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Kenya Cares

„Ohne Integration bringt das alles nichts.“

Kenya Cares bringt österreichische Arbeitgeber mit qualifizierten, integrationswilligen kenianischen Talenten zusammen.
Kenya Cares

„Ohne Integration bringt das alles nichts.“

Kenya Cares bringt österreichische Arbeitgeber mit qualifizierten, integrationswilligen kenianischen Talenten zusammen.

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Ivy Kibandi-Hourmont ist die Gründerin und treibende Kraft hinter Kenya Cares, einer Initiative, die kenianische Fachkräfte mit Arbeitgebern in Tirol zusammenbringt. Mit ihrer Initiative setzt sie auf Zuwanderung als Chance, die nur durch gelungene Integration funktioniert.

Agenturen, die Arbeitskräfte aus dem Ausland nach Tirol bringen, gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Es scheint, als ob die Fachkräftenot – vor allem im medizinischen und touristischen Bereich – diesbezüglich mehr Quantität als Qualität hervorgebracht hat.

„Ohne Integration bringt das aber alles nichts“, meint Ivy Kibandi-Hourmont. Sie will mit ihrer Initiative „Kenya Cares for Tirol“ genau dort ansetzen. „Unsere Vision ist es, Brücken zu bauen, die sowohl Kenianerinnen als auch Tiroler Unternehmen neue Perspektiven eröffnen.“ Für sie ist die Verbindung zwischen den beiden Regionen nicht zufällig. Ivy stammt selbst aus Kenia und lebte dort viele Jahre gemeinsam mit ihrem Tiroler Mann Andrew. Seit über einem Jahr haben die beiden ihren Lebensmittelpunkt wieder nach Innsbruck verlegt. Eine von vielen Besonderheiten gründet in diesem Umstand: Ivy und Andrew kennen beide Welten. Und wollen diese jetzt sinnstiftend zusammenführen.

Um Integration erfolgreich zu leben, setzt Kenya Cares auf drei Grundprinzipien:

  1. Wertegleichheit! Es werden nur Arbeitskräfte vermittelt, die einerseits christlichen Glaubens sind und andererseits die gleiche Wertewelt wie Europa im Allgemeinen und Tirol im Speziellen teilen. Kenya Cares meint dazu: „Unsere Religion ist christlich, wie auch in Tirol, und das schafft eine gemeinsame Basis für gegenseitiges Verständnis und Respekt.“
  2. Female Empowerment! Kenya Cares vermittelt ausschließlich Frauen als Arbeitskräfte und will damit seinen Teil zur Stärkung der Frauen in Kenya und für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt leisten. Kenya Cares dazu: „Kenia hat so viele gebildete, weibliche Fachkräfte zu bieten, die zu Hause weit unter ihrem Wert geschlagen werden.“
  3. Lernbereitschaft! Kenya Cares vermittelt ausschließlich lernbereite und bereits gut ausgebildete Fachkräfte mit dem Versprechen, dass die Sprache den wichtigsten Baustein zur Integration leistet. Kenya Cares meint dazu: „Wir Kenianerinnen genießen ein sehr strenges Schulsystem und lernen von Anfang an, wie man richtig lernt.“

Deutsche Sprache schwere Sprache.

„Kenianerinnen sprechen im Schnitt mindestens drei Sprachen und haben dadurch einen guten Startvorteil eine weitere, in diesem Fall Deutsch, zu erlernen“, erklärt Kibandi-Hourmont den Unterschied zu Ländern, die im Schulsystem nur eine Sprache weitergeben. 

Deutsch zählt zu den am schwersten erlernbaren Sprachen. Deshalb ist es extrem wichtig, dass man Menschen für den heimischen Arbeitsmarkt findet, die überhaupt wissen, wie man eine Sprache erlernen kann. Gerade mit Personen aus spanisch-sprachigen Ländern häufen sich Erfahrungen, die verdeutlichen, dass Deutsch oft nur sehr schwer und manchmal leider auch gar nicht zu erlernen ist.

Das Ehepaar Ivy und Andrew Hourmont von Kenya Cares sie bringen österreichische Arbeitgeber mit qualifizierten integrationswilligen Talenten aus Kenia zusammen 

Das Ehepaar Ivy und Andrew Hourmont von Kenya Cares - sie bringen österreichische Arbeitgeber mit qualifizierten, integrationswilligen Talenten aus Kenia zusammen.

Warum sind Kenianerinnen die idealen Arbeitskräfte für Tirol?

„Unsere Kandidaten sind bestens vorbereitet und bringen eine starke Lernbereitschaft mit. Sie sind zudem sehr integrationswillig, was den Prozess auf beiden Seiten erleichtert“, erklärt Kibandi-Hourmont die Vorzüge kenianischer Fachkräfte. Außerdem passt Kenia kulturell und wirtschaftlich gut zu Tirol: „Unsere Länder ergänzen sich wunderbar, und gerade das macht die Zuwanderung so erfolgversprechend.“

Mit dem Projekt Kenya Cares setzt Ivy Kibandi-Hourmont ein wichtiges Zeichen, wie Arbeitsmigration aktiv gestaltet werden kann – nicht nur als eine ökonomische Notwendigkeit, sondern als eine Brücke zwischen Kulturen, die auf Ähnlichkeiten und gegenseitiger Wertschätzung fußt. „Integration gelingt nur, wenn wir die Menschen mit Herz und Verstand begleiten“, so Ivy Kibandi-Hourmont, die Unternehmerin mit sozialer Mission und den Blick auf eine gemeinsame Zukunft richtet.

Kenya Cares

Unsere diplomierten Krankenschwestern sind vom Nursing Council of Kenya (NCK) akkreditiert und werden in einem strengen dreijährigen Programm ausgebildet, das Unterricht, Klinikaufenthalte und Gesundheitsförderung auf Gemeinschaftsebene miteinander verbindet.

Kenya Cares auf einen Blick

  • Gründerin: Ivy Kibandi Hourmont  
  • Ziel: Vermittlung qualifizierter kenianischer Arbeitskräfte nach Tirol  
  • Besonderheit: Fokus auf Integration durch gemeinsame Werte und Sprachaffinität 
  • Zielgruppe: Tiroler Unternehmen, die Fachkräfte suchen

Mit dem Projekt Kenya Cares setzt Ivy Kibandi-Hourmont ein wichtiges Zeichen, wie Arbeitsmigration aktiv gestaltet werden kann – nicht nur als eine ökonomische Notwendigkeit, sondern als eine Brücke zwischen Kulturen, die auf Ähnlichkeiten und gegenseitiger Wertschätzung fußt. „Integration gelingt nur, wenn wir die Menschen mit Herz und Verstand begleiten“, so Ivy Kibandi-Hourmont, die Unternehmerin mit sozialer Mission und den Blick stets auf eine gemeinsame Zukunft gerichtet.

08. September 2025 | AutorIn: David Wintner | Foto: Kenya Cares

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