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Austrian Alpine Open

Wenn der Abschlag zum Wirtschaftsfaktor wird

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Austrian Alpine Open

Wenn der Abschlag zum Wirtschaftsfaktor wird

Wenn der Abschlag zum Wirtschaftsfaktor wird

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Vom 28. bis 31. Mai 2026 finden in Kitzbühel erstmals die Austrian Alpine Open statt. Die Gamsstadt will dabei nicht nur sportlich punkten, sondern auch messbare Impulse für den Tourismus setzen. Wie das gelingen soll, erklärt Viktoria Veider-Walser, Geschäftsführerin von Kitzbühel Tourismus, im Gespräch mit top.tirol.

 

Frau Veider-Walser, das DP-World-Tour-Turnier in Kitzbühel soll laut Analysen zusätzliche Nächtigungen, Millionenumsätze und touristische Impulse bringen. Kann man das konkret in Zahlen gießen?

Konkrete und belastbare Zahlen werden sich naturgemäß erst nach der tatsächlichen Durchführung des Turniers evaluieren lassen. Die aktuell kommunizierten Werte basieren auf Hochrechnungen und wirtschaftlichen Potenzialanalysen der Ennemoser Wirtschaftsberatung sowie auf Erfahrungswerten vergleichbarer Austragungsorte und Veranstaltungen der DP World Tour, unter anderem in Altentann.

Diese Berechnungen gehen derzeit von rund 36.000 zusätzlichen Nächtigungen im Zusammenhang mit dem Event aus. Für Hotellerie und Gastronomie wird ein zusätzlicher Umsatz von etwa 7,8 Millionen Euro prognostiziert, ergänzt um rund 1,7 Millionen Euro durch Tagesgäste. Die gesamte inländische Wertschöpfung wird aktuell mit rund 11 Millionen Euro beziffert und das Steueraufkommen mit etwa 8 Millionen Euro.

 

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„Für Hotellerie und Gastronomie wird ein zusätzlicher Umsatz von etwa 7,8 Millionen Euro prognostiziert, ergänzt um rund 1,7 Millionen Euro durch Tagesgäste.“

- Viktoria Veider-Walser, Geschäftsführerin von Kitzbühel Tourismus

 

Dabei handelt es sich ausdrücklich um modellbasierte Hochrechnungen und nicht um bereits realisierte Werte. Gleichzeitig zeigen vergleichbare Veranstaltungen sehr deutlich, dass internationale Sportgroßevents dieser Größenordnung einen erheblichen wirtschaftlichen Impuls für Tourismusregionen auslösen können. Entsprechend wird auch seitens Kitzbühel Tourismus davon ausgegangen, dass die Austrian Alpine Open 2026 ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor für die Region sein werden.

 

Mit welchem internationalen Medien- bzw. Werbewert kalkuliert Kitzbühel Tourismus?

Das Turnier wird täglich rund fünf Stunden in über 170 Länder ausgestrahlt und erreicht damit eine außergewöhnlich breite internationale Öffentlichkeit. Diese Reichweite wird gezielt genutzt, um das Sportland Tirol sowie Kitzbühel als Golf- und Urlaubsdestination zu positionieren. Der internationale Medien- und Werbewert wird aktuell mit rund 55 Millionen Euro beziffert. Diese Sichtbarkeit stellt einen wesentlichen Baustein in der internationalen Markenpositionierung Kitzbühels dar.

 

Das Gesamtbudget wird mit mehr als 5,5 Millionen Euro beziffert. Wer trägt die Kosten?

Die Finanzierung ist in hohem Maße privatwirtschaftlich strukturiert. Mehr als 80 Prozent der Einnahmen stammen aus Sponsoring- und Ticketingerlösen. Damit basiert das Turnier überwiegend auf starken privaten Partnerschaften und einer eigenwirtschaftlichen Grundlage.

 

Welche Investitionen waren im Vorfeld notwendig?

Für die Austragung auf DP-World-Tour-Niveau waren gezielte infrastrukturelle und organisatorische Anpassungen erforderlich. Dazu zählen temporäre TV- und Hospitality-Strukturen ebenso wie technische und logistische Anforderungen der Tour. Der Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith verfügt grundsätzlich über eine sehr gute Ausgangsbasis, wurde jedoch in zentralen Bereichen weiterentwickelt – etwa bei Abschlägen, Bunkern, Platzqualität und Pflege sowie durch die Errichtung einer temporären Driving Range mit über 400 Metern Länge.

 

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„Die gesamte inländische Wertschöpfung wird aktuell mit rund 11 Millionen Euro beziffert und das Steueraufkommen mit etwa 8 Millionen Euro.“

- Viktoria Veider-Walser, Geschäftsführerin von Kitzbühel Tourismus

 

Welche Rolle spielt das Turnier als Business-Plattform? Gibt es Events, die abseits des Greens die Möglichkeit zum Vernetzen bieten?

Das Turnier versteht sich bewusst nicht nur als Sportevent, sondern auch als Plattform für Austausch, Begegnung und Vernetzung. Formate wie das ProAm-Turnier, Hospitality-Bereiche, die „Friends of Kitzbühel“-Lounge, das Trade Village sowie Side-Events wie „PURA VIDA x Golf“ schaffen gezielte Möglichkeiten für Austausch zwischen Sport, Wirtschaft, Tourismus und Lifestyle. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Nachwuchsförderung in Kooperation mit Land Tirol, Tirol Werbung, ÖGV und TGV. Mit Formaten wie „Beat the Pro“ oder einem eigenen Jugendturnier wird bewusst ein Zugang für Kinder und Jugendliche geschaffen.

 

Das Turnier liegt Ende Mai – also vor der klassischen Sommersaison. Ist die Austrian Alpine Open bewusst als Saisonverlängerung gedacht?

Die Platzierung Ende Mai ist strategisch sinnvoll gewählt, da sie eine frühe internationale Sichtbarkeit erzeugt und zusätzliche Nachfrage für die Sommersaison generieren kann. Hochwertige Veranstaltungen in der Vor- und Zwischensaison tragen dazu bei, touristische Wertschöpfung stärker über das gesamte Jahr zu verteilen. Die Umsetzung solcher Formate erfolgt dabei im Einklang mit der langfristigen Tourismusstrategie.

 

Welche Rolle soll Golf künftig in der Diversifizierung der Kitzbühel-Marke jenseits von Ski und Hahnenkamm spielen?

Golf ergänzt die Marke Kitzbühel in idealer Weise. Der Sport steht für Qualität, Internationalität, Naturerlebnis und Lifestyle – Werte, die eng mit der Positionierung der Destination verbunden sind. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung „Outdoor Active“ nimmt Golf eine besondere Rolle ein. Mit vier Golfplätzen im direkten Umfeld – darunter ein DP-World-Tour-Platz, ein Leading Golf Course sowie weitere hochwertige Anlagen – verfügt Kitzbühel über ein im Alpenraum außergewöhnliches Angebot. Die Austragung eines hochkarätigen internationalen Turniers ist daher ein konsequenter Schritt, um diese Qualität sichtbar zu machen und die Positionierung als ganzjährige Premiumdestination weiter zu stärken.

 

Welche langfristigen Effekte sollen über das Event hinaus bleiben?

Grundsätzlich wird von langfristigen Partnerschaften und nachhaltigen Effekten ausgegangen. Die Austrian Alpine Open 2026 sollen dabei einen wichtigen Impuls für den Start in die Sommersaison setzen. Ziel ist es, Kitzbühel langfristig als Hotspot für alpinen Golfsport und hochwertige Sommersportevents zu etablieren, zusätzliche internationale Zielgruppen zu erschließen, die Vorsaison zu stärken und die internationale Sichtbarkeit nachhaltig auszubauen.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

23. Mai 2026 | AutorIn: Michaela Ehammer | Foto: Kitzbuehel Tourismus; Daniel-Zangerl

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