Die aktuelle Wirtschaftslage in Österreich zeigt sich laut dem Wifo-Konjunkturbericht August 2025 angespannt. Während der Euro-Raum wirtschaftlich stabil bleibt, fällt Österreich im internationalen Vergleich zurück.
Seit Jahresbeginn 2025 sind die Strompreise in Österreich um rund 30 Prozent gestiegen. Das treibt die Inflation über den Eurozonen-Durchschnitt hinaus an und reduziert gleichzeitig die Kaufkraft der Haushalte. Besonders betroffen sieht sich davon die österreichische Industrie, die sich weiterhin in einer Rezession befindet.
Arbeitsmarkt: Weniger Jobs, mehr Arbeitslose
Die schwache Konjunktur hat auch spürbare Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit steigt, während offene Stellen und Beschäftigung in der Privatwirtschaft zurückgehen. Nur der öffentliche Sektor verzeichnet Zuwächse.
Positiv bewertet das Wifo die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters, die seit 2024 für mehr Beschäftigung unter über 60-Jährigen sorgt – ohne dabei jüngere ArbeitnehmerInnen zu verdrängen.
Internationale Lage verschärft den Druck
Auch global bleibt die Situation herausfordernd: In den USA bremst ein neues Handelsabkommen mit der EU das Wirtschaftswachstum, während China mit Deflation und Überproduktion kämpft. Die EZB hält ihren Leitzins inzwischen auf einem neutralen Niveau, was für Stabilität im Euro-Raum sorgt – im Gegensatz zur Konjunkturentwicklung in Österreich.
Trotz solider Rahmenbedingungen in Europa kämpft Österreichs Wirtschaft 2025 mit hausgemachten Problemen. Der Wifo-Bericht macht deutlich: Ohne gezielte Maßnahmen zur Dämpfung der Energiepreise und zur Stärkung des Konsums wird der Standort weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.