50 Jahre Unterberger
Vom Tiroler Autohaus zur Unternehmensgruppe mit 561 Millionen Euro Umsatz
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Was 1976 mit einem Autohaus und fünf Mitarbeitern in Kufstein begann, hat sich innerhalb von fünf Jahrzehnten zu einer breit aufgestellten Unternehmensgruppe entwickelt: Die Unterberger Gruppe vereint heute 27 Automobilstandorte in Österreich und Süddeutschland, ein erfolgreiches Immobiliengeschäft sowie zahlreiche Beteiligungen unter einem Dach.
Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die familiengeführte Unternehmensgruppe in den Bereichen Automobile, Immobilien und Beteiligungen einen Umsatz von 561 Millionen Euro. Mit jährlich mehr als 10.000 verkauften Neu- und Gebrauchtwagen zählt Unterberger zu den größten Autohandelsgruppen Österreichs und Süddeutschlands.
Trotz des starken Wachstums sieht sich das Unternehmen weiterhin als klassisches Familienunternehmen. Geführt wird die Gruppe von den geschäftsführenden Gesellschaftern Gerald, Dieter, Fritz jun. und Florian Unterberger gemeinsam mit Geschäftsführer Josef Gruber.
„Unsere Entscheidungen sind von langfristigem Denken geprägt. Gleichzeitig ermöglichen uns kurze Wege und flache Strukturen, schnell und flexibel zu handeln“, betont die Eigentümerfamilie.
Mitarbeiter als zentraler Erfolgsfaktor
Die langfristige Bindung von Mitarbeitern gilt bei Unterberger als wesentliche Säule des Unternehmenserfolgs. Viele Beschäftigte absolvieren ihre Ausbildung im Unternehmen und bleiben über Jahrzehnte hinweg Teil der Gruppe.
Seit der Gründung wurden rund 1.000 Lehrlinge ausgebildet. Aktuell befinden sich 161 junge Menschen in Ausbildung – unter anderem in den Bereichen KFZ-Technik, Karosserietechnik, Lagerlogistik und Automobilkauf.
Mit der Initiative „#lenkedeinekarriere“ setzte Unterberger frühzeitig auf Employer Branding, Aus- und Weiterbildung sowie interne Karriereentwicklung. Führungskräfte werden bevorzugt aus den eigenen Reihen entwickelt.
„Es gibt zahlreiche Beispiele von Mitarbeitern, die als Lehrlinge begonnen haben und heute Führungsverantwortung tragen“, erklärt Fritz Unterberger jun.
Millioneninvestitionen in Modernisierung und Nachhaltigkeit
Die Bereitschaft zur Innovation prägt die Unternehmensgeschichte seit den Anfangsjahren. Bereits 1976 setzte Unterberger mit einem modernen Schauraumkonzept neue Maßstäbe im Tiroler Automobilhandel.
Insgesamt investierte die Gruppe in den vergangenen Jahrzehnten rund 115 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung ihrer Standorte. Aktuell läuft die Umsetzung des neuen BMW- und MINI-Retailkonzepts „Retail.Next“ an sämtlichen Standorten. Dafür werden weitere rund 18 Millionen Euro investiert.
Parallel dazu setzt das Unternehmen verstärkt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz – etwa durch Photovoltaikanlagen, Wärmerückgewinnung, moderne Werkstättentechnik sowie Maßnahmen zur Reduktion von Kunststoffabfällen.
Expansion mit strategischem Fokus
Wachstum erfolgt bei Unterberger bewusst selektiv. Entscheidend seien die Nähe zum bestehenden Standortnetz sowie die strategische Ergänzung des Markenportfolios.
Zuletzt expandierte die Gruppe Anfang 2026 nach Bayern und übernahm zwei BMW- und MINI-Standorte in Mühldorf am Inn und Burghausen sowie drei Mehrmarken-Autowelten in Mühldorf, Burghausen und Waldkraiburg.
Elektromobilität als langfristiger Markttrend
Auch im Bereich Elektromobilität positionierte sich Unterberger frühzeitig. Bereits 2009 vertrieb die Gruppe eines der ersten seriengefertigten Elektrofahrzeuge in Westösterreich. Seit 2013 werden alternative Antriebe in größerem Umfang verkauft.
„Elektromobilität ist gekommen, um zu bleiben. Entscheidend ist jedoch, dass die Wahlfreiheit beim Kunden liegt“, betont die Eigentümerfamilie.
Im Fokus stehen künftig insbesondere Effizienzsteigerungen im After-Sales-Bereich sowie der weitere Ausbau von Mitarbeiterkompetenzen und Personalentwicklung.
Immobiliengeschäft mit 150 Millionen Euro Projektvolumen
Neben dem Automobilbereich entwickelte sich auch die Immobiliensparte zu einer tragenden Säule der Unternehmensgruppe. Seit 1981 wurden mehr als 100 Immobilienprojekte realisiert – darunter der Arkadenplatz Kufstein, das Kaiserreich Kiefersfelden oder das Dorf Domizil Kirchbichl.
Für die kommenden drei Jahre plant Unterberger Immobilien ein Projektvolumen von rund 150 Millionen Euro. Zu den aktuellen Projekten zählen unter anderem der Habach Park Kirchdorf, das Dander Areal in St. Johann, das Deixlerhaus Kufstein sowie die Sanierung des Moserhauses in Lienz.
Trotz eines herausfordernden Marktumfelds sieht sich das Unternehmen aufgrund seines breit diversifizierten Portfolios stabil aufgestellt.
Beteiligungen als zusätzliche Wachstumssäule
Ein weiterer Bestandteil der Unternehmensstrategie sind Beteiligungen und Partnerschaften. Aktuell hält die Unterberger Gruppe 16 Beteiligungen – vorwiegend in den Bereichen Automobile und Immobilien.
„Unsere Partnerschaften leisten seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und zum Wachstum der Unternehmensgruppe“, erklärt Geschäftsführer Josef Gruber.
Kennzahlen der Unterberger Gruppe 2025
- Umsatz Gruppe: 561 Mio. Euro
- Mitarbeiter:innen: rund 1.020
- Automobilstandorte: 27
- Verkauftes Fahrzeugvolumen: über 10.000 Fahrzeuge jährlich
- Lehrlinge/Auszubildende: 161
- Investitionen in Modernisierung seit Gründung: rund 115 Mio. Euro
- Immobilien-Projektvolumen bis 2029: rund 150 Mio. Euro
Mit ihrer Kombination aus regionaler Verwurzelung, langfristiger Strategie und kontinuierlicher Modernisierung zählt die Unterberger Gruppe heute zu den bedeutendsten familiengeführten Unternehmensgruppen Westösterreichs.