Universität Innsbruck

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Universität Innsbruck
Universität Innsbruck © Universität Innsbruck
Universität Innsbruck
Adresse: Christoph-Probst-Platz, Innrain 52, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512/507-0
Geschäftsführung: Rektor Herr Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk

Profil

Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – gegründet im Jahr 1669 – ist die größte Universität im Westen Österreichs. An einer traditionellen Nord-Süd-Route gelegen, die Europa verbindet, sind wir international orientiert und regional verankert.

Im Bewusstsein dieser Tradition und ohne Fehler zu vergessen bauen wir Brücken in die Zukunft. Unsere Stärke liegt darin, vermeintlich Gegensätzliches produktiv zu verbinden: global ausgerichtete und regional motivierte Forschungsfragen, selbstbewusste Brüche mit Altbekanntem und bedachter Umgang mit Bewährtem, die Freiheit der Wissenschaft zu nützen und gleichzeitig verantwortungsvoll damit umzugehen. In dieser ausgewogenen Vielfalt agieren wir aus und in der Mitte der Gesellschaft.

Das spiegelt sich auch in unseren aktuellen Forschungsschwerpunkten wider: Hierzu gehören Alpiner Raum – Mensch und Umwelt, Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte, Molekulare Biowissenschaften sowie Physik, Wirtschaft, Politik & Gesellschaft (EPoS) und Scientific Computing. Die Erkenntnisse aus unserer Forschung stellen wir der Gesellschaft zur Verfügung, um fundierte Debatten streitbar inner- und außerhalb der Wissenschaft anzustoßen und weiterzuentwickeln.

Zum Leitbild: https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/leitbild.html

Kennzahlen

  • 5.270

  • 5.101

  • 5.006

  • 4.825

Mitarbeiter *
  • 314.274.000

  • 308.400.000

  • 301.300.000

  • 287.600.000

Umsatz *
  • 7

Standorte *
Auszeichnungen
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Auf ein Gespräch mit ...

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk Rektor
Rektor

Was ist das Besondere an der Universität Innsbruck?

Unsere Universität hat österreichweit das breiteste Angebot. Dieses reicht von der Architektur, über die Technischen Wissenschaften, die Wirtschaftswissenschaften und die Naturwissenschaften bis zur Lehrer*innenbildung, den Geisteswissenschaften, der Theologie und den Rechtswissenschaften. Das bietet viele Anknüpfungspunkte für die Gesellschaft und die Wirtschaft.

Wo liegen ihre Stärken?

Diese große Vielfalt führt zur Chance, das interdisziplinär zu nutzen und entsprechend vielseitig zu lehren und zu forschen. Die Grundlage dafür bildet unser sehr erfolgreiches Forschungsschwerpunktsystem mit den sieben Schwerpunkten Alpiner Raum, Digital Science Center, Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte, Molekulare Biowissenschaften, Physik, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Scientific Computing.

Die Universität Innsbruck hatte vor kurzem ihr 350-Jahr-Jubiläum, was waren die wichtigsten Ereignisse in ihrer Geschichte?

In 350 Jahren wechselvoller Geschichte gibt es natürlich viele markante Zeitpunkte. Sehr erfolgreiche mit vier Nobelpreisen und sehr dunkle, wie die Zeit der NS-Diktatur. Für mich sind zwei Meilensteine wichtig: Die Gründung und der Bau einer Technischen Fakultät in den 1960ern und die Einführung des Universitätsgesetzes 2003, eine Jahrhundertchance die uns die Gelegenheit gab, unternehmerisch und weitgehend selbstbestimmt zu gestalten.

Sie ist die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung im Westen Österreichs. Was heißt das für die Region?

Wir sind sowohl kulturell als auch wirtschaftlich ein wichtiger strategischer Partner und Impulsgeber für unsere Region. Mit unserer Beteiligungsholding fördern wir junge Talente in derzeit 19 Unternehmensbeteiligungen und tragen so unser Wissen und unsere Erkenntnisse in die Wirtschaft und die Gesellschaft. Unsere jährlich mehr als 4.500 Absolventinnen und Absolventen sind in allen Bereichen unserer Gesellschaft tätig und fördern den kulturellen und intellektuellen Reichtum unseres Landes.

Die Uni ist auch eine der größten Arbeitgeberinnen in Tirol. Was zeichnet sie hier aus?

Unsere Uni ist anregende Forschungsstätte und sicherer Arbeitsplatz für mehr als 5.000 Mitarbeitende. Gerade die große Vielfalt an Forschungsbereichen, Berufen und Persönlichkeiten zeichnet sie als Arbeitgeberin aus. Besonderen Wert legen wir auf Raum für Kreativität, die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie und gelebte Diversität. Das schätzen auch unsere Mitarbeitenden und dafür haben wir bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. 

Sie haben hier studiert und als Physiker geforscht. Wie sehen Sie – heute als Rektor – die Entwicklung „Ihrer“ Universität?

Während meiner Studienzeit in den 1960er Jahren waren die Bedingungen alles andere als optimal: Überfüllte Hörsäle und zu wenige Lehrende waren an der Tagesordnung. Das wurde mir richtig bewusst, als ich nach meinem Doktorat für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt in den USA war. Österreich lag damals, international verglichen, weit zurück. Mittlerweile hat die Universität Innsbruck enorm aufgeholt, hat einen sehr guten Ruf und gehört zu den Top-2-Prozent aller Hochschulen weltweit. Heute ist Innsbruck eine einzigartige und sehr attraktive Universitätsstadt für Studierende und Gelehrte aus der ganzen Welt – daran gibt es keinen Zweifel.

Wohin soll bzw. wird sich die Uni Innsbruck künftig entwickeln?

Unsere Gesellschaft steht nicht nur wegen der aktuellen Pandemie vor großen Herausforderungen: Allein der Klimawandel mit all seinen Konsequenzen oder die Frage der Migration tangieren bereits nahezu alle unserer Forschungsschwerpunkte. Hier vorauszudenken, Ideen zu entwickeln und Lösungen anzubieten – gerade auch in unserem direkten Umfeld – das wird unser Weg sein müssen.

Welche Herausforderungen gilt es dabei zu meistern?

Die Herausforderung liegt darin, vorausschauend zu planen, also freiwerdende Professuren so zu gestalten und zu besetzen, dass diese zum Gesamtsystem passen und einen Mehrwert für die Erforschung der oben beschriebenen Zukunftsfragen bringen. Und dann geht es natürlich darum, diese Erkenntnisse in die Lehre zu übersetzen, die künftig auch deutlich digitaler und noch interdisziplinärer werden wird.

Mitarbeiter-Benefits

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  • Aus- und Weiterbildung
    Barrierefreiheit
    Flexible Arbeitszeit
    Home Office
    Mitarbeiter-Events
    Parkplatz
    Paten- & Mentoren Programm
  • Kantine
  • Betriebsarzt
    Fitnessangebote
    Gesundheitsmaßnahmen
  • Gute Anbindung
    Mitarbeiterhandy
    Verkehrsmittelzuschuss
    Geschäftsreisen
  • Betriebliche Altersvorsorge
    Bildungskarenz,Auszeit
    Kinderbetreuung
    Mitarbeiterdarlehen
    Mitarbeitervergünstigungen

Offene Lehrstellen:

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ApplikationsentwicklerIn - Coding Innsbruck-Stadt
Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn Innsbruck-Stadt
Bürokaufmann/frau Innsbruck-Stadt
FacharbeiterIn Gartenbau Innsbruck-Stadt
Finanz- und RechnungswesenassistentIn Innsbruck-Stadt
Informationstechnolog(e)in - Systemtechnik Innsbruck-Stadt
LabortechnikerIn (Modullehrberuf) Innsbruck-Stadt
SportadministratorIn Innsbruck-Stadt

Meilensteine

  • Zuwachs: Die Universität Innsbruck übernimmt das bisher eigenständige „Institut für angewandte Rechts- und Kriminalsoziologie“ in Wien und erhält somit einen weiteren Außenstandort.

    Einen detailierten Einblick in die über 350 Jahre Universität Innsbruck finden Sie hier: https://www.uibk.ac.at/350-jahre/jubilaeum/geschichte.html.de

  • Neubau: Spatenstich für das neue Universitätsgebäude am Innrain 52a.

  • Die Universität Innsbruck feiert ihr 350-Jahr-Jubiläum.

  • Unistadt Landeck: Am 29. September 2014 begann das Bachelorstudium „Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus“ in Landeck. Das Studium wird vom Land Tirol gefördert und von der Universität Innsbruck und der UMIT in Hall gemeinsam durchgeführt.

  • Das im Mai 2012 eröffnete Centrum für Chemie und Biomedizin am Innrain beherbergt auf 35.000 Quadratmetern Institute, Hörsäle und Seminarräume der Universität Innsbruck und der Medizinischen Universität.

  • Zwei Unis: Das Universitätsgesetz 2002 wurde 2004 umgesetzt, die Medizin-Fakultät wurde eine eigenständige Universität. An der Stamm-Uni werden die sechs verbliebenen Fakultäten zur Profilschärfung in fünfzehn neue Fakultäten geteilt.

  • Das neue Gebäude der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wurde im Herbst 1998 fertiggestellt, im März 1999 folgte die offizielle Eröffnung. Der Spatenstich war am 24. Oktober 1996 erfolgt. 

  • GEIWI-Turm und Bruno-Sander-Haus: 1981 wurden die neuen Gebäude der Geistes- und der Naturwissenschaftlichen Fakultät am Innrain ihrer Bestimmung übergeben. Baubeginn war 1976.

  • Die Universitäts-Sportanlagen am alten Tiergartengelände (Fürstenweg) im Westen der Stadt wurden 1975 eröffnet. Bereits 1968 wurde ein sportwissenschaftlicher Lehrstuhl an der Philosophischen Fakultät eingerichtet, der erste in Österreich. 

  • Nach Auflösung des Jesuitenordens 1773 wurde dessen damaliges Gebäude in der heutigen Universitätsstraße frei, die Universität kann einziehen. Heute beherbergt das Gebäude in der Universitätsstraße die Theologische Fakultät.

  • Die Universität Innsbruck wurde 1669 unter Kaiser Leopold I. gegründet, der Unterricht in die Hände des Jesuitenordens gelegt. Die ersten Vorlesungen fanden n der Herrengasse in Innsbruck statt.

  • Kaiser Franz I. bewilligte unter restriktiven Bedingungen die Wiedererrichtung der Universität, seither nennt sie sich Leopold-Franzens-Universität.

  • Im Zuge einer Bildungsreform von Kaiser Joseph II. wurde die Universität Innsbruck in ein vollwertiges Lyzeum umgewandelt.

  • Kaiser Leopold II., der seinem Bruder Joseph II. 1790 auf den Thron gefolgt war, kam einer Petition der Tiroler Landstände nach und richtete die Universität mit ihren vier Fakultäten (Philosophische, Juridische, Theologische und Medizinische Fakultät) wieder ein.

  • Neuer Campus im Westen: 1966 wurde nach längeren Verhandlungen die Neugründung der damals fünften Fakultät, der „Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur“, genehmigt. Im Wintersemester 1969/70 nahm die neue Fakultät in neuen Gebäuden am Campus Technik ihren Betrieb auf, 149 Studierende zählte sie in ihrem ersten Semester.

  • Die Gebäude der damals „neuen Chemie“ am Innrain (52a) wurde im Dezember 1963 eröffnet. Anlässlich der Olympischen Winterspiele in Innsbruck 1964 diente es als Pressezentrum, ab 1965 und bis 2013 war es als Gebäude der chemischen Institute in Betrieb.

  • Die offizielle Wiedereröffnung als Universität Innsbruck fand Mitte September 1945 statt. In diesem Jahr erreichte die Universität mit 4.185 Inskribierten einen neuen Höchststand an Studierenden, die Zahl nimmt in den Folgejahren aber wieder ab.

  • Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein, NS-Studenten und -Professoren verlangten die Enthebung von Rektor Karl Brunner. Schon am 14. März unterzeichnete Brunner seinen Rücktritt, Harold Steinacker wurde Nachfolger. Ebenso rasch und ohne Widerstand von Seiten der Universität ging ihre Gleichschaltung mit jenen des Deutschen Reiches und ihre Umbenennung in „Alpenuniversität“ vor sich. Als erste Maßnahme stand die „Säuberung“ des Professorenkollegiums von jüdischen Mitgliedern auf dem Plan.

  • Der in Graz geborene Physiker Victor Franz Hess wurde 1931 Vorstand des neu gegründeten Instituts für Strahlenforschung an der Universität Innsbruck. Noch während seiner Tätigkeit in Innsbruck erhielt er 1936 gemeinsam mit dem Amerikaner Carl David Anderson den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung der Kosmischen Strahlung.

  • 1924 wurde das neue Gebäude am Innrain der Universität übergeben und bezogen, es ist bis heute Hauptgebäude der Uni Innsbruck. Bald darauf wurde auch das alte Hauptgebäude in der Universitätsstraße grundlegend renoviert.

  • Durch die Nähe zum Kriegsschauplatz wurden die neu errichteten, von der Universität noch gar nicht bezogenen Räumlichkeiten am Innrain als Militärspital genutzt: Im Bibliotheksgebäude war eine chirurgische Station untergebracht. 186 Angehörige der Universität ließen im 1. Weltkrieg ihr Leben.

  • Die Historikerin Adelheid Schneller wurde im Dezember 1907 mit der Arbeit „Der Brüssler Friede von 1516“ als erste Frau an der Universität Innsbruck promoviert. Bis 1918 wurden nur fünf Frauen an der Philosophischen und vier an der Medizinischen Fakultät promoviert.

  • Für das Studienjahr 1897/98 wurden erstmals Frauen als ordentliche Hörerinnen zugelassen, allerdings nur für die Philosophische Fakultät. Zugleich gibt es erstmals mehr als 1000 Studierende. Um die Jahrhundertwende wurden die Rufe nach Sanierung oder Neubau des Hauptgebäudes immer lauter.

  • Große Universitätsreform: Die Philosophische Fakultät wurde nun zu einer vollwertigen, den anderen Fakultäten gleichgestellten Einrichtung gehoben. Die Theologische Fakultät wurde 1857 als Jesuiten-Fakultät installiert. Noch fehlte die Medizinische Fakultät, sie wurde nach zähen Verhandlungen erst 1869 wieder eingerichtet.

  • Im Pressburger Frieden 1805 wurde Tirol an Bayern abgetreten. Die Universität nannte sich ab nun, dem bayerischen König Maximilian huldigend, „Leopoldino-Maximiliana“. 1810 wurde sie erneut in ein Lyzeum umgewandelt.

  • Die Abschaffung der Studiengebühren ab dem Wintersemester 1972/73 ließ sowohl die Zahl der Studierenden rasch steigen. Im Wintersemester 1974/75 überstieg die Studierendenzahl in Innsbruck erstmals die 10.000er-Marke.


In Europa vernetzt

Die Universität Innsbruck ist Mitglied des Universitätsnetzwerks Aurora, das 2016 gegründet wurde und heute neun forschungsstarke Universitäten aus ganz Europa – von Neapel bis Island – umfasst. Auf diesem Netzwerk aufbauend entstand 2020 die Aurora European Universities Allianz. Das gemeinsame Ziel der Aurora-Universitäten ist es, die akademische Exzellenz in Bildung und Forschung zu nutzen, um den gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Als Rahmen dienen dafür die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, deren Verbreitung und Umsetzung wissenschaftlich und gesellschaftlich unterstützt werden soll. 

Es werden aber auch neue Wege beschritten: Bereits im Rahmen von einzelnen Lehrveranstaltungen werden innovative Mobilitätsangebote verankert – nicht nur physisch, sondern insbesondere auch digital. So können viele Studierende inter- und transkulturelle Erfahrungen sammeln, ihr Fachwissen in den Aurora-Kernthemen vertiefen und insgesamt vom erweiterten Lehrangebot profitieren.


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