Von „Babymoon“ bis „Quietcation“: Viele neue Begriffe spiegeln aktuelle Urlaubstrends und Entwicklungen im Tourismus wider – und verwandeln Freizeit in markenfähige Lifestyle-Konzepte.
Der Tourismus muss sich immer wieder neu erfinden, auch in Tirol. Bedürfnisse und Interessen verändern sich nicht nur mit den Generationen, sondern passen sich auch den gesellschaftlichen Entwicklungen in den sozialen Netzwerken wie TikTok und Instagram an. So entstehen neue Begriffe, die angesagte Trends aufgreifen und den Wunsch nach personalisierten Erlebnissen im Tourismus widerspiegeln. Wir ordnen die derzeit angesagtesten Modewörter ein:
Babymoon
Aus „Honeymoon“ wird „Babymoon“ – die Auszeit als Paar vor dem Elternwerden. Im Fokus: Speziell geschnürte Pakete für werdende Eltern, die noch einmal ungestört Zeit zu zweit verbringen möchten – von Wellness über Kulinarik bis hin zu Wanderungen.
Bleisure
Die Kombination aus „Business“ (Arbeit) und „Leisure“ (Freizeit) beschreibt Reisen, bei denen geschäftliche Angelegenheiten kurzerhand mit Freizeitaktivitäten kombiniert werden – Sommer wie Winter.
Coolcation
Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „cool“ (kühl) und „vacation“ (Urlaub) zusammen. Hierbei werden Regionen besucht, in denen ein gemäßigtes bis kühleres Klima herrscht. Diese Orte sind meist noch nicht so überlaufen und bieten oft nachhaltige Tourismusmöglichkeiten.

Food Tourism
Wer seinen Fokus ausdrücklich auf kulinarische Reisen legt und gastronomische Erlebnisse ins Rampenlicht rückt, betreibt Food Tourism. Eine Genussreise, bei der die lokale Küche sowie die Esskultur des jeweiligen Reiseziels erkundet wird.
Glamping
Luxuriöses Camping wird kurzerhand unter dem Kunstbegriff Glamping (Glamourous Camping) vereint. Es steht als Synonym für Komfort und weitere Annehmlichkeiten, die man normalerweise nicht beim Camping, sondern in einem Hotel erwarten würde. Sozusagen übernachten in der Natur, aber nicht im Zelt. Teils auch in Kombination mit „Spafari“, einer Kombination aus Safari und Spa, die Luxus in der Wildnis ausdrückt.

Gramping
Der Begriff ist eine Kombination aus „Grandparents“ (Großeltern) und „Camping“ und beschreibt den aufstrebender Reisetrend, bei dem Großeltern mit ihren Enkelkindern gemeinsam campen oder Urlaub machen. Ziel dabei ist es, eine engere Beziehung zwischen den Generationen aufzubauen und den Alltag zu entschleunigen.
Noctourism
Noctourism ist ein Trend, der das Reisen nach Einbruch der Dunkelheit beschreibt. Dabei werden atmosphärische Aktivitäten erlebt, etwa eine Sternenbeobachtung, der Besuch eines „Night-Markets“ oder eine nächtliche Safari.
Auch der Astrotourismus (auch Dark‑Sky‑Tourism) nimmt zunehmend eine größere Rolle ein: Hierbei werden Reiseziele mit wenig Lichtverschmutzung bereist, um Beobachtungen von Polarlichtern oder Sonnenfinsternissen zu erleben.

Sleepcation/Sleep Tourism
Von gemütlichen Betten bis Frühstück für SpätaufsteherInnen: Dieser Trend rückt sowohl die Qualität des Schlafs als auch das bewusste Ausschlafen in den Vordergrund der Reiseplanung. Viele Hotels weltweit schnüren mittlerweile eigene Sleepcation-Pakete rund um diese Erholungsferien.
Slow Travel (ähnlich: Detour Destinations)
Slow Travel ist eine Art des Reisens, die für Entschleunigung, Nachhaltigkeit und bewusstes Erleben steht. Weg vom Massentourismus und hin zur persönlichen Reflexion lautet die Devise. Anstatt eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuklappern, nimmt man sich hier Zeit für intensive Erfahrungen, lokale Begegnungen und setzt sich mit der Kultur wie Natur des jeweiligen Reiseziels auseinander.

Workation
Der Begriff ist eine Verschmelzung aus den englischen Wörtern „work“ (Arbeit) und „vacation“ (Urlaub). Es beschreibt die Kombination aus Arbeit und Urlaub, bei der man von einem attraktiven Urlaubsort aus arbeitet, anstatt vom alltäglichen Büro. So können neue Umgebungen erlebt und gleichzeitig berufliche Verpflichtungen verfolgt werden – und nebenbei auch neue Motivation geschöpft werden.
Quietcation
Ein Urlaub, der auf Stille, Ruhe und Entspannung abzielt. Im Fokus: bewusstes Abkoppeln von Lärm, Technologie und Alltagsstress, um digitale Entgiftung zu betreiben, die mentale Gesundheit zu fördern und neue Energie zu tanken. Ziele sind oft abgelegene Orte wie Hütten in der Natur, Wellness-Resorts oder Gegenden ohne W-LAN.
