Technik aus Lienz für großen Autozulieferer

Die Mechatroniker am Campus Technik Lienz haben gemeinsam mit dem Prüfstandtechnik-Unternehmen testtec GmbH ein Verfahren entwickelt, das es erstmals möglich macht, schädliche Luftblasen im Öl von Hydraulik-Systemen exakt zu messen. Ab 2022 wird der Automobilzulieferer Bosch dieses „Smart Bubble System“ einsetzen. Damit sollen Fahrzeuggetriebe künftig energieeffizienter konstruiert werden.

Bilden sich Luftbläschen im Öl, kann es unter anderem zu Korrosionserscheinungen an Pumpen und Steuerungen, verstärkter Alterung des Öls oder auch zu Schäden an Dichtungen beim Entspannen kommen. „Mit unserem System können wir Luftblasen im Öl in Echtzeit erkennen und vermessen. So weiß man genau, wie das Verhältnis von Luft und Öl ist, wie groß die Luftblasen sind, wie sich diese verteilen und ob sie potenziell schädlich sind“, erklärt Univ.-Prof. Fadi Dohnal von der Division für Mechatronik in Lienz. Das Messsystem wurde so designt, dass die Luftblasen durch die Überprüfung nicht beeinflusst werden. Somit sind Messungen erstmalig auch standardisiert wiederholbar. Das Smart Bubble System liefere wichtige Aufschlüsse, die es ermöglichen, Pumpenkonstruktionen zu optimieren, zeigt man sich bei Bosch überzeugt. „Dadurch lassen sich künftig robustere Hydrauliksysteme für Getriebeanwendungen entwickeln“, sagt Ludwig Kappel, Innovationsmanager bei Bosch Automotive Steering.

Die in knapp drei Jahren Forschung konzipierte Innovation soll beim Testen von Getriebemodellen auf speziellen Prüfständen eingesetzt werden.

Technik aus Lienz für großen Autozulieferer
Das Smart Bubble System erzeugt und misst in Echtzeit den Luftanteil im Getriebeöl.

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