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Von Ehrgeiz, Erfolgen und Entwicklungen

„Ich glaube, dass es in Zeiten wie diesen nur in zwei Richtungen geht: entweder ganz teuer oder ganz preiswert.“ Karl Fahrner, Architekt und CEO der OFA-Gruppe

Von Ehrgeiz, Erfolgen und Entwicklungen

„Ich glaube, dass es in Zeiten wie diesen nur in zwei Richtungen geht: entweder ganz teuer oder ganz preiswert.“ Karl Fahrner, Architekt und CEO der OFA-Gruppe

Karl Fahrner hat es in einem Vierteljahrhundert mit der sprichwörtlichen Handschlagqualität und viel Energie zum erfolgreichen wie schillernden Immobilienunternehmer geschafft.  top.tirol hat mit ihm gesprochen.

Luxus – das Wort passt mir nicht.“ Karl Fahrner, Architekt, Immobilien-entwickler und Bauträger, mit seiner OFA Marktführer im Bereich Luxusimmobilien, ist mit dem Wort an sich nicht zufrieden. „Wir haben sehr schöne Plätze in Tirol“, das seien seine bevorzugten 1A-Lagen. Sein Engagement in diesem Segment hat die OFA in den letzten 25 Jahren so erfolgreich gemacht. 

Kerngeschäft

Die OFA-Gruppe ist mittlerweile in den drei Bereichen Hotelentwicklung, Immobilienentwicklung und Architektur tätig. Ein Big Player im Westen Österreichs. Die Entwicklung in der Bau- und Immobilienbranche sieht Karl Fahrner nüchtern realistisch: „Die begrenzte Kreditvergabe heizt die Mieten an. Die Bauträger stampfen momentan alles ein. Da braucht es jetzt eine Beruhigung.“ Bis dahin dauere es seiner Meinung nach zwei Jahre. 2023 werde es ganz ruhig. „Die OFA-Gruppe wird weiter im Immobilien-projektbereich arbeiten – aber sehr vorsichtig vorgehen“, so Fahrner. Die absoluten 1A-Lagen werde es weiter geben.

Jungunternehmer

Als junger Architekt, ehrgeizig und risikobereit, gründet Karl Fahrner mit 28 die OFA und beginnt parallel zu seiner Tätigkeit als Planer seine Karriere als Immobilienentwickler. Eher zufällig, wie er heute erzählt: „Mir wurde ein Grundstück angeboten. Aber ich wusste nicht, wie ich das bezahlen soll. Die Bank in St. Anton sagte mir letztendlich die Finanzierung zu. Für den Termin mit dem Grundstücksbesitzer musste ich mir erst einmal einen Anzug und eine Tasche kaufen, damit ich nett aussehe“, lacht Fahrner heute über seine Anfänge. Das war 1989. Auf dem Grundstück plante und baute er schließlich Apartments für Einheimische. „Das war der Startschuss für mein zweites Standbein.“ Heute hat Fahrner mehrere dutzend Anzüge im Schrank hängen, allesamt recht auffällig und extravagant – zumindest für Tiroler Verhältnisse. Auch wenn der erfolgreiche Unternehmer in Krisenzeiten betont bodenständig wirkt, weiß er seinen Erfolg auch zu genießen. Schöne Autos und ein kleiner Privatflieger, mit dem er gerne in den gar nicht so kleinen Ferienwohnsitz in St. Tropez reist, sind Teil des Lifestyles, den Fahrners Gespür fürs Geschäft erst möglich gemacht hat.

Mit Tempo

Er denke anders, erklärt Fahrner. „Ich kaufe ein Grundstück, plane und baue darauf und verkaufe es dann. Ich warte nicht, bis mir jemand einen Planungsauftrag gibt.“ Karl Fahrner arbeitet übergreifend: Noch am Grundstück stehend weiß der Architekt in ihm, was er darauf bauen kann und will, hat die Skizze im Kopf und entscheidet den Kauf blitzschnell – oft noch am Grundstück. So entstehen Projekte, die er zu einem Drittel an Endinvestoren verkauft. 

Seiner Zeit voraus

Karl Fahrner hat das Talent, sich weltweit Immobilienideen anzusehen und sie mit einem neuen Namen in die Heimat zu bringen. Das gilt fürs Wohnen auf Zeit, den B(l)ack Homes, ebenso wie für Lodges, ein Wort, das vor 16 Jahren noch nicht geläufig war, oder Luxus-Chalets am Arlberg. „Ich habe die ersten Luxus-Chalets am Arlberg 2006 gebaut, da hat man in St. Anton noch nicht einmal gewusst, was das ist.“ Nachahmer machen ihm keine Kopfschmerzen. „Wenn man kopiert wird, ist man richtig unterwegs.“

Facelift

„Auf der grünen Wiese bauen kann jeder. Innsbruck ist für mich nach wie vor spannend.“ Und so haucht er innerstädtisch in die Jahre gekommenen Gebäuden Leben ein. Das macht ihn mittlerweile in Innsbruck zum begehrten Baupartner. „Wir machen alte Gebäude schön, wir stocken auf, wir füllen Lücken.“ Karl Fahrner hat Freude daran, der Stadt ein neues Gesicht zu geben. Die Dichte erhöhen, urban nach innen wachsen, nicht nach außen, ist sein Motto. Gelungen ist das zuletzt zum Beispiel in der Innsbrucker Leopoldstraße. Stehen Objekte vor Baustart länger leer, wohnen bedürftige Familien darin – bis zu zwei Jahre kostenlos. „Menschen alle gleich behandeln, gut mit ihnen umgehen. Da kann man nicht viel falsch machen.“

Wohnen auf Zeit

Apartments für Städtereisende, Kurzurlauber, Geschäftsreisende: B(l)ackhomes, ein Wohnen-auf-Zeit-Konzept zu Toppreisen, ist für Fahrner ganz wichtig. „Das macht ungemein Spaß“. Das Konzept gibt ihm recht: Seit Mai haben die B(l)ackhomes eine Auslastung von 89 Prozent. „Wir haben eine schlanke Struktur mit wenigen Mitarbeiter-Innen – das macht uns konkurrenzlos preiswert. Nach Innsbruck, Graz, Salzburg und Wien sollen weitere Standorte folgen. „Ich glaube, dass es in Zeiten wie diesen nur in zwei Richtungen geht: entweder ganz teuer oder ganz preiswert.“

Zur Person

Architekt Dipl.-Ing. Karl Fahrner, geboren 1968, ist Architekt und CEO der OFA-Gruppe. Er studierte in Innsbruck Architektur. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Sein Vater, der Skirennläufer Karl Fahrner, verbrachte über 20 Jahre in Amerika als Skilehrer, bevor er in den 1970er-Jahren an den Arlberg zurückkam.

Portrait von Karl Fahrner

Die OFA-Gruppe (Office Fahrner Architektur)

  • Dienstleistungen in den Bereichen Immobilien, Architektur und Tourismus
  • gegründet 1997
  • Eigentümer von 17 Objekten (Gesamtnutzfläche: rund 12.000 m2, Immobilienwert: ca. 70 Mio. Euro)
  • Luxuschalets in St. Anton, Villa in St. Tropez
  • B(l)ackhome Gruppe (5 x Innsbruck, Graz, Salzburg, Wien)
  • zwei Appartementhäuser in Innsbruck, ein Gewerbeobjekt in Schwaz

  • TopTirolOFAFahrner17

    Auffällig und extravagant – aber von Luxus spricht Karl Fahrner nicht.

  • Hotting-Hideawy

    Unter anderem in Lans und Hötting prägen zwei OFA-Prestigeprojekte das Ortsbild.

  • Lux-Lans

    Unter anderem in Lans und Hötting prägen zwei OFA-Prestigeprojekte das Ortsbild.

13. Dezember 2022 | AutorIn: Katharina Reitan | Foto: Gerhard Berger

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