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Wie kann in Tirol für Gleichberechtigung gesorgt werden, Frau Pawlata?

Eva Pawlata setzt sich ganz klar für eine Frauenquote im Arbeitsleben ein.

Wie kann in Tirol für Gleichberechtigung gesorgt werden, Frau Pawlata?

Eva Pawlata setzt sich ganz klar für eine Frauenquote im Arbeitsleben ein.

Was macht für Sie den Reiz einer politischen Karriere aus?

Ich war viele Jahre als Leiterin einer Opferschutzeinrichtung tätig. Als Landesrätin habe ich nun die Möglichkeit, die Entwicklung der sozialen Landschaft Tirols an vorderster Front mitzugestalten. Ich kann Akzente setzen und Dinge verändern. Ich kann mitwirken, strukturelle Benachteiligungen und alte Denkmuster aufzubrechen.

Welche Leidenschaften oder Interessen außerhalb Ihrer beruflichen Tätigkeit verfolgen Sie aktiv?

Mir ist es wichtig für ein angemessenes Maß an Entspannung in meinem Privatleben zu sorgen. Ich liebe es, in die Berge zu gehen und in der Natur meinen Kopf freizubekommen. Im Beruf ist besonders mein Geist gefordert, genauso wichtig ist es deswegen beizeiten an körperliche Grenzen zu gehen und sich beim Sport auszupowern. Freunde und Familie sind für mich das Um und Auf, um auch im beruflichen Alltag stabil und belastbar sein zu können. FreundInnen zu treffen, mit diesen Sport zu treiben oder einfach nur den Abend bei einem Glas Wein zu verbringen, ist für mich „Seelenpflege“.

Was muss passieren, um Menschen mit Behinderung besser zu integrieren?

Ich bin davon überzeugt, dass eine Gesellschaft nur dann funktionieren kann, wenn niemand zurückgelassen oder ausgeschlossen wird. Hierfür müssen Barrieren abgebaut werden – beginnend bei den Barrieren in den Köpfen. Dies umfasst etwa Bildung, Wahlen, die Verkehrsplanung und die Infrastruktur, die Informationsvermittlung und vieles mehr.

Was wollen Sie für die Gleichberechtigung von Frauen in Tirol tun?

Als bekennende Feministin ist mir die Gleichstellung der Geschlechter ein Kernanliegen. Sie hat in allen gesellschaftlichen Bereichen höchste Priorität. Wesentliche Punkte, an denen es hier zu arbeiten gilt, betreffen Gewalt gegen Frauen, den geringeren Verdienst von Frauen und die tradierten Rollenzuteilungen, nach denen Frauen für den Haushalt und die Kinderbetreuung zuständig sind.

Brauchen wir eine Frauenquote in Führungspositionen?

Ich bin klar für eine Frauenquote im Arbeitsleben und insbesondere bei Führungspositionen. Diese hat sich bereits vielerorts bewährt, beispielsweise an den Gerichten. Eine gesetzlich verpflichtende Frauenquote braucht es meines Erachtens dabei für alle Unternehmen – nicht nur landeseigene. Das Ziel ist eine 50:50-Quote. Solange konservative Rollenbilder, die in unserer Gesellschaft tief verankert sind, bestehen, kann die Frauenquote ein wirksames Instrument dagegen sein.

Zur Person

Eva Pawlata ist Landesrätin für Soziales, Inklusion und Frauen. Die SPÖ Politikerin studierte Rechtswissenschaften an der Uni Innsbruck und ist seit Oktober 2022 Mitglied der Tiroler Landesregierung.

01. September 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: Die Fotografen

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