Bei der diesjährigen Generalversammlung des Vereins VITALPIN im BTV Stadtforum standen innovative Ansätze für einen nachhaltigen und ganzjährigen Alpentourismus im Zentrum. Martin Hug, CEO der Zermatt Bergbahnen AG, gab in seiner Keynote Einblicke in die touristische Entwicklung der Schweizer Top-Destination und stellte dabei auch konkrete Projekte vor, die künftig die Lebensqualität für Gäste und Einheimische steigern sollen. Gleichzeitig präsentierte VITALPIN neue Initiativen für das Jahr 2026 – mit starker Beteiligung aus Tirol, Südtirol, Deutschland und der Schweiz.
Der Alpenraum steht vor vielfältigen Herausforderungen, wenn es um den Spagat zwischen wirtschaftlichem Erfolg, ökologischer Verantwortung und sozialer Verträglichkeit geht. Genau hier setzt der Verein VITALPIN an – mit einem grenzüberschreitenden Netzwerk, das Lösungen für den alpinen Raum erarbeitet. Geschäftsführer Manuel Lutz eröffnete die Veranstaltung mit dem Appell: „Der Tourismus im Alpenraum braucht nachhaltige Strategien – für Natur, Menschen und Unternehmen.“ Die Generalversammlung vereinte Vertreter:innen aus allen vier Mitgliedsländern und bot Raum für Austausch, Inspiration und Kooperation.
Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte VITALPIN zahlreiche Initiativen angestoßen, um Wissenstransfer und Dialog unter Touristikern zu fördern. Dazu gehörten u. a. eine Podiumsdiskussion zum alpinen Sommertourismus, ein Webinar zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für Betriebe in Kooperation mit Banken sowie praxisorientierte Impulse zur Medienarbeit. Für die kommenden Monate sind neue Themenschwerpunkte wie Wissensreihen zu CSR und Best-Practice-Beispielen in Planung – insbesondere für kleine und mittlere Betriebe im alpinen Raum.
Martin Hug, CEO der Zermatt Bergbahnen AG, präsentierte den VITALPIN-Mitgliedern eindrucksvolle Zahlen und weckte damit großes Interesse im Publikum.
Ein besonderes Highlight der Generalversammlung war die Keynote von Martin Hug. Unter dem Titel „Die Erfolgsgeschichte Zermatts: Gestern – Heute – Morgen“ zeichnete er die Entwicklung der Destination seit der Fusion der Bergbahnen im Jahr 2002 nach – ein Schritt, der den Grundstein für mutige Investitionen und die Positionierung als Ganzjahresdestination gelegt hat. Mit jährlich 1,3 Millionen Übernachtungen im Winter und 1,2 Millionen im Sommer zeigt sich Zermatt als eine der erfolgreichsten alpinen Destinationen Europas. Über 800 Millionen Euro wurden bislang in Infrastruktur und Qualität investiert.
Zentrale Zukunftsvision von Zermatt ist laut Hug die hohe Lebensqualität für Gäste und Einheimische – gestützt durch Digitalisierung und Kooperationen. Ein konkretes Beispiel dafür ist das neue „Matterhorn Alpine Crossing“, ein innovatives Gepäcktransportsystem zwischen Zermatt und Cervinia, das am 1. November 2025 startet. Gäste können ihr Gepäck künftig wie am Flughafen aufgeben und am Zielort bequem wieder abholen – ein Meilenstein für den grenzüberschreitenden Komfort im Skigebiet mit über 360 Pistenkilometern.
Darüber hinaus setzt Zermatt auch künftig auf nachhaltige Entwicklung und alpine Innovationskraft: Geplant sind eine zweistufige Aussichtsplattform am Gipfel für wetterunabhängige Erlebnisse, ein Multifunktionsspeicher zur Retention von Schmelzwasser aus dem Monte-Rosa-Gebiet sowie eine Hochgebirgs-Photovoltaikanlage, um auch im Sommer die Energieversorgung – etwa für Beschneiungsanlagen – abzusichern. Diese Projekte sind Teil einer langfristigen Energiestrategie im Einklang mit der Schweizer Energiestrategie 2050.
Im Anschluss an den offiziellen Teil bot sich reichlich Gelegenheit zum Netzwerken und zum Austausch über die bevorstehende Wintersaison.
Für VITALPIN und seine Partner war die Generalversammlung 2025 ein weiterer Schritt hin zu einem vernetzten, lernenden Alpenraum. „Die Einblicke aus Zermatt sind ebenso beeindruckend wie das Matterhorn selbst. Solche Ideen zeigen, dass Innovation, Nachhaltigkeit und Tourismus kein Widerspruch sein müssen“, fasste Manuel Lutz abschließend zusammen. Die Kooperation zwischen den Regionen bleibt auch 2026 zentraler Bestandteil der VITALPIN-Strategie – mit Tirol als aktiver Drehscheibe im Herzen des Alpenraums.
Fazit: Gemeinsame Visionen für einen zukunftsfähigen Alpenraum
Die VITALPIN-Generalversammlung 2025 in Innsbruck zeigte eindrucksvoll, wie regional übergreifende Zusammenarbeit im Tourismus aussehen kann. Mit Zermatt als Best-Practice-Beispiel wurde deutlich: Mutige Investitionen, technologische Innovationen und der Fokus auf Lebensqualität sind die Erfolgsfaktoren für nachhaltigen Alpentourismus. Tirol und seine Partnerregionen spielen dabei eine Schlüsselrolle – als Ideengeber, Vernetzer und Umsetzer.
v.l. Meinrad Wilfling (Vorstand der Mayrhofner Bergbahnen), Michaela Burger (Seilbahnerin), Claudia Plangger (Prokuristin Seilbahn Komperdell GmbH Serfaus Claudius Kaloczy (Vorstand medAlp Tirol),
v.l. Martin Pregenzer (Geschäftsführer Bergbahnen Fiss-Ladis), Lucky Rauscher (SAAC), Paul Jakomet (Präsident Ortler Skiarena)
v.l. Roland Niedermayr (Geschäftsführer POOL ALPIN), Julia Fenneberg (Lech Zürs Tourismus), Jürgen Pichler (Marketingleiter Doppelmayr), Christian Steinmayr (Geschäftsführer Steinmayr & Co.)
v.l.: Helmuth Grünbacher (Geschäftsführer Skiliftgesellschaft Hochfügen GmbH), Sophia Oberjakober (Geschäftsführerin des Mobilitätskonsortiums Südtirol), Josef Reiter (Vorstand Mayrhofner Bergbahnen), Michael Falkner (Prokurist BTV, Geschäftsbereich Tourismus/ Regionaler Geschäftsleiter), Oskar Schenk (Filialleiter von DEMACLENKO Österreich und Deutschland), Andreas Dorfmann (CEO Kronplatz).
v.l. Paul Jakomet (Präsident der Ortler Skiarena), Manuel Lutz (Geschäftsführer VITALPIN), Martin Hug (CEO Zermatt Bergbahnen AG), Elmar Pichler Rolle (Obmann VITALPIN), Silvio Schmid (Bergbahnen Graubünden)
v.l. Robert Klauser (Geschäftsführer Infomax), Julia Fenneberg (Lech Zürs Tourismus), Jürgen Pichler (Marketingleiter Doppelmayr), Katja Jast (Vitalpin), Franz Xaver Gruber (Geschäftsführer Bergbahnen Sitour)
v.l. Michaela Burger (Seilbahnerin), Claudius Kaloczy (Vorstand medAlp Tirol), Viktoria Haberl (Fachverband Seilbahnen, WKO), Claudia Plangger (Prokuristin Seilbahn Komperdell GmbH Serfaus)
VITALPIN-Vorstand, v.l. Alfred Aberer (Generalsekretär Handelskammer Bozen), Manuel Lutz (Geschäftsführer Vitalpin), Elmar Pichler Rolle (Obmann VITALPIN), Jürgen Pichler (Marketingleiter Doppelmayr), Viktoria Haberl (WKO), Josef Reiter (Vorstand Mayrhofner Bergbahnen), Silvio Schmid (Bergbahnen Graubünden)
v.l. Reinhard Klier (Fachgruppenobmann des Tiroler Seilbahnverbandes), Patricio Hetfleisch (Prokurist Tirol Werbung), Philip Haslwanter (Geschäftsführer. Bergbahnen Kühtai)