Muss sich der Tourismus neu erfinden?

Mit der Bilanz der Wintersaison kann der Tiroler Tourismus zwar zufrieden sein, frei von Herausforderungen ist die Branche aber nicht: Arbeitskräftemangel, Klimawandel und die Energiekrise nennt Theresa Haid, Geschäftsführerin der touristischen Interessengemeinschaft Vitalpin, als die drei zentralsten. 

„Wir können neue Probleme nicht mit alten Konzepten lösen“, sagt die Expertin. Sie fasst in fünf Punkten zusammen, was Unternehmen jetzt tun können, um die aktuellen Probleme zu adressieren:

  • Vorhandenes Arbeitspotenzial anzapfen: Haid denkt dabei vor allem an Mütter, die oft in geringerem Ausmaß berufstätig sind. Damit sie in Tourismus und Gastronomie tätig sein können, braucht es flexible Kinderbetreuung mit entsprechenden Öffnungszeiten. Die könnten TVBs bieten, wenn sie sich zusammenschließen.
  • Vorurteile aufräumen: „Es sind alte Klischees von den Arbeitsbedingungen in der Branche, die so nicht mehr zutreffen“, ist Haid überzeugt. Betriebe müssen also ihr Image abstauben und ihr neues Gesicht besser zeigen.
  • Arbeitgebermarke aufbauen: Employer-Branding muss auch in Hotellerie und Gastronomie aktiv betrieben werden, um am Arbeitsmarkt (positiv) wahrgenommen zu werden.
  • CO2 bilanzieren: „Erst wenn ich weiß, wo ich stehe, kann ich handeln“, so Theresa Haid. Eine CO2-Bilanz lässt sich einfach über verschiedene AnbieterInnen online durchführen und gibt Orientierung in Sachen Ressourcenverbrauch. Auch Kostensteigerungen durch Energiekrise und Inflation werden so ersichtlich.
  • Nudging: Klimafreundlich und kosteneffizient zu agieren, kann charmant sein und Gäste zum Mitmachen animieren. Wer mit Humor erklärt, warum weniger Handtücher verbraucht werden sollten, es nur saisonales Obst zum Frühstück gibt oder die Talabfahrt zu Saisonende nicht mehr in Betrieb ist, bleibt in positiver Erinnerung.

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Muss sich der Tourismus neu erfinden?
Den vielen Herausforderungen im Tiroler Tourismus kann nur mit aktiven und wohlüberlegtem Einsatz begegnet werden.

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