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13.Juli 2023 | Autor: top.tirol Redaktion
Foto: Victoria Hörtnagl
Die Burg Trautson bei Matrei am Brenner wurde von 2017 bis 2023 teilsaniert.
Die Burg Trautson bei Matrei am Brenner wurde von 2017 bis 2023 teilsaniert.

Burg Trautson – Land.Schafft.Kultur

Die Burg Trautson bei Matrei am Brenner wurde von 2017 bis 2023 teilsaniert und durch einen Neubau erweitert. Das kulturhistorisch bedeutende Areal wurde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und soll in neuer Gestalt ein Treffpunkt für Interessierte aus nah und fern werden.

Die Burganlage Matrei Trautson wurde im Jahr 1221 von Graf Albrecht III von Tirol errichtet. Die Anlage wurde mehrmals ausgebaut und erweitert und es gab einige Besitzerwechsel. 1775 brachte sie Maria Josepha von Trautson in die Ehe mit Karl Joseph Fürst Auersperg ein, in deren Familienbesitz sie sich noch immer befindet. Die Burganlage, welche die einzige und größte im nördlichen Wipptal war, wurde kurz vor Kriegsende 1945 durch amerikanische Bomber fast vollkommen zerstört. Nur die Waschküche, einzelne Burgmauern und ein Teil der Kaplanei blieben erhalten.

Vereinsgründung zur Revitalisierung eines Kulturerbes

Einen historisch durchaus bedeutsamen Ort vor dem Verfall bewahren und dabei nicht nur die urigen Burgmauern sanieren, sondern die alten Gemäuer in jungem Glanz wiederzubeleben ist das Ziel des Vereins Schloss Matrei Trautson. Ein neues Kultur- und Veranstaltungszentrum sowie ein Naherholungsgebiet soll im Herzen des Wipptals entstehen. Dabei wurden die alten Burgmauern, die Waschküche und die Kaplanei saniert sowie ein Neubau errichtet, der sensibel auf den historischen Kontext reagiert und dennoch eine ganz eigene, zeitgenössische Architektursprache spricht. Der Neubau wurde von den Architekten Andreas Semler und Gertrud Tauber geplant, die den Wettbewerb „Neubau Trautson“ für sich entscheiden konnten. Mithilfe von Förderungen von Land, Bund und EU über Interreg- und Leader-Projekte sowie Zuschüssen des Planungsverbands und Tourismusverbands Wipptal konnte in 6-jähriger Bauzeit dem Burgareal Trautson neues Leben eingehaucht werden.

Brücken verbinden

Die im Rahmen der Sanierung, entstandene Hängebrücke über die Sill verbindet nicht nur Trautson mit dem gegenüberliegenden Ortsteil Pfons, sondern stellt auch eine symbolische Verbindung der zusammengelegten Gemeinden Matrei-Mühlbachl-Pfons dar. Dass die Burg nun von zwei Seiten erreichbar ist, hat nicht nur den Vorteil, dass man den großen Parkplatz beim Gemeindezentrum Pfons nutzen kann, sondern dass auch ein interessanter Rundwanderweg angeboten werden kann, der beim Bahnhof Matrei startet.  

Feierliche Eröffnung des Neubaus

Der Neubau aus Stampfbeton und Holz, der in Zukunft als Kultur- und Veranstaltungszentrum dienen soll, fügt sich perfekt in das bestehende Areal ein. Für die Bauarbeiten wurden hauptsächlich heimische Firmen beauftragt. Außerdem wurde im Rahmen von Kursen altes Wissen und alte Handwerkstechniken zu den Themen historische Mauerwerke, Putze und Dachkonstruktionen weitergegeben. Im Zuge dieser Kurse wurden die Waschküche und die Burgmauern saniert. Die Räumlichkeiten des Neubaus sind mit modernster Technik ausgestattet, großes Augenmerk wurde natürlich auch auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit gelegt. Der Obmann des Vereins Schloss Matrei Trautson, Alfons Rastner, freut sich über die Fertigstellung seines Herzensprojekts mit den Worten: „Ich bin überzeugt, dass nicht nur Kunst und Kultur, sondern auch Regionalität und Innovationsentwicklung an diesem besonderen Ort stattfinden kann und das Projekt einen enormen Mehrwert für das gesamte Wipptal darstellen wird.“

So wie es auch in Zukunft sein soll, erschienen am ersten Juliwochenende zahlreiche Interessierte zum Tag der offenen Tür auf dem Burgareal Trautson Mit einem schönen Festakt wurde „die Perle des Wipptals“, wie die Burg oft von den Einheimischen genannt wird, eröffnet.

Trautson als Veranstaltungsort

Die inhaltlichen Formate auf Trautson sind die Geschichte der Burg und der Region; Kulinarik; Musik, Kunst und Literatur im ländlichen Raum; Wipptaler Landwirtschaft und Landschaft. Im Rahmen von Ausstellungen, Lesungen, Workshops, Konzerten werden diese Inhalte vermittelt. Außerdem können die Räumlichkeiten für Feiern, Klausuren, Seminare usw. angemietet werden.

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