Perspektive für kulturelle und öffentliche Nutzung. Ob der Spagat gelingt, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Klar ist: Der Standort Südring bleibt ein Schlüsselprojekt für die städtische Entwicklung Innsbrucks nach 2026.

06. Februar 2026 | AutorIn: David Wintner | Foto: Axel Springer

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