Die Quereinsteigerin

Sie sind seit Mai Mitglied der Tiroler Landesregierung. Was hat Sie an der politischen Arbeit überrascht?

Die Dynamik in der Politik ist durchaus bemerkenswert. Für mich hat sich aber die professionelle und engagierte Arbeit der Tiroler Landesregierung und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landesdienst bestätigt. Das gilt für den Umgang mit der Coronapandemie genauso wie für die derzeitigen Bestrebungen, Tirol rechtzeitig für die Zeit nach dieser Krise als weiterhin gesundes, lebenswertes, innovatives und wirtschaftlich starkes Land aufzustellen.

Was haben Sie aus Ihrem Job in der Privatwirtschaft für Ihre jetzige Aufgabe als Landesrätin mitgenommen?

Die Freude an der Arbeit, die mich trotz aller Herausforderungen im früheren Krankenhausalltag tagtäglich begleitet hat, und die Begeisterung am Gesundheitswesen. Gleichzeitig geht es um die Verantwortung gegenüber den Menschen in unserem Land, für die ich arbeite.

Was ist die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit als Landesrätin?

Wesentliche Themen sind, eine länderübergreifende Lösung zu erarbeiten, wie man den Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahren stemmt, sowie die Gesundheitsversorgung in Tirol auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Ebenso ist die Positionierung Tirols als attraktiver Wissenschaftsstandort von großer Bedeutung. So können die entsprechenden Weichen für die zukunftsorientierte Entwicklung dieser Bereiche gestellt werden.

Was würden Sie in Tirol verändern?

In der Welt finden ständig Veränderungen statt, denen auch Tirol ausgesetzt ist. Darauf gilt es bewusst einzugehen und proaktiv in die Zukunft zu arbeiten, um die Lebensqualität in Tirol noch besser zu machen.

Womit möchten Sie in Erinnerung bleiben?

Meine Arbeit in der Landesregierung zielt darauf ab, die Themen der Gesundheit, Pflege und Wissenschaft bestmöglich aufzustellen. Womit ich in Erinnerung bleibe, diese Entscheidung treffe nicht ich, sondern die Menschen in Tirol, die meine Arbeit zu beurteilen haben.  

Zur Person

Annette Leja wurde 1969 in Innsbruck geboren. Nach der Matura an der HAK Telfs studierte sie Betriebswirtschaft an der Universität Innsbruck. Ab 1996 war sie im Sanatorium Kettenbrücke als Verwaltungsdirektorin, ab 2002 als Geschäftsführerin tätig. Nach dem Rücktritt des Landesrats Bernhard Tilg übernahm Leja am 11. Mai 2021 die Agenden Gesundheit, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Wissenschaft und Forschung in der Tiroler Landesregierung

Die Quereinsteigerin
Landesrätin Annette Leja

Beitrag teilen:

Werbung

Newsletter

Wir informieren Sie kostenlos und wöchentlich über
Tirols Wirtschaftsgeschehen

Bitte JavaScript aktivieren, um das Formular zu senden