Corona-Mutationen: Novartis sieht sich in Tirol gut gerüstet

Noch im 2. Quartal wird der Pharmakonzern Novartis mit der Herstellung der mRNA und des vorformulierten Wirkstoffes für CureVac (die Zulassung des Corona-Impfstoffes wird für das Frühjahr erwartet) beginnen, bis Ende 2022 sollen dann insgesamt 250 Mio. Impfstoff-Dosen in Tirol hergestellt werden. Das kündigten Novartis-Österreich-Chef, Michael Kocher, und der Geschäftsführer von Kundl/Schaftenau, Mario Riesner, bei einem Besuch der hochmodernen Anlagen von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Tirols LH Günther Platter an. Insgesamt 20 Mio. Euro wurden investiert, zu den derzeit bereits über 4000 Stellen in Kundl und Schaftenau sollen 100 weitere entstehen.

Europäisches und globales Projekt

Es gehe, wie auch schon bei den fixierten Großinvestitionen in die Penicillin-Produktion (das einzige durchgängige Werk in Europa und den USA), um ein "europäisches und globales Projekt", so Kocher. Laut Riesner gibt es riesiges biotechnologisches Know-how in den Tiroler Standorten, was man in den letzten über 70 Jahren mit ständigem Pioniergeist, einst schon etwa beim ersten säure-resistenten Penicillin oder dann bei den ersten Biosimilars, bewiesen habe.

In Kundl sieht sich Novartis auch für mögliche kommende Corona-Mutationen gut gerüstet. "Die Technologie am Standort ermöglicht uns eine schnelle Reaktion", betont Kocher. LH Platter zeigt sich "begeistert", dass die Grundlage für rasche Weiterentwicklungen der Impftstoffe in so großer Geschwindigkeit geschaffen worden sei. Hier schaue die Welt tatsächlich auch auf Tirol, das sei ein ganz starkes Zeichen für den Wirtschafts- und Wissenschafts-Standort Tirol.

Tirol als Kern einer europäischen Corona-Strategie

Das Tempo und die extrem hohe Qualität, mit denen Novartis bei Penicillin und der Impftsoff-Produktion agiere, sei "einzigartig in Europa", sagt Wirtschaftsministerin Schramböck. Sie sieht deshalb auch "Tirol als Kern einer europäischen Corona-Strategie". Es gelte aktuell und künftig, "alle Kräfte zu bündeln" und die "neue Technologie als Basis für die Zukunft zu sehen". Geht es nach Schramböck, soll Österreich künftig zum Standort der geplanten neuen europäischen Behörde mit dem Namen "Health Emergency Response Authority" (HERA) werden, die Europa im Gesundheitsbereich auch mit neuen Produktionen an die Weltspitze bringen soll.

Corona-Mutationen: Novartis sieht sich in Tirol gut gerüstet

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