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Kurioses aus Tirol

Willkommen in der Nische

Kurioses aus Tirol

Willkommen in der Nische

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Ob Harfen aus Kirchdorf, Weingläser aus Kufstein oder Quantencomputer aus Innsbruck – zahlreiche Tiroler Betriebe haben besonders kuriose Produkte oder agieren in höchst spezialisierten Nischenmärkten. Wir stellen Unternehmen vor, die zeigen, wie maßgeschneiderte Expertise „Made in Tirol“ zum Erfolgsfaktor wird.

 

#23 Hören wieder möglich machen

Fällt die Funktion des Innenohrs aus, kommt ein Implantat infrage, das akustische Signale in elektrische Reize für den Hörnerv übersetzt. Ein vom Tiroler Unternehmen Med-EL entwickeltes System, das genau dies ermöglicht, wurde in engem Austausch mit PatientInnen und medizinischen Partnern entwickelt. Es ermöglicht vielen, Sprache wieder besser zu verstehen.

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#22 Mietbarer Hochleistungscomputer

Alpine Quantum Technologies (AQT) – ein Spin-off der Universität Innsbruck – baut Quantencomputer auf Basis von Ionenfallen. Dabei wird ein einzelnes Atom mit Laserlicht „festgehalten“ und als Qubit genutzt. Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Quantencomputer zu nutzen: als Gerät im sogenannten Rack (passt in gängige 19-Zoll-Schränke) für Labore, Rechenzentren oder Unternehmen sowie per Cloud-Zugang zum Ausprobieren. AQT bietet zudem entsprechende Software-Tools, Schulungen und Support an – sodass echte Problemstellungen Schritt für Schritt auf Quantencomputern getestet werden können.

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#21 Vom Webcam-Marketer zum All-inclusive-Reiseabwickler

Feratel entwickelte bereits Anfang der 1990er-Jahre das Panoramabild – ein live gesendetes Wetterpanorama-Fernsehen als touristisches Marketinginstrument. Das war damals derartig kurios, dass dieser Hidden Champion auch in dieser Auflistung nicht fehlen darf. Inzwischen ist die Arbeit des Tiroler Unternehmens aber nicht getan, wenn sich der Gast für den Urlaub entscheidet. Sobald man auf entsprechenden Tourismus-Websites „Jetzt buchen“ klickt, arbeitet im Hintergrund Software, die Zimmer, Gästekarten, Meldedaten und Infos bündelt. Auch solche Systeme werden inzwischen vom Schröcksnadel-Unternehmen entwickelt – das dadurch jedoch nicht mehr als klassisches Nischenunternehmen gilt.

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#20 Unterm Eis liegt der Trick

Kommt der Winter, kommen die Eislaufplätze. Damit diese unkompliziert auf- und wieder abgebaut werden können, bedarf es jedoch eines besonderen Tricks. Unter dem Eis liegen nämlich schwarze Matten mit feinen Schläuchen, durch die kalte Flüssigkeit fließt. Diese sogenannten Absorber machen aus einem Platz innerhalb kürzester Zeit eine Eisbahn – je nach Bedarf für ein Wochenende oder für den ganzen Winter. AST Eis- und Solartechnik in Höfen hat das System perfektioniert und verbraucht damit deutlich weniger Energie als alte Systeme.

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#19 Präzision im Chip-Inneren

Beim Herstellen moderner Elektronik werden winzige Bauteile auf Träger gesetzt und verbunden – schneller als ein Augenblick, präziser als eine ruhige Hand. Maschinen aus Tirol erledigen genau diese Montage, von Leistungselektronik für Autos bis zu Bauteilen im Smartphone. Besi Austria liefert die stille Schlüsseltechnik, ohne die kaum ein Chip funktioniert.

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#18 Punkte statt Pinsel

Teppichdesign sieht nach Handarbeit aus, wird heutzutage aber zunehmend mithilfe von Technik gemacht, die oft aus Tirol stammt. Das Kufsteiner Unternehmen J. Zimmer Maschinenbau entwickelt Maschinen zum Bedrucken verschiedenster Textilien. Voll automatisiert. Das heißt, es geht schnell, spart Farbe und macht komplexe Muster möglich – vom Hotelboden bis zum Stadion-VIP-Bereich.

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#17 Back-up ohne Dieselgeruch

Sechs Motoren stehen bereit, aber statt Diesel verbrennen sie Wasserstoff. Sie springen nur an, wenn das Netz wackelt – etwa bei einem Datencenter in Eindhoven. Aggregate von Innio Jenbacher sind aber nicht nur in Europa im Einsatz, sondern zunehmend auch bei den Datenzentren der US-Tech-Riesen – etwa bei Microsoft, Amazon oder Google. Zuverlässige sowie umweltschonende Back-up-Motoren aus Tirol liegen also nicht nur wegen der Transformation des Energiesystems im Trend.

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#16 Sauber mit System

Hollu unterscheidet sich von vielen Hygieneanbietern vor allem durch den Ansatz „System statt Produkt“. Während andere primär Reinigungsmittel liefern, kombiniert das Zirler Traditionsunternehmen Chemie, Ablaufpläne, Schulungen vor Ort und eine digitale Dokumentation in einem Paket. Kernstück ist der Hygiene- und Prozessmanager NOA, mit dem Betriebe Aufgaben, Nachweise und Audits lückenlos abbilden können – ein Vorteil für Hotels, Küchen und Kliniken, in denen Nachvollziehbarkeit zählt. Aus der 1905 gegründeten Seifensiederei wurde so ein Systemanbieter für Großverbraucher – aktiv in Österreich, Italien und der Schweiz. Hinzu kommt ein klarer Nachhaltigkeitsrahmen: Bereits 2018 integrierte Hollu als eines der ersten Unternehmen der Branche alle 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung in die Unternehmens-strategie.

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#15 Wenn normale Metalle versagen

Stahl ist einigermaßen hitzeresistent. Bei Temperaturen, die über den Resistenzpunkt hinausgehen, kommen jedoch noch wiederstandsfähigere Refraktärmetalle zum Einsatz – oft sind es Molybdän oder Wolfram. Aus ihnen entstehen Teile für Mikrochips, Medizintechnik oder Hochtemperaturöfen. In Reutte bündelt man dafür ein Jahrhundert an Erfahrung: Die Plansee Gruppe entwickelt dabei verschiedenste Produkte – vom Pulver bis zur komplexen Komponente.

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#14 Neues Kupfer aus altem Metall

Was früher Schrott war, wird in Brixlegg zu einem gefragten Rohstoff. In der einzigen Kupferhütte Österreichs konzentriert man sich nämlich seit Jahrzehnten auf das Einschmelzen und Veredeln von Kupferabfällen – vom Kabel bis zum Altgerät. Das Ergebnis ist hochwertiges Kupfer mit besonders kleinem CO₂-Fußabdruck. Bei den Montanwerken Brixlegg funktioniert Kreislaufwirtschaft also im industriellen Maßstab.

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#13 Licht, das Orte verwandelt

Aus vielen kleinen Lichtern entstehen ganze leuchtende Landschaften: Einkaufsstraßen, die Menschen anziehen, Plätze, die nach Feierabend noch lebendig wirken, oder Licht-Installationen wie Lumagica. Dahinter steckt viel Technik: robuste LED-Module, Zeitschalt- oder Dimm-Systeme und viel Erfahrung mit Wetter, Montage und Sicherheit. MK Illumination hat aus dieser Nische ein weltweites Geschäft gemacht.

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#12 Der Ton der Stadt

Glocken werden selten neu gebaut. Doch wenn es so weit ist, zählt die Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr weltweit zu den etablierten Ansprechpartnern. Das traditionsreiche Unternehmen hat seine Glocken etwa bereits nach Russland, China oder auf den Berg Sinai geliefert. Jede Glocke wird berechnet, gegossen und gestimmt – Handwerk und Akustik greifen dabei ineinander.

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#11 Seife, wie sie früher war – nur besser

In Innsbruck hat ein Familienbetrieb die Kernseife auch dann weiterproduziert, als Flüssigprodukte überall üblich waren. Inzwischen nutzt wieder mehr Publikum feste Seife; sie kommt mit weniger Verpackung aus und hält lange. Die Rezepturen wurden angepasst, das Grundprinzip blieb: wenige, klar benannte Bestandteile und ein zurückhaltender Duft. Walde aus Innsbruck bewegt sich damit in einer kleinen, stabilen Nische.

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#10 Maßarbeit auf Rädern

Wenn Standardfahrzeuge nicht reichen, kommt Empl ins Spiel. Das Familienunternehmen aus Kaltenbach baut Sonderaufbauten für Abschlepp- und Bergefahrzeuge (in Europa führend), Industrielöschfahrzeuge und Lösungen für Behörden und Verteidigung. Auch Spezialtechnik wie automatische Nivelliersysteme oder der erste Kühlaufbau auf einen Wasserstoff-Lkw in Österreich stammen aus dem Zillertal. Gefertigt wird fast immer nach Kundenwunsch – von der Spar-Flotte bis zu Unikaten.

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 #9 Der perfekte Röstpunkt

Cropster aus Innsbruck digitalisiert die Kaffeekette – vom Rohkaffee bis zur Tasse. Die Software liest Röstkurven, vergleicht Chargen und macht Qualität messbar statt zufällig. Neu ist eine Plattform für Kaffeehäuser, damit die Zubereitung konstant bleibt – egal wer gerade an der Maschine steht. Als zertifiziertes B-Corp-Unternehmen setzt Cropster auf soziale und ökologische Standards, beschäftigt MitarbeiterInnen aus über 30 Nationen und arbeitet mit KundInnen in mehr als 100 Ländern. Aktuell wächst das Geschäft stark in Asien, wo Spezialitätenkaffee boomt.

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#8 Wärme, die förderbar macht

Wer sein Haus dämmt, spart Energie – und bekommt in Tirol oft eine Förderung, wenn das Material gewisse Umweltstandards erfüllt. Ein spezielles Dämmmaterial auf Polystyrol-Basis, „EPS-F“ genannt, trägt dieses Umweltzeichen. Damit wird die Planung für BauherrInnen einfacher. Der Hersteller Steinbacher Dämmstoffe zeigt, dass kleine Materialentscheidungen große Wirkung haben können.

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#7 Das Glas, das den Wein lenkt

Als Claus Riedel in den 1950er-Jahren die bauchige Eiform fürs Weinglas durchsetzte, ging es nicht um Mode, sondern um Geschmack: Die Form eines Glases beeinflusst nämlich, wie Aromen an die Nase gelangen und damit auch den Geschmack. Bei Riedel Glas in Kufstein wird diese Idee bis heute weitergedacht und Gläser in Millionenauflagen produziert – einige Modelle gelten sogar als Designklassiker und sind im Museum of Modern Art in New York ausgestellt. Hinter dem Ansatz steht jedenfalls die Überzeugung, dass das passende Glas den Charakter des Weins spürbar macht.

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#6 Ein Riff aus Innsbruck

Was in einigen Wohnzimmern als kleines Meer leuchtet, wächst in einer Tiroler Halle heran: Korallen, sorgfältig vermehrt und ohne Wildfänge. Der Weg vom Hobby zum Beruf war für Christian Hepperger lang – heute gedeihen beim Korallenexperten Dutzende Arten, einige davon äußerst selten. Ein Teil geht an lokale Aquaristikfans, spezielle Arten werden meist online aus Deutschland bestellt. Alpenriff zeigt jedenfalls, dass Artenschutz auch in Mini-Riffen beginnen kann.

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#5 Klang aus Holz – von Hand gemacht

In Kirchdorf entstehen seit mehr als einem halben Jahrhundert Harfen, Zithern und Hackbretter. Hier wird Holz nicht nur geformt, sondern zum Klingen gebracht – mit viel Geduld, Gehör und Handwerk. Heute gilt die Werkstatt als größter Hersteller dieser Saiteninstrumente in Österreich. Dabei findet – oder besser gesagt – hört man die klassische Harfe von Mürnseer Musikinstrumentenbau als Solo- und Begleitinstrument auf der ganzen Welt, vor allem aber in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.

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#4 Brillen für eine neue Realität

„XR“ steht für „Extended Reality“, also Anwendungen, die digitale Inhalte als Hologramme in der echten Welt einblenden (AR) oder komplett virtuelle Räume schaffen (VR). Ein Innsbrucker Studio baut daraus Trainings, Verkaufswerkzeuge und Lernanwendungen – vom Job-Assessment bis zum Messe-Game. Mit einem eigenen Mehrspieler-Framework können inzwischen Gruppen mit bis zu sechs Personen gleichzeitig dasselbe Szenario erleben. Dabei werden die XR-Applikationen von Mediasquad nicht nur von Tiroler Unternehmen und Institutionen wie Swarco, Innio Jenbacher („Power Guardians“), der Uni Innsbruck („Der Vogel aus dem Eis“) oder dem LFI-Tirol genutzt, sondern sind bereits weltweit in Verwendung. „BRP setzt unser VR Job Assessment u. a. in seinen Werken in Mexiko ein, um jährlich über 1.000 BewerberInnen mit der Arbeit am Shopfloor vertraut zu machen“, erklärt Geschäftsführer Christoph Sitar.

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#3 Ein Hirn für den Verkehr

Mobilität stellt unsere Gesellschaft vor immer größere Herausforderungen. Die gegebene Infrastruktur kann gerade zu Stoßzeiten das Verkehrsaufkommen kaum noch stemmen. Oder anders gesagt: Viele Autos, wenig Straße. An dieser Problematik hat sich der sogenannte „Bernard Mobility Analyzer“ von Bernard Technologies versucht. Das Kamerasystem erfasst Verkehrsteilnehmer via KI-Sensor – und kann auf diese Weise das Geschehen auf den Straßen besser voraussagen und in Zukunft vielleicht sogar regulieren. Das Tochterunternehmen der Bernard Gruppe arbeitet gerade auch am Einsatz von Drohnen zum gleichen Zweck – ein Projekt, das jedoch noch in den Kinderschuhen steckt.

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#2 Sichtbar werden – auch in der KI-Suche

Viele Firmen kämpfen damit, im Netz gefunden zu werden. Bisher ging es vor allem darum, bei der Google-Suche möglichst weit oben zu stehen – zunehmend wichtig ist aber auch die Präsenz in den Antworten von Sprachmodellen wie ChatGPT. Evergreen Media hilft dabei – nicht nur bei „SEO“ (Suchmaschinenoptimierung), sondern auch bei „GEO“. Dieser junge Begriff meint Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen wie eben ChatGPT, aber auch Copilot, Gemini oder Grok. Das Team aus Innsbruck verbindet Inhalte, digitale Pressearbeit und bezahlte Werbung zu klaren Wachstumszielen – und erklärt KundInnen verständlich, wie man KI sinnvoll und datensparsam einbindet.

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#1 Sauber dosiert am Buffet

Die Hygieneanforderungen am Frühstücksbuffet steigen – trotzdem muss es für Personal und Gäste unkompliziert bleiben. Eine neue Spenderlösung aus Tirol bringt Aufstriche, Honig oder Creme portionsgenau und ohne Kleckerei auf den Teller. Flaschen tauscht man in Sekunden, Strom braucht es nicht. So hat ein bekanntes Konfitürenhaus aus Stans mit dem „Dispenser“ einen überraschenden Seitenweg gefunden – Darbo denkt Buffet neu.

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14. April 2026 | AutorIn: Max Hofer | Foto: Darbo, Evergreen Media, Bernard Technologies, shutterstock (5), Madiasquad, Mürnseer Musikinstrumentenbau, Riedel Glas, Cropster, MK Illumination, Christian Vorhofer, Plansee Group, ELSACO Electronic, Zimmer Austria, Freepik, Dieter Kühl/AQT

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