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Booking.com unter Druck

Was Tirols Hoteliers jetzt tun müssen

Booking.com unter Druck

Was Tirols Hoteliers jetzt tun müssen

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Die europäische Hotellerie geht geschlossen gegen Booking.com vor. 26 Verbände aus 36 Ländern bereiten eine Sammelklage vor, um Milliarden an Schadensersatz wegen wettbewerbswidriger Preisparitätsklauseln einzufordern. 

In ganz Europa schließen sich Hotelverbände zu Sammelklagen zusammen, um Schadensersatz in Milliardenhöhe einzufordern. Der EuGH hat Preisparitätsklauseln 2024 für rechtswidrig erklärt, und Behörden in Italien und Spanien haben das Unternehmen zu Änderungen und Strafen gezwungen. Für Tirols Hotels ist dies ein Signal, dass sie nicht länger ohnmächtig zusehen müssen.

Die Hauptkritikpunkte

  • Hohe Provisionen und Stornierungen: Gebühren von bis zu 40 % und kurzfristige Stornos belasten besonders kleinere Betriebe.
  • Eingeschränkte Preisgestaltung: Preisparitätsklauseln verhinderten lange den Direktvertrieb.
  • Vertrauensrisiken: Datenlecks und Betrugsfälle haben das Vertrauen von Gästen geschwächt.

Was Tiroler Hotels jetzt tun können

  • Direktbuchungen fördern: Gäste aktiv auf Vorteile der Buchung über die eigene Website hinweisen, etwa durch exklusive Angebote.
  • Klageoption prüfen: Über Plattformen wie mybookingclaim.com und nationale Hotelverbände können sich Betriebe der Sammelklage anschließen.

Fazit

Die Klagen gegen Booking.com markieren einen Wendepunkt: Plattformen geraten erstmals spürbar unter Druck, ihre Macht einzuschränken. Für Tirols Hoteliers ist jetzt der Moment, selbstbewusst zu handeln, Direktvertrieb auszubauen und rechtliche Schritte zu prüfen. Wer die Gelegenheit nutzt, gewinnt nicht nur Kontrolle über Preise und Margen zurück, sondern sendet auch ein Signal für fairen Wettbewerb im Tourismus.

30. Juli 2025 | AutorIn: David Wintner | Foto: Shutterstock

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