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Gewerbegebiet Rossau

Vom Wirtschaftsraum zum Zukunftsstandort

Gewerbegebiet Rossau

Vom Wirtschaftsraum zum Zukunftsstandort

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Damit das Innsbrucker Gewerbegebiet Rossau seine wirtschaftliche Bedeutung behält und zukunftsfähig bleibt, wird es bedarfsgerecht, nachhaltig und im Einklang mit Stadt und Umwelt weiterentwickelt.

Das Innsbrucker Gewerbegebiet Rossau ist seit Jahrzehnten ein zentraler Standort für Handwerk, Logistik und Produktion. Und einer mit Gewicht: Auf rund 160 Hektar bieten mehr als 1.000 Betriebe rund 13.000 Beschäftigten Raum – damit ist die Rossau das größte Gewerbegebiet Westösterreichs. Und etwa 20 Prozent des städtischen Kommunalsteueraufkommens werden hier erwirtschaftet. Um die Gewerbezone fit für die Zukunft zu machen, startete 2022 die „Standortoffensive Rossau“. Mit dem Ziel: eine ganzheitliche, nachhaltige Weiterentwicklung des Gebiets – räumlich wie wirtschaftlich.

Rossau im Wandel

„Rasant gewachsen ist die Rossau ab den 1960-er Jahren – davor war es hauptsächlich landwirtschaftliches Gelände“, sagt Gudrun Pechtl, Leiterin des Quartiersmanagements Rossau. Heute präsentiert sich das Gebiet als vielfältiges Mischareal: Handwerk, Logistik und Produktion dominieren, doch auch Handel, innovative Start-ups, die Sportbranche – vor allem mit Showrooms – und Dienstleistungsbüros prägen das Bild. So ist die Rossau nicht nur eine leistungsfähige Gewerbezone, sondern auch ein städtisch relevanter Raum, der Mobilität, Stadtentwicklung und Infrastruktur mitprägt.

Nach fünf Jahrzehnten stößt das Wirtschaftszentrum nun aber an seine Kapazitätsgrenzen – insbesondere bei Verkehr, Mobilität und Energieversorgung. Unter dem Titel „Standortoffensive Rossau“ wurde im Frühjahr 2022 ein zweijähriges Projekt zur Modernisierung und Aufwertung des Gewerbegebiets ins Leben gerufen. „Vor allem das Thema Infrastruktur beschäftigt die Unternehmen in der Rossau sehr“, so Pechtl. Im Rahmen des Beteiligungsprozesses wurden die Themen Standortentwicklung, Architektur und Bauen, Energieeffizienz, Mobilitätskonzepte, Rad- und Fußwege sowie Klimawandelanpassung gemeinsam mit Betrieben und PartnerInnen diskutiert.

Veraltete Infrastruktur, neue Chancen

Das bedarfsgerechte Konzept soll sicherstellen, dass die Rossau flexibel, anpassungsfähig und gut erreichbar bleibt – für künftige wirtschaftliche Entwicklungen, neue Technologien und veränderte Arbeitsmodelle. „Die Rossau ist zwar mit dem Auto gut erreichbar“, betont Pechtl, „doch es gibt noch viel Luft nach oben, vor allem beim Thema Multimodalität. Beim öffentlichen Verkehr gab es bereits einige Verbesserungen, aber Rad- und Fußwege müssen dringend ausgebaut werden.“ Ein aktueller Fortschritt: Drei neue IVB-Stadtradstationen wurden in der Rossau eröffnet – in der Valiergasse 1e und bei der Firma Leonhard Lang GmbH sowie am Bahnhof Rum. Damit ist das Gewerbegebiet künftig noch besser an das städtische Radnetz angebunden – mit insgesamt sechs Stadtradstationen. Im September dieses Jahres wurde zudem ein neues Parkraummanagement umgesetzt. „Die Kurzparkzone in der Nacht, um Dauerparken im Gebiet zu verhindern, ist eine pragmatische, kostengünstige und effiziente Lösung“, erklärt Pechtl.

Doch nicht nur die Verkehrsbelastung und begrenzte Parkmöglichkeiten bremsen das Potenzial des Gebiets. Auch veraltete Strukturen stehen im Fokus. Alte Hallen, bestehende Gebäude und Büroflächen sollen aufgewertet, nachverdichtet oder umgenutzt werden. Dazu wurde im Sommer 2025 eine Befragung bei den ansässigen Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse werden am 18. November im Rahmen der Veranstaltung „Rossau gestalten! Betriebsareale bedarfsgerecht entwickeln“ präsentiert und diskutiert.

Gezielte Strategie und Investitionen

Seitens der Stadt Innsbruck wurde zugesagt, dass es ab 2026 jährlich einen Budgettopf für Infrastrukturprojekte in der Rossau geben wird, um anstehende Verbesserungen umzusetzen. Für das kommende Jahr sind drei größere Straßenraumprojekte geplant – bei zweien brauche es allerdings noch die Zustimmung der GrundeigentümerInnen. Ein zentrales Projekt ist bereits fixiert: die Gefahrenkreuzung Archenweg/Grabenweg beim Baggersee. „Diese Kreuzung ist derzeit für alle Beteiligten untragbar – hier wird nun als Erstes gehandelt.“

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Die Rossau in Zahlen:

  • Rund 160 Hektar Fläche
  • Mehr als 13.000 Beschäftigte in über 1.000 Betrieben
  • 50 Prozent der Arbeitenden sind „städtische Pendler“
  • Etwa 20 Prozent der in Innsbruck erwirtschafteten Kommunalsteuer entfallen darauf
  • Rasanter Boom seit den 1960er-Jahren
  • STEKA baute 1962 ein Betriebsgebäude in der Rossau – und ist somit eines der am ersten ansässigen Unternehmen

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Zur Person 

Gudrun Pechtl leitet seit Juli 2024 das Quartiersmanagement Rossau. Gemeinsam mit Stephanie Bassetti bildet sie die zentrale Anlauf-, Koordinations- und Vernetzungsstelle für das Gebiet. Angesiedelt ist das Quartiersmanagement bei der Innsbruck Marketing, Auftraggeber sind Stadt Innsbruck, Land Tirol und die Wirtschaftskammer Tirol.

Gudrun Pechtl fc Rossau fc Quartiersmanagement Rossau 2

11. November 2025 | AutorIn: Michaela Ehammer | Foto: Quartiersmanagement Rossau / Simon Rainer, Quartiersmanagement Rossau

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