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Kurioses aus Tirol

Willkommen in der Nische

Kurioses aus Tirol

Willkommen in der Nische

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Ob Harfen aus Kirchdorf, Weingläser aus Kufstein oder Quantencomputer aus Innsbruck – zahlreiche Tiroler Betriebe haben besonders kuriose Produkte oder agieren in höchst spezialisierten Nischenmärkten. Wir stellen Unternehmen vor, die zeigen, wie maßgeschneiderte Expertise „Made in Tirol“ zum Erfolgsfaktor wird.

 

#10 Maßarbeit auf Rädern

Empl

Wenn Standardfahrzeuge nicht reichen, kommt Empl ins Spiel. Das Familienunternehmen aus Kaltenbach baut Sonderaufbauten für Abschlepp- und Bergefahrzeuge (in Europa führend), Industrielöschfahrzeuge und Lösungen für Behörden und Verteidigung. Auch Spezialtechnik wie automatische Nivelliersysteme oder der erste Kühlaufbau auf einen Wasserstoff-Lkw in Österreich stammen aus dem Zillertal. Gefertigt wird fast immer nach Kundenwunsch – von der Spar-Flotte bis zu Unikaten.

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#9 Der perfekte Röstpunkt

Cropster

Cropster aus Innsbruck digitalisiert die Kaffeekette – vom Rohkaffee bis zur Tasse. Die Software liest Röstkurven, vergleicht Chargen und macht Qualität messbar statt zufällig. Neu ist eine Plattform für Kaffeehäuser, damit die Zubereitung konstant bleibt – egal wer gerade an der Maschine steht. Als zertifiziertes B-Corp-Unternehmen setzt Cropster auf soziale und ökologische Standards, beschäftigt MitarbeiterInnen aus über 30 Nationen und arbeitet mit KundInnen in mehr als 100 Ländern. Aktuell wächst das Geschäft stark in Asien, wo Spezialitätenkaffee boomt.

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#8 Wärme, die förderbar macht

EPS-F, Steinbacher Dämmstoffe

Wer sein Haus dämmt, spart Energie – und bekommt in Tirol oft eine Förderung, wenn das Material gewisse Umweltstandards erfüllt. Ein spezielles Dämmmaterial auf Polystyrol-Basis, „EPS-F“ genannt, trägt dieses Umweltzeichen. Damit wird die Planung für BauherrInnen einfacher. Der Hersteller Steinbacher Dämmstoffe zeigt, dass kleine Materialentscheidungen große Wirkung haben können.

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#7 Das Glas, das den Wein lenkt

Riedel Glas

Als Claus Riedel in den 1950er-Jahren die bauchige Eiform fürs Weinglas durchsetzte, ging es nicht um Mode, sondern um Geschmack: Die Form eines Glases beeinflusst nämlich, wie Aromen an die Nase gelangen und damit auch den Geschmack. Bei Riedel Glas in Kufstein wird diese Idee bis heute weitergedacht und Gläser in Millionenauflagen produziert – einige Modelle gelten sogar als Designklassiker und sind im Museum of Modern Art in New York ausgestellt. Hinter dem Ansatz steht jedenfalls die Überzeugung, dass das passende Glas den Charakter des Weins spürbar macht.

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#6 Ein Riff aus Innsbruck

 Alpenriff 

Was in einigen Wohnzimmern als kleines Meer leuchtet, wächst in einer Tiroler Halle heran: Korallen, sorgfältig vermehrt und ohne Wildfänge. Der Weg vom Hobby zum Beruf war für Christian Hepperger lang – heute gedeihen beim Korallenexperten Dutzende Arten, einige davon äußerst selten. Ein Teil geht an lokale Aquaristikfans, spezielle Arten werden meist online aus Deutschland bestellt. Alpenriff zeigt jedenfalls, dass Artenschutz auch in Mini-Riffen beginnen kann.

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#5 Klang aus Holz – von Hand gemacht

Mürnseer Musikinstrumentenbau

In Kirchdorf entstehen seit mehr als einem halben Jahrhundert Harfen, Zithern und Hackbretter. Hier wird Holz nicht nur geformt, sondern zum Klingen gebracht – mit viel Geduld, Gehör und Handwerk. Heute gilt die Werkstatt als größter Hersteller dieser Saiteninstrumente in Österreich. Dabei findet – oder besser gesagt – hört man die klassische Harfe von Mürnseer Musikinstrumentenbau als Solo- und Begleitinstrument auf der ganzen Welt, vor allem aber in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.

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#4 Brillen für eine neue Realität

XR-Applikationen von Mediasquad

„XR“ steht für „Extended Reality“, also Anwendungen, die digitale Inhalte als Hologramme in der echten Welt einblenden (AR) oder komplett virtuelle Räume schaffen (VR). Ein Innsbrucker Studio baut daraus Trainings, Verkaufswerkzeuge und Lernanwendungen – vom Job-Assessment bis zum Messe-Game. Mit einem eigenen Mehrspieler-Framework können inzwischen Gruppen mit bis zu sechs Personen gleichzeitig dasselbe Szenario erleben. Dabei werden die XR-Applikationen von Mediasquad nicht nur von Tiroler Unternehmen und Institutionen wie Swarco, Innio Jenbacher („Power Guardians“), der Uni Innsbruck („Der Vogel aus dem Eis“) oder dem LFI-Tirol genutzt, sondern sind bereits weltweit in Verwendung. „BRP setzt unser VR Job Assessment u. a. in seinen Werken in Mexiko ein, um jährlich über 1.000 BewerberInnen mit der Arbeit am Shopfloor vertraut zu machen“, erklärt Geschäftsführer Christoph Sitar.

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#3 Ein Hirn für den Verkehr

„Bernard Mobility Analyzer“ von Bernard Technologies

Mobilität stellt unsere Gesellschaft vor immer größere Herausforderungen. Die gegebene Infrastruktur kann gerade zu Stoßzeiten das Verkehrsaufkommen kaum noch stemmen. Oder anders gesagt: Viele Autos, wenig Straße. An dieser Problematik hat sich der sogenannte „Bernard Mobility Analyzer“ von Bernard Technologies versucht. Das Kamerasystem erfasst Verkehrsteilnehmer via KI-Sensor – und kann auf diese Weise das Geschehen auf den Straßen besser voraussagen und in Zukunft vielleicht sogar regulieren. Das Tochterunternehmen der Bernard Gruppe arbeitet gerade auch am Einsatz von Drohnen zum gleichen Zweck – ein Projekt, das jedoch noch in den Kinderschuhen steckt.

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#2 Sichtbar werden – auch in der KI-Suche

Evergreen Media

Viele Firmen kämpfen damit, im Netz gefunden zu werden. Bisher ging es vor allem darum, bei der Google-Suche möglichst weit oben zu stehen – zunehmend wichtig ist aber auch die Präsenz in den Antworten von Sprachmodellen wie ChatGPT. Evergreen Media hilft dabei – nicht nur bei „SEO“ (Suchmaschinenoptimierung), sondern auch bei „GEO“. Dieser junge Begriff meint Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen wie eben ChatGPT, aber auch Copilot, Gemini oder Grok. Das Team aus Innsbruck verbindet Inhalte, digitale Pressearbeit und bezahlte Werbung zu klaren Wachstumszielen – und erklärt KundInnen verständlich, wie man KI sinnvoll und datensparsam einbindet.

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#1 Sauber dosiert am Buffet

„Dispenser“ von Darbo

Die Hygieneanforderungen am Frühstücksbuffet steigen – trotzdem muss es für Personal und Gäste unkompliziert bleiben. Eine neue Spenderlösung aus Tirol bringt Aufstriche, Honig oder Creme portionsgenau und ohne Kleckerei auf den Teller. Flaschen tauscht man in Sekunden, Strom braucht es nicht. So hat ein bekanntes Konfitürenhaus aus Stans mit dem „Dispenser“ einen überraschenden Seitenweg gefunden – Darbo denkt Buffet neu.

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13. Januar 2026 | AutorIn: Max Hofer | Foto: Darbo, Evergreen Media, Bernard Technologies, Madiasquad, Mürnseer Musikinstrumentenbau, shutterstock, Riedel Glas, Cropster

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