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ÖH Innsbruck Umfrage: Covid-19, soziale Probleme und Verlangen nach hybrider Lehre

ÖH Innsbruck Umfrage: Covid-19, soziale Probleme und Verlangen nach hybrider Lehre

Bei der Umfrage der Hochschüler:innenschaft an der Universität Innsbruck im Sommersemester 2022 gaben 1.948 Studierende ein Resümee über die Pandemie und deren Folgen in Bezug auf Studium, Soziales und Finanzen.

Die Hybride Lehre ist eine Wunschform für die Studierenden. In der Pandemie wurde das Distance-Lerning notwendiger Weise vorangetrieben und Studierende erfreuten sich der Bequemlichkeit Vorlesungen und Proseminare online zu verfolgen. Gleichzeitig fehlte es gleichermaßen an direktem Kontakt vor Ort. Rund dreiviertel der befragten Studierenden (67,66%) haben als Wunsch für den zukünftigen Lehrmodus das Verlangen nach hybrider Lehre ausgesprochen. Die virtuelle Lehre vereinfachte 1.150 Studierende die Vereinbarung zwischen Job und Studium und 1.058 hatten Vereinfachungen in Betreuungsverpflichtungen. Negativ sind die sozialen Kontakte zu bewerten. Der Kontaktaufbau zu Mitstudierenden und Professor:innen erschwert sich im Zuge des ständigen Home-Learnings. „Die Universität darf keinesfalls die Digitalisierung und den technischen Fortschritt an sich vorbeiziehen lassen. Die hybride Lehre ermöglicht Studierenden einen besseren Zugang zur akademischen Bildung“, gibt ÖH-Vorsitzende Anna Fill (AG) als Forderung gerichtet an die Universität Innsbruck. Die Kommunikation über Schritte zur Bekämpfung der Pandemie wird von den Studierenden als zufriedenstellend deklariert.

Soziale Aspekte der Studierenden während der Pandemie

Für Studierende hielt sich der soziale Kontakt in Grenzen. 712 Studierende nannten die Vereinsamung einen beschäftigten Anteil an ihrem Leben. 789 der Befragten haben Angst davor den Anschluss an soziale Kontakte wiederfortzuführen. Für 705 Studierende hielten die Situation für ihre mentale Gesundheit belastend. „Die mentale Gesundheit ist kein zu vernachlässigender Aspekt in Hinblick auf das Studium. Sobald die Psyche keinen Lernerfolg zulässt, leidet die Bildung der Person. Die Folgen ziehen sich leider bis heute durch“, so der stellvertretende Vorsitzende Lukas Schobesberger (JUNOS).

Finanzielle Unterstützung vom Elternhaus gefragt.

47% der befragten Studierenden gaben an, dass das Studium eine finanzielle Belastung für sie darstellt. Obwohl 1.000 Personen mit ihrer beruflichen Tätigkeit ihr Studium finanzieren, zeigen 1.158 Personen, dass sie finanzielle Unterstützung aus dem Elternhaus beziehen. „Studieren soll nicht abhängig vom Einkommen der Eltern sein. Es soll gewährleistet werden, dass Studierende mit ihren eigenen Mitteln den Studienalltag bewältigen und dazu keinerlei Ängste in Bezug auf ihrer Existenz haben sollen!“, deklariert der stellvertretende Vorsitzende Matthias Lung (AG).

14. März 2023 | Autor: top.tirol Redaktion | Foto: Shutterstock

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