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Tirol Milch, Tiwag und MCI

Nachhaltiges Pilotprojekt gestartet

Gelungene Kooperation (v.l..): Martin Pillei (MCI), Thomas Gasser (Tiwag), Josef Braunshofer (Geschäftsführer Berglandmilch), Daniel Wibmer (Tiwag), Stefan Lindner (Obmann Berglandmilch).
Tirol Milch, Tiwag und MCI

Nachhaltiges Pilotprojekt gestartet

Gelungene Kooperation (v.l..): Martin Pillei (MCI), Thomas Gasser (Tiwag), Josef Braunshofer (Geschäftsführer Berglandmilch), Daniel Wibmer (Tiwag), Stefan Lindner (Obmann Berglandmilch).

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Seit 1. Jänner 2025 beliefert die Tiwag-Tiroler Wasserkraft alle Standorte der Berglandmilch in Österreich mit sauberer Energie. Eine längere Zusammenarbeit gibt es bereits für den Berglandmilch Standort in Wörgl. Dort werden die Produkte der Marke Tirol Milch hergestellt. In Zusammenarbeit mit dem MCI wurde zuletzt ein innovatives Pilotprojekt umgesetzt, das nun österreichweit ausgerollt wird. „Konkret geht es darum, die thermische Speicherfähigkeit des Kühllagers zu nutzen, um den Stromverbrauch künftig in emissionsarme und günstige Zeiten zu verlagern“, informiert Tiwag-Projektleiter Daniel Wibmer.

Berglandmilch betreibt in Wörgl ein großes Hochregallager mit bis zu sechstausendachthundert Palettenstellplätzen. Der Jahresverbrauch für Kühlung, Lüftung und Eiswasserkreislauf lag bisher bei dreieinhalb Millionen Kilowattstunden, das sind circa sechzehn Prozent des Gesamtstromverbrauchs. Ein Forschungsteam des MCI hat jetzt einen digitalen Zwilling des Kühllagers erstellt, der es ermöglicht, unterschiedliche Temperaturszenarien durchspielen zu können. Dafür mussten auch die einzelnen Produkte im Modell abgebildet werden: Butter hat beispielsweise andere thermische Eigenschaften als Milch oder Joghurt. Insgesamt werden am Standort Wörgl dreihundert verschiedene Produkte produziert und anschließend eingelagert.

„Die Sicherstellung der Produktqualität hat stets oberste Priorität“, betont Josef Braunshofer, Geschäftsführer der Berglandmilch. „Ein Temperaturbereich zwischen 3 und 5 Grad Celsius hat keine negative Auswirkung auf die Kühlkette, kann aber als thermischer Speicher dienen.“ Seit dem heurigen Winter läuft ein entsprechender Testbetrieb: Dabei lag die Speicherdauer bei bis zu zehn Stunden am Tag und Berglandmilch konnte in der Folge einen Teil des Stromverbrauchs in Zeiten verlegen, zu denen der Strompreis günstiger ist.

„Die ersten Ergebnisse dieses Pilotprojekts sind tatsächlich sehr erfreulich: Bei entsprechender Nachhaltigkeit können wir unseren Stromeinsatz künftig nicht nur wesentlich effizienter steuern, sondern auch die Gesamtkosten reduzieren und damit den Standort stärken“, freut sich Braunshofer. Wie genau sich die Optimierung nämlich im Sommer - bei hohen Außentemperaturen - verhält, wird sich erst zeigen. Derzeit wird mit einer Einsparung im Bereich von rund 20.000 Euro jährlich gerechnet.

Tiwag-Vorstandsdirektor Thomas Gasser ist jedenfalls überzeugt: „Die Projektpartner haben mit diesem innovativen Projekt gezeigt, dass durch die Kombination von technischem Know-How, energiewirtschaftlicher Expertise und Digitalisierung noch viele versteckte Potentiale in der Tiroler Industrie gehoben werden können. Entsprechend sind wir bereits mit vielen weiteren Betrieben im Austausch, um entsprechende Projekte anzustoßen.“ 

03. April 2025 | AutorIn: PM/Tiwag | Foto: Tiwag/Vandory

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