Gleich zwei besondere Ehrungen sorgen für große Freude am Tiroler Landestheater und unterstreichen die künstlerische Qualität und Vielfalt: Das Junge Theater wird mit einem Stella-Darstellender.Kunst.Preis ausgezeichnet, Bassbariton Benjamin Chamandy erhält den Förderpreis des TLT-Freundeskreises.
Stella-Auszeichnung für „Rotz und Wasser“
Erfolgsnachricht am Tiroler Landestheater: Die Produktion Rotz und Wasser wurde am Samstag in der Kategorie „Herausragende Produktion für Kinder“ mit dem Stella-Darstellender.Kunst.Preis ausgezeichnet, einem der bedeutendsten Preise für darstellende Kunst für junges Publikum in Österreich, initiiert von ASSITEJ Austria.
In ihrer Begründung beschreibt die Jury die Produktion als „quirliges Labor der Tränen“, in dem „mit Fantasie, Live-Musik, persönlichen Erinnerungen und feinem Humor geforscht, gefühlt und gelacht wird“. Rotz und Wasser ist ein Stück, das „bewegt, begeistert und im besten Sinne nachhallt – eine humorvolle, musikalische und warmherzige Erinnerung daran, dass Weinen keine Schwäche ist, sondern ein Ausdruck echter Gefühle – bei Groß und Klein.“
Mit großer Wertschätzung richtet Intendantin Irene Girkinger ihre Gratulation an das gesamte Produktionsteam: „Wir freuen uns unglaublich über diese großartige Würdigung der hoch engagierten Arbeit unseres Jungen Theaters hier am TLT. Und wir könnten stolzer nicht sein, denn unsere gerade auch beim jungen Publikum enorm erfolgreichen Stückentwicklungen, die sich liebevoll und tiefgründig mit Themen auseinandersetzen, die Kinder und junge Menschen emotional besonders bewegen, sind mittlerweile eines der Markenzeichen des Jungen Theaters am Tiroler Landestheater. Diese Produktionen zeugen von großem künstlerischen Mut – und es berührt und freut uns sehr, dass der kreative Spürsinn unserer beiden Co-Direktorinnen Laura Nöbauer und Uschi Oberleiter nicht nur regelmäßig von unserem jungen Publikum, sondern jetzt auch von der Stella-Jury mit dieser wunderbaren Auszeichnung honoriert wurde.“
Ab 29. Jänner 2026 kehrt die preisgekrönte Produktion Rotz und Wasser mit einer Wiederaufnahme zurück ins [K2].
Förderpreis des TLT-Freundeskreises für Benjamin Chamandy
Der Bassbariton Benjamin Chamandy, seit der Saison 2023/24 im Ensemble des Tiroler Landestheaters, wird mit dem diesjährigen Förderpreis des TLT-Freundeskreises ausgezeichnet. In Toronto geboren und in Innsbruck aufgewachsen, fand Chamandy seinen musikalischen Weg früh über die Wiltener Sängerknaben und formte sein Talent an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
Mit seiner kräftigen, flexiblen Bassbariton-Stimme, die unglaublich subtile Klangfarben erzeugt, und seiner facettenreichen, individuellen Rollengestaltung hat er sich direkt in die Herzen des Innsbrucker Publikums gesungen. Eindrucksvoll waren seine Interpretationen in Mozarts Figaro und Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen sowie die besondere Herausforderung in Georg Friedrich Haas’ Oper Liebesgesang, die ohne Orchesterbegleitung auskommt und in der er gemeinsam mit einer Kollegin die gesamte Klangwelt selbst erzeugte.
Dieser künstlerische Erfolg spiegelt sich nun auch in der Auszeichnung wider und unterstreicht einmal mehr das hohe künstlerische Niveau des Ensembles am Tiroler Landestheater. Im Namen von Intendantin Irene Girkinger und des gesamten Hauses gratulieren wir Benjamin Chamandy sehr herzlich zu dieser wohlverdienten Würdigung.
Am Samstag, direkt nach der Vorstellung von Ariadne auf Naxos, in der Benjamin Chamandy die Rolle des Harlekin verkörpert, überreichte Erich Maierhofer, Obmann des Freundeskreises des Tiroler Landestheaters, im Beisein von Musiktheater-Co-Direktorin Jeannine Grüneis den Förderpreis. Die Auszeichnung wird seit der Saison 1994/95 vergeben, musste jedoch pandemiebedingt nach der Spielzeit 2018/19 pausieren und wird nun wieder jährlich verliehen.