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Die Saga geht weiter

WK-Präsident Mahrer unter Druck

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WK-Präsident Mahrer unter Druck

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Harald Mahrer bleibt WK-Präsident. Aber seinen Posten bei der Österreichischen Nationalbank lässt er sein. Die Kritik hat gewirkt. Und wird auch eine Untersuchung des Rechnungshofs und weitgehende Veränderungen bei der WK zur Folge haben.

Eigentlich hätte es ja ein sein sollen, als er die Diskussion um die Mitarbeiter-Gehälter der österreichischen Wirtschaftskammer so beenden wollte, dass er sagte, sie werden nicht um 4,2, sondern lediglich um 2,1 Prozent erhöht. Doch da ging es erst richtig los: Denn so ganz zog es Mahrer nicht durch und meinte, dass sie erst Mitte nächsten Jahres und dann um die ursprünglich geplanten 4,2 Prozentpunkte hochgehen sollten. Was im ersten Moment fair klang, sahen viele als Taschenspielertrick. Auf diese Weise würde man die Ausgangslage für Erhöhungen in den Jahren darauf deutlich verbessern.

Rückzug, aber keine Niederlage?

Nun musste Mahrer Federn lassen. Nach der massiven Kritik geriet sein eigenes Gehalt in den Fokus – oder besser gesagt: seine Gehälter. Denn neben seiner Tätigkeit in der Kammer bekleidet Harald Mahrer auch das Amt als Präsident des Generalrats der Österreichischen Nationalbank – auch ein gut dotierter Posten. Heute Morgen trat er also vor die Presse und kündigte an, diesen Job sein zu lassen. Die Kritik "höre und spüre" er. Die Gehaltsanpassung bei den MitarbeiterInnen der WK solle in Zukunft auch anders berechnet werden, so der Präsident. Auch der Rechnungshof meldete sich indessen zu Wort: Man wolle neben der ohnehin geplanten Überprüfung der Gebarung der WK auch die Mehrfachbezüge unter die Lupe nehmen und interne Compliance-Regeln ebenso. Die Geschichte wird also weitere Nachspiele haben.

It's all About the money

Doch was verdient Harald Mahrer eigentlich? 15.158,60 Euro monatlich. Hinzu kommen 6.000 Euro, die er als Wirtschaftsbund-Chef bekommt und bisher kam auch eine monatliche Zahlung von der Österreichischen Nationalbank dazu – insgesamt sicherte ihm alleine die Bank ein Jahresgehalt von 88.000 Euro im Jahr.

Auch die Tiroler Präsidentin schaffte es in nationale Schlagzeilen. Bisher verdiente sie als Tiroler WK-Chefin jährlich 76.867 Euro (monatlich 6.405,58 Euro) – ein Gehalt, das seit Jahrzehnten nicht angepasst wurde, wie ihr Büro erklärte. Nun sind es 124.733 Euro oder 10.394,40 Euro monatlich. Damit befindet sie sich unter den WK-Chefs der Länder im unteren Mittelfeld. Ihr bestverdienender Kollege ist Walter Ruck aus Wien mit 14.075 Euro und der am schlechtesten bezahlte WK-Präsident Österreichs ist Karlheinz Kopf im Ländle mit 6.976,50 Euro. 

10. November 2025 | AutorIn: Haris Kovacevic | Foto: WKÖ

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