Frau Holle 4.0

Technoalpin gilt als Innovations- und Weltmarktführer für Beschneiungsanlagen und stattet Skigebiete rund um den Globus aus. Um diese Position zu verteidigen, setzt das Unternehmen auf neueste Technologien.

Wasser, Luft und Energie – das sind die Bestandteile, aus denen das Südtiroler Unternehmen Technoalpin Schnee produziert – heute wie vor 30 Jahren zur Zeit der Firmengründung. Mittlerweile stecken in jeder Beschneiungsanlage, die den Produktionsstandort Bozen verlässt, viel Know-how und Technologie.

ERFOLGSFAKTOR SCHNEE

Während früher Schneekanonen nur vereinzelt eingesetzt wurden, prägen sie heute das Bild der Skigebiete. „Vor zwanzig Jahren wurden vor allem besonders exponierte Stellen und zentrale Pisten beschneit“, erklärt Matthias Illmer, Geschäftsführer von Technoalpin Austria „Heute können so gut wie alle Skigebiete die zentralen Skipisten flächendeckend beschneien.“ Das ist für Skigebiete notwendig, um den Betrieb über die ganze Saison – von Herbst bis Frühjahr – zu ermöglichen. Die hohe Nachfrage an Beschneiungsanlagen sorgt für Rekordabsätze bei Technoalpin. 6.000 Schneeerzeuger – Propellermaschinen, also Schneekanonen, SCHNEEund Schneilanzen – werden pro Jahr in Bozen erzeugt. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen rund 250 Millionen Euro.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

„Die kontinuierliche Optimierung und Weiterentwicklung der Produktpalette standen von Anfang an im Fokus der Firma und bilden die Basis für unseren Erfolg“, sagt Illmer.
Jährlich investiert Technoalpin rund sechs Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung. Dabei konzentriert sich das Unternehmen nicht nur auf die Schneeerzeuger selbst, sondern auf alle Bestandteile einer Beschneiungsanlage, von den Pumpstationen bis hin zur Steuerungssoftware. „Ein wesentlicher Fortschritt in den letzten Jahren war die Verbindung von Digitalisierung und Schneeproduktion“, sagt Illmer.

ENERGIEEFFIZIENZ UND RESSOURCENSCHONUNG

Technoalpin hat bereits 1995 eine Steuerungssoftware auf den Markt gebracht, die Skigebietsbetreiber im gesamten Prozess der Beschneiung, Planung und des Managements des Skigebiets unterstützt. „Dank detaillierter Wetterdaten und Schneehöhenmessungen an Pistenfahrzeugen kann sichergestellt werden, dass nur bei optimalen Verhältnissen und nur an den richtigen Stellen beschneit wird“, erklärt Illmer.
Durch diese Software, die die Beschneiungsanlagen automatisch steuert, konnte die Energiebilanz in der Schneeerzeugung verbessert werden. „Eine moderne vollautomatische Anlage braucht bis zu 30 Prozent weniger Strom als eine manuell gesteuerte Anlage“, erklärt der Geschäftsführer von Technoalpin Austria.

WEITERE ENTWICKLUNGEN

Im Forschungs- und Entwicklungsbereich spielt der Tiroler Standort in Volders, der 2016 eröffnet wurde, eine Schlüsselrolle. Hier ist nicht nur das Zentrum des internationalen Ersatzteilmanagements angesiedelt, sondern auch die Defektanalyse. „Die Analyse der Retourteile und der enge Kontakt zu den Kunden bilden die Basis für die Weiterentwicklung der Produktpalette“, sagt Illmer.
Großes Innovationspotenzial sieht der Technoalpin-Geschäftsführer vor allem in der Digitalisierung. „Im Bereich der Anlagensteuerung wird sich in den nächsten Jahren sehr viel tun“, sagt Illmer. „Parallel dazu forschen unsere Maschinenbau-Ingenieure an neuen technischen Lösungen.“ Erst heuer hat Technoalpin eine neue Propellermaschine präsentiert. „Damit haben wir bewiesen, dass auch bei einem bewährten Prinzip – der Schneeerzeugung aus Wasser und Luft – noch große Sprünge möglich sind.“

Über Technoalpin

Technoalpin wurde 1990 von den Südtirolern Walter Rieder, Erich Gummerer und Georg Eisath gegründet. Das Unternehmen entwickelt, plant und baut schlüsselfertige Beschneiungsanlagen für Skigebiete weltweit. Zu Technoalpin gehören die Tochterunternehmen Technoalpin Indoor (Indoor-Beschneiung), EmiControls (Staub- und Feuerschutz) und Engo (Eisbearbeitung)

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Matthias Illmer, Geschäftsführer von Technoalpin Austria, am Firmenstandort in Volders, von welchem rund 2.200 Skigebiete in über 50 Ländern betreut werden.

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