Walter, du bist seit vielen Jahren in leitender Position bei Troger Holz tätig, einem weit bekannten Traditionsbetrieb mit Standorten in Vomp und Stans. Holz ist einer der ältesten Werkstoffe überhaupt, gleichzeitig sprechen wir von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Wie erlebst du diesen Spagat?
Walter Troger: Ja, wir sind ein Unternehmen mit über 200 Jahren Geschichte, in einer Branche, die grundsätzlich sehr zukunftssicher ist. Trotzdem gilt: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Die Notwendigkeit der Digitalisierung hängt unserer Meinung nach weniger von der Branche selbst ab, sondern vielmehr von den allgemeinen Rahmenbedingungen unserer Zeit. Alle Unternehmen stehen vor ähnlichen Herausforderungen: hohe Energie-, Material- und Lohnkosten sowie Fachkräftemangel. Genau deshalb müssen wir unsere internen Abläufe und Prozesse so effizient wie möglich gestalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Digitalisierung bietet uns dafür enormes Potenzial.
Wann war für euch der Moment gekommen, an dem klar war: „Jetzt müssen wir digital stärker aufrüsten“?
Matthias Schaller: In den letzten zehn Jahren sind wir stetig gewachsen, dabei haben sich einige Schwachstellen zwischen Administration und Produktion gezeigt, die bislang nur durch viel Erfahrung und großen persönlichen Einsatz einzelner Schlüsselpersonen ausgeglichen werden konnten. Als Unternehmen, in dem Wertschätzung und Loyalität großgeschrieben werden, schätzen wir uns glücklich, viele langjährige Mitarbeitende im Team zu haben. Umso wichtiger ist es, uns digital so aufzustellen, dass unsere Abläufe und Prozesse künftig effektiv, nachhaltig und transparent bleiben – auch dann, wenn erfahrene Kolleginnen und Kollegen etwa durch Pensionierungen ausscheiden.
Welche Rolle spielen Förderungen in diesem Prozess? Und wie habt ihr die Zusammenarbeit mit der Cemit erlebt – konnte die Förderberatung euch spürbar unterstützen?
Walter Troger: Eine umfassende Digitalisierung in Produktion und Administration erfordert hohe Investitionen und hier sind Fördermittel natürlich eine große Unterstützung. Und für uns steht fest: Wir beantragen keine Förderung mehr ohne die Begleitung der Cemit mit ihrer Expertise in der Förderberatung. Als mittelständischer Betrieb mit einem kleinen administrativen Team wäre eine effiziente Abwicklung der Förderungen zeitlich und fachlich kaum möglich gewesen. Dank der Unterstützung durch die Cemit konnten wir den internen Aufwand erheblich reduzieren. Daher können wir die Zusammenarbeit nur empfehlen.