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Start-up Hololight

XR-Streaming aus Innsbruck

Das Gründerteam von Hololight (v.l.n.r.): Susanne Haspinger, Florian Haspinger, Alexander Werlberger und Luis Bollinger
Start-up Hololight

XR-Streaming aus Innsbruck

Das Gründerteam von Hololight (v.l.n.r.): Susanne Haspinger, Florian Haspinger, Alexander Werlberger und Luis Bollinger

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Viele Start-ups haben in Tirol bereits kreative Geschäftsmodelle auf die Beine gestellt. In dieser Rubrik wollen wir die heimischen GründerInnen in den Fokus rücken und ihre innovativen Ideen vorstellen. Diese Woche: Hololight.

Wer mit modernen XR-Brillen (XR bedeutet so viel wie „Extended Reality“ und gilt als Sammelbegriff für virtuelle Realität und erweiterte Realität) arbeitet, kennt das Problem: Auf den Geräten selbst fehlt oft die Rechenpower, große Modelle laufen „ruckelig“ und sensible Daten sollen gar nicht erst auf der Brille liegen. Das Team von Hololight versucht mit ihrem Ansatz innovative Lösungen für das Problem zu finden. Dabei berechnet die Software alles auf leistungsstarken Servern und schickt nur das fertige Bild an die Brille – ähnlich wie beim Ansehen eines Films, nur dass die Bilder interaktiv sind.

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Gestreamte Inhalte können auf verschiedenen XR-Brillen laufen - die Rechenarbeit passiert aber auf Servern

 

Gegründet wurde Hololight indes 2015 von Florian Haspinger, Susanne Haspinger, Alexander Werlberger und Luis Bollinger. Heute gibt es Standorte in Innsbruck, in Ismaning bei München und in Durham im Bundesstaat North Carolina.

Was fehlt für erfolgreiche Projekte mit XR-Brillen?

Kurz gesagt, es fehlt an Leistung, Sicherheit und einfacher Verwaltung. Viele Brillen haben eine zu schwache Rechenleistung für große, dreidimensionale Modelle aus den Einsatzbereichen Entwicklung, Produktion oder Schulung. Das führt zu langen Ladezeiten oder verzerrten Bildern. Dazu kommt der Datenschutz – sensible Daten sollen nicht direkt auf den Endgeräten liegen.

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Mit Hololight können Teams an virtuellen dreidimensionalen Modellen diskutieren sowie Kommentare und Markierungen einfügen.

 

Dazu kommt, dass häufig verschiedene Brillenmodelle im Einsatz sind – dadurch wird das Ausrollen und Aktualisieren von Anwendungen für die IT zur Daueraufgabe. Diese Mischung bremste viele Projekte aus, noch bevor sie im Alltag ankamen.

Wie streamt man XR-Apps von Servern auf Brillen – stabil, sicher, skalierbar?

Hololight setzt auf Pixel-Streaming. Die Rechenarbeit passiert also auf zentralen Servern, in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum. Die Brille zeigt das fertige Bild mit sehr geringer Verzögerung, damit Bewegungen natürlich wirken. Gesteuert wird das über Hololight Hub, eine Plattform, die Anwendungen hostet, BenutzerInnen und Geräte verwaltet und die Inhalte ausspielt. Die zugrunde liegende Streaming-Technologie heißt Hololight Stream. Gemeinsam sollen sie eine hohe Bildqualität, klare Versionen der Apps und eine schlanke Geräteverwaltung ermöglichen. Für NutzerInnen heißt das: Anwendung öffnen, verbinden, loslegen – unabhängig vom Brillentyp.

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Daten können vom Laptop direkt auf die XR-Brille gestreamt werden

 

„Unser Anspruch ist es, jede Anwendung in erweiterter oder virtueller Realität kabellos erlebbar zu machen – so einfach wie das Streamen von Filmen“, sagt CEO Haspinger gegenüber top.tirol. Der Gründer verweist zudem auf die Weiterentwicklung der Kerntechnologie und Kooperationen mit Unternehmen wie Nvidia, Qualcomm und Snap, damit das Streaming auf möglichst vielen Geräten zuverlässig funktioniert.

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XR-Brillen blenden Informationen ein, Verwaltung und Ausspielung erfolgen indes über Hololight Hub

 

Was bedeutet Streaming für Branchen mit sensiblen Daten in Zukunft?

Hololight plant, das Plattform-Modell auszubauen und mehr Partner-Anwendungen über Hololight Hub verfügbar zu machen. Frisches Kapital fließt in die Weiterentwicklung der Streaming-Technologie, während auch die Präsenz in Nordamerika wächst. Die Zusammenarbeit mit Snap zielt darüber hinaus darauf ab, Streaming auch auf leichtere Brillen zu bringen. Für Bereiche wie Automobil, Energie oder Maschinenbau bleibt die zentrale Frage für XR-Anwendungen: Wie lassen sich sehr große und sensible Daten sicher und verlässlich anzeigen, egal wo man die Brille trägt. Der Ansatz aus Innsbruck ist es, die Rechenleistung auf Server auszulagern und nur das Bild an die Brille zu schicken. So sollen Daten geschützt werden und die Geräte flüssig arbeiten.

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Neue MitarbeiterInnen können Abläufe am digitalen Zwilling üben, bevor sie an die echte Maschine gehen.

24. September 2025 | AutorIn: Max Hofer | Foto: Hololight

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