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Zehn Thesen von Many Klenk

Wie KI Jobs, Bildung und Karriere verändert

Zehn Thesen von Many Klenk

Wie KI Jobs, Bildung und Karriere verändert

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Künstliche Intelligenz krempelt die Arbeitswelt gerade so richtig um. Während viele Beschäftigte um die Zukunft ihrer Jobs bangen, stehen BerufseinsteigerInnen vor der Herausforderung, sich in dem tief greifenden Umbruch zurechtzufinden. Markenstratege Many Klenk bringt den Wandel in zehn steilen Thesen auf den Punkt.

 

Zehn steile Thesen von Many Klenk:

 

#1 KI läutet ein neues Zeitalter der Arbeit ein.

Künstliche Intelligenz sei laut Klenk mehr als ein Produktivitäts-Tool. Sie verändert nicht nur einzelne Tätigkeiten, sondern verschiebt ganze wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen. Er sieht darin einen Übergang in eine neue Ära, vergleichbar mit der industriellen Revolution – nur deutlich schneller.

 

#2 Nicht der Wandel ist neu – sondern seine Geschwindigkeit.

Technologischer Fortschritt hat Arbeit immer verändert. Der Unterschied heute: KI entwickelt sich in Monaten statt in Jahrzehnten. Berufe, die gestern noch sicher schienen, können morgen schon unter Druck geraten. Anpassungsfähigkeit wird damit zur Schlüsselkompetenz.

 

#3 Unser Bildungssystem hat auf das Falsche gesetzt.

Lange galt viel Wissen im Kopf als Schlüssel zum Erfolg. Doch intelligente Systeme haben Fakten jederzeit verfügbar. Bildung sollte daher weniger auf Auswendig-lernen setzen, sondern stärker darauf, Zusammenhänge zu verstehen und Wissen kreativ anzuwenden.

 

#4 Wir haben gelernt, wie Maschinen zu denken – jetzt sind Maschinen besser darin.

Auch haben Menschen gelernt, effizient, logisch und strukturiert zu arbeiten. Das Problem? Genau das beherrschen Maschinen inzwischen deutlich besser. Wer weiter versucht, wie ein Algorithmus zu funktionieren, wird kaum mithalten können. Die eigentliche Chance liegt darin, wieder das einzusetzen, was uns ausmacht – menschliches Denken, Intuition und echtes Urteilsvermögen.

 

#5 Kreativität wird zur Kernkompetenz.

Kreativität ist kein Nice-to-have mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. KI kann Ideen generieren – aber nicht entscheiden, welche davon sinnvoll, umsetzbar oder relevant sind. Vorstellungskraft, Kontextverständnis und Mut zur Entscheidung bleiben menschlich.

 

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#6 Routinejobs werden verschwinden.

Nicht nur einfache Tätigkeiten sind bedroht. Auch qualifizierte Routinearbeit in Buchhaltung, Recht, Service oder Analyse wird zunehmend automatisiert. Alles, was standardisiert, faktenbasiert und wiederholbar ist, kann die KI problemlos übernehmen.

 

#7 KI wird keine Menschen ersetzen.

Das bedeutet jedoch nicht das Ende menschlicher Arbeit. Vielmehr verändern sich Rollen. Maschinelle Intelligenz übernimmt Analyse, Mustererkennung und Diagnose – der Mensch trifft hingegen Entscheidungen, bewertet Sonderfälle und trägt Verantwortung. Dieses Zusammenspiel sieht Klenk etwa in der Medizin als ideal: KI kann Röntgen- oder MRT-Bilder besser auswerten als jeder Mensch, doch über die Behandlung sollten weiterhin die ÄrztInnen entscheiden, weil sie die Patient:innen ganzheitlich betrachten.

 

#8 Mittelmaß hat ausgedient.

Durch KI wird Durchschnittsleistung austauschbar. Gefragt sind Menschen mit klaren Profilen, besonderen Fähigkeiten und der Kompetenz, Technologie gezielt einzusetzen. Abschlüsse allein reichen nicht mehr – entscheidend ist, was man wirklich kann.

 

#9 Wer KI als Bedrohung betrachtet, blockiert sich selbst.

Wer intelligente Systeme als Werkzeug begreift, kann sie zum Karrierebooster machen, denn es kommt darauf an, wie sie verwendet wird. Die Zukunft gehöre laut Klenk jenen, die neugierig bleiben, neue Denkweisen zulassen und ihre menschlichen Fähigkeiten bewusst weiter-entwickeln.

 

#10 Niemand weiß, wie die KI-Jobs von morgen heißen werden.

Zwar entstehen rund um KI bereits neue Rollen – etwa im Bereich KI-Agenten, Datenstrukturierung oder Mensch-Maschine-Koordination. Doch welche Berufe sich langfristig durchsetzen, ist kaum vorhersehbar. Bildungseinrichtungen reagieren darauf nur langsam. Entscheidend wird daher nicht ein neuer Studien-gang sein, sondern die Fähigkeit, KI praktisch einzusetzen, mitzudenken und sich laufend weiterzuentwickeln.

 

Zur Person:

Many Klenk ist Gründer, Markenarchitekt und Vordenker in Strategie und Design. Er leitet die Innsbrucker Agentur „mut.agency“ und berät seit über 25 Jahren Unternehmen in Markenbildung und Strategie.

03. Februar 2026 | AutorIn: Anna Füreder | Foto: Franz Oss, Shutterstock

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