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Buy European

Was passiert hier heute?

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Das globale Wirtschaftsgefüge steht aktuell an einem Scheidepunkt. War Europa jahrzehntelang Synonym für offenen Handel und Exportstärke, schwenkt die Debatte zunehmend in Richtung industrieller Selbstbehauptung und strategischer Beschaffungspolitik. Das zeigt sich nicht zuletzt an dem Treffen, das heute in Belgien stattfindet.

Heute und morgen sind führende Vertreter der EU-Staaten sowie hochrangige Wirtschaftspolitiker in Belgien versammelt. Im Mittelpunkt steht ein informeller EU-Gipfel im Schloss Alden Biesen (Provinz Limburg), der im Zeichen der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft steht.

Das Ziel: Antworten finden auf die Frage, wie Europa seine industrielle Basis im globalen Wettbewerb stabilisieren und ausbauen kann. Gleichzeitig läuft in Antwerpen noch der European Industry Summit, bei dem Vertreter aus Industrieverbänden, Unternehmen und Politik an einer gemeinsamen „Antwerpener Erklärung“ für einen Industriepakt arbeiten – ein Zeichen dafür, dass es um mehr geht als nur kleine technische Anpassungen.

Auf die Frage eines Reporters erklärte US-Präsident Donald Trump kürzlich, dass die USA, um ihre Automobilwirtschaft zu schützen, einen 100-Prozent-Zoll auf die Einfuhr chinesischer E-Autos verhängt haben. Die Europäer hingegen ließen sich von chinesischen E-Vehikeln fluten. So ganz stimmt das natürlich nicht. Chinesische E-Autos machen gerade mal 10 Prozent des E-Automarkts aus. Bisher hielt man sich was protektionistische Maßnahmen anbelangt in Europa eher auf der vorsichtigen Seite. Auf Intiative Frankreichs hin solle nun aber mehr geschehen, um europäische Firmen zu bevorzugen und dementsrechend auch gegen USA und China zu schützen.

Was steckt hinter dem Begriff „Buy European“?

Die Debatte, die in Europa an Fahrt aufgenommen hat, soll demzufolge eine Art politischer Antwort hervorbringen: nämlich „Buy European“ – also eine Politik, die im Rahmen öffentlicher Vergaben und Förderungen heimische Industrie bevorzugt.

Das ist nicht einfach ein Buzzword, sondern Ausdruck einer breiteren Diskussion darüber, wie Europa auf wachsenden internationalen Wettbewerb – insbesondere aus den USA und China – reagieren sollte. Denn zunehmend geht es nicht mehr nur um Freihandel, sondern um wirtschaftliche Resilienz und strategische Unabhängigkeit.

12. Februar 2026 | AutorIn: Kovacevic Haris | Foto: shutterstock

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