Nach sieben Jahrzehnten Unternehmensgeschichte geht die RIEDERBAU GmbH einen strategisch vorbereiteten Schritt in die Zukunft. Mit 1. März 2026 wird die Geschäftsführung erweitert, gleichzeitig erfolgt die gezielte Expansion in den Großraum München. Im Zentrum steht die konsequente Weiterentwicklung des Design-&-Build-Ansatzes – ein Modell, das Planung, Technik und Bauausführung integrativ verbindet.
Der Generationswechsel kommt dabei nicht überraschend, sondern ist das Ergebnis langfristiger Planung. Anton Rieder, der das Unternehmen über Jahrzehnte geprägt und früh auf Digitalisierung sowie neue Organisationsformen gesetzt hat, sieht darin eine logische Entwicklung. „Unser Unternehmen besteht seit 70 Jahren. Gerade in einem mittelständischen Unternehmen ist es entscheidend, einen Generationswechsel frühzeitig und sauber vorzubereiten“, betont Anton Rieder.
Für ihn bedeutet dieser Schritt keine Abgabe von Verantwortung, sondern deren Verteilung auf mehrere Schultern. „Aufgrund unseres Wachstums werden die Aufgaben größer und vielfältiger. Es wäre unverantwortlich, wenn das Wohl des Unternehmens dauerhaft von einer Person abhängt.“
Interne Führungskräfte übernehmen Verantwortung
Mit Lukas Hechenblaickner und Raphael Lindermayr rücken zwei erfahrene Führungskräfte aus dem eigenen Haus in die Geschäftsführung auf. Beide starteten nach der HTL bei RIEDERBAU und entwickelten sich über technische und operative Stationen bis in leitende Funktionen. Neben ihrer praktischen Erfahrung investierten sie gezielt in ihre Weiterbildung: Raphael Lindermayr absolvierte den DI (FH) sowie die Baumeisterprüfung, Lukas Hechenblaickner schloss einen MBA in Bauwirtschaft ab.
„Das Vertrauen, das Anton Rieder uns entgegenbringt, motiviert uns sehr“, erklären beide. „Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und wir freuen uns, dass wir die nächsten Schritte geschäftsführend mitgestalten werden.“
Inhaltlich setzen sie klare strategische Akzente. Lukas Hechenblaickner treibt insbesondere die Weiterentwicklung des unternehmenseigenen Holzbausystems voran. „Systematisierung und Vorfertigung bieten enormes Zukunftspotenzial. Diesen Bereich konsequent weiterzuentwickeln, ist ein klarer strategischer Schritt.“ Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Bauzeitverkürzung gewinnt dieser Bereich weiter an Bedeutung.
Raphael Lindermayr konzentriert sich auf Prozessoptimierung und operative Exzellenz. „Ein wesentlicher Hebel liegt in der Optimierung unserer Bauprozesse. Mit myBauOffice verbessern wir Abläufe gezielt und reduzieren Verschwendung bei Zeit und Ressourcen.“ Digitale Prozesssteuerung wird damit zur Grundlage für höhere Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im Bauwesen.

RIEDERBAU präsentierte im Rahmen einer Pressekonferenz die neuen strategischen Weichenstellungen.
Strategische Beteiligung im Großraum München
Parallel zur Neuaufstellung beteiligt sich RIEDERBAU an der Michael Renner Bauunternehmung GmbH. Das familiengeführte Unternehmen mit über 100-jähriger Geschichte gilt als ausgewiesener Spezialist für komplexe innerstädtische Hochbauprojekte. Gerade in einer Metropole wie München sind präzise Logistik, Erfahrung im Umgang mit beengten Baustellen und reibungslose Abläufe entscheidend.
Die Partnerschaft ermöglicht es, den Design-&-Build-Ansatz gezielt in den süddeutschen Markt einzubringen. Als Totalunternehmen vereint RIEDERBAU Architektur, Statik, Gebäudetechnik, Bauausführung und Projektsteuerung in einem integrierten Prozess. Von der ersten Konzeptidee bis zur schlüsselfertigen Übergabe übernimmt das Unternehmen die Gesamtverantwortung.
Anton Rieder unterstreicht die strategische Dimension dieses Schrittes: „Der Weg nach München ist für uns ein wichtiger Schritt. Gemeinsam mit einem starken Partner vor Ort wollen wir unsere Design-&-Build-Kompetenz im Schlüsselfertigbau, in der Planung und in der Projektentwicklung gezielt weiterentwickeln.“
Design & Build als Antwort auf steigende Marktanforderungen
Warum gewinnt Design & Build im Bauwesen zunehmend an Relevanz? Weil es Planung und Ausführung nicht trennt, sondern systematisch verzahnt. Dadurch lassen sich Schnittstellenverluste reduzieren, Risiken frühzeitig identifizieren und Kosten transparenter steuern. Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit werden bereits in der frühen Projektphase integrativ mitgedacht.
Für RIEDERBAU ist dieses Modell mehr als ein organisatorischer Ansatz – es ist ein strategischer Wachstumsmotor. Gerade in urbanen Räumen mit hoher Projektkomplexität und steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und Ressourcenschonung entsteht dadurch ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Getragen wird diese Entwicklung von rund 350 Mitarbeiter:innen. Unternehmenskultur und Zusammenarbeit bilden dabei das Fundament. „Im Umgang mit den Mitarbeiter:innen geht es mir vor allem um Wertschätzung und Respekt. Diese Kultur haben wir im Unternehmen – und so wollen wir sie weiterführen“, betont Lukas Hechenblaickner. Raphael Lindermayr ergänzt: „Große Dinge gehen nur gemeinsam. Kommunikation auf Augenhöhe ist entscheidend – weil man miteinander immer mehr erreicht als gegeneinander.“
Fazit: Klare Strategie für nachhaltiges Wachstum
Mit der Erweiterung der Geschäftsführung und der Expansion nach München setzt RIEDERBAU auf strukturiertes Wachstum, digitale Prozesskompetenz und integrale Projektentwicklung. Der frühzeitig vorbereitete Generationswechsel stärkt die Stabilität des Unternehmens, während die Beteiligung im urbanen Hochbau neue Marktpotenziale erschließt.
In einem Bauumfeld, das zunehmend von Effizienz, Nachhaltigkeit und Prozessintegration geprägt ist, positioniert sich RIEDERBAU als zukunftsorientiertes Totalunternehmen. Die strategischen Weichen sind gestellt – für weiteres Wachstum im Alpenraum und im süddeutschen Markt.