Tiroler Innovationspreis geht in die nächste Runde

Der Preis ist die wichtigste Auszeichnung für Innovationsprojekte von Tiroler Unternehmen und für innovative Entwicklungen. Gewonnen haben die Matty GmbH, das Startup revitalyze und die Adler-Werke.

Bereits zum 21. Mal wurde der Tiroler Innovationspreis von der WK Tirol gemeinsam mit dem Land Tirol für die herausragenden innovativen Leistungen der Tiroler Wirtschaft vergeben. Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation fand die Preisverleihung in einem kleineren Rahmen statt, was aber nichts an der Begeisterung bei den Nominierten und Siegern änderte. Gerade nach diesen vielen unsicheren Monaten hat der Tiroler Innovationspreis 2021 eine herausragende Bedeutung für die Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmer. 

Unternehmergeist und Innovationskraft

„Forschung, Entwicklung und Innovation sind die treibenden Kräfte für die erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Tirol. Die heurigen Preisträger des Innovationspreises zeigen, dass es den Betrieben gelungen ist, stärker, digitaler und innovativer aus dieser Pandemie herauszukommen. Der Unternehmergeist und die Innovationskraft unserer Betriebe ist wirklich beeindruckend. In Tirol wollen wir den Betrieben bestmögliche Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Erfolge und neue innovative Produkte bieten“, freut sich WK-Präsident Christoph Walser.

Kategorie „Dienstleistungsinnovationen“ 

Die Matty GmbH bietet smarte Lösungen, um Küchenpersonal in der Hotellerie zu entlasten und kreatives Kochen zurück auf den Speiseplan zu bringen. Gründer und Initiator Georg Foidl hat langjährige Erfahrung als Koch. Er hat eine einzigartige Großküche geschaffen, die den Kunden täglich von Spitzenköchen frisch zubereitete Gerichte aus regionalen Produkten liefert. Hierdurch löst der Gründer das größte Problem der Hotellerie: die Qualitäts-sicherung an jenen Tagen, an denen Mitarbeiter ihren Freizeitausgleich genießen oder Personal ausfällt. Das Prinzip ist einfach: Die Kunden haben die Möglichkeit, aus den täglich frisch zubereiteten Menüs entweder einzelne aufeinander abgestimmte Teile oder das Rundum-sorglos-Paket des gesamten Menüs zu wählen. Dies erleichtert die Planung der Abendmenüs, und auch kurzfristige Ausfälle können so leicht ausgeglichen werden. Das Team der Matty GmbH stellt hierzu eine 14-Tage-Vorschau des Menüplans auf ihrer Website sowie einen Kunden Login-Bereich für die Bestellung zur Verfügung. 

Ideenreichtum

Wirtschaftslandesrat Anton Mattle & WK-Vizepräsidentin Martina Entner verliehen der Matty GmbH den mit 7.500 Euro dotierten Innovationspreis in der Kategorie „Dienstleistungsinnovation“: „Ich bin immer wieder fasziniert, welcher Ideenreichtum in unseren Tiroler Unternehmen steckt. Der beste Beweis für diese Kreativität ist der Tiroler Innovationspreis und ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern zu diesem außerordentlichen Erfolg.“

Kategorie „Konzepte mit Potenzial“ 

Das Start-up revitalyze unterstützt als erste digitale Plattform Bauunternehmen dabei, die Entsorgung von Bauschutt schneller, transparenter und komfortabler zu gestalten. Mit revitalyze bringen David Plaseller und sein Geschäftspartner Patrick Gössl, der für die Softwareentwicklung verantwortlich ist, jetzt die fehlende Schnittstelle zwischen Bauunternehmern, Deponien und Transportunternehmen auf den Markt. Die Bauunternehmer haben die Möglichkeit, „mit nur wenigen Klicks das Beste aus ihrem Bauschutt zu holen“, so Patrick Gössl. Der Ablauf ist einfach: Alle Materialien der Ladung werden mit ihrem Standort in das System eingegeben und dieses kalkuliert die besten Angebote in der Nähe. Der Bauunternehmer kann den Ablageort sowie Lieferzeitpunkt frei wählen und entweder einen eigenen Fahrer oder Drittanbieter aus dem Pool der revitalyze Vertragspartner mit der Lieferung beauftragen. 

Wirtschaftslandesrat Anton Mattle & WK-Vizepräsident Martin Wetscher gratulierten zu dem mit 3.000 Euro dotierten Innovationspreis in der Kategorie „Bestes Konzept“: „Die Coronakrise hat uns in allen Bereichen enorm gefordert. Was jedoch von der Krise bleiben wird, ist die große Bedeutung der Digitalisierung. Ich hoffe, diese wird weiter die Innovationskraft der Tiroler Betriebe beflügeln.“

Kategorie: „Technische Innovation – Produkte und Verfahren“

Der Abramotion der ADLER-Werke ist der erste vollautomatisierte Roboter zum Schleifen von Fenstern mit komplizierten Oberflächenstrukturen. „Der Abramotion ist der erste Schleifroboter mit Fingerspitzengefühl, der die Oberflächenbehandlung voll automatisiert, mit hoher Präzision und permanent hoher Ergebnisqualität ausführen kann“, erläutert Albert Rössler, Geschäftsleitung F&E und CTO der ADLER-Werke. Das Hightech-Kamerasystem des Abramotion scannt das Produkt und berechnet und simuliert das Programm, bevor der Schleifprozess gestartet wird. So ist das System in der Lage, auf unterschiedliche Fenstergrößen und Profile einzugehen. Damit hat das Unternehmen eine ganzheitliche Lösung entwickelt, die gesündere und sicherere Arbeitsabläufe für Mitarbeiter sowie eine permanent hohe Effizienz und Ergebnisqualität liefert.

Wirtschaftslandesrat Anton Mattle & WK-Vizepräsident Anton Rieder übergaben den mit 7.500 Euro dotierten Innovationspreis in der Kategorie „Technische Innovationen“: „Neues auszuprobieren und sich selbst neu aufzustellen ist ein wesentlicher Faktor für den unternehmerischen Erfolg. Gerade für Betriebe ist es überlebenswichtig, sich an die Vielzahl der Herausforderungen unserer Zeit anzupassen und diese erfolgreich zu bewältigen. Ich gratuliere von Herzen zu dieser herausragenden Leistung.“

Staatspreis Innovation

Folgende Unternehmen werden aus Tirol zum Staatspreis Innovation entsendet: Die Bora Vertriebs GmbH & Co KG, die Adler-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG sowie die Oroboros Instruments GmbH.

Nominierte für den Verbundsonderpreis VERENA gibt es auch aus Tirol: Die World Direct. Die Nominierung für den Sonderpreis Econovius ist auf die Artfabrik Innsbruck GmbH gefallen.

Tiroler Innovationspreis geht in die nächste Runde
Gewinner Kategorie: „Technische Innovation – Produkte und Verfahren“ Albert Rössler (2.v.l.) und Richard Mölk (Adler Lacke) mit Wirtschaftslandesrat Anton Mattle (l.) und WK-Vizepräsident Anton Rieder (r.).

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