Im Gespräch mit Karin Seiler

Wie verliefen Ihre ersten Wochen als Geschäftsführerin der Tirol Werbung?

Intensiv und lehrreich. Die Anfangsphase war und ist eine Mischung aus vielen Terminen, Gesprächen und Interviews. Mir geht’s vor allem darum, in das Unternehmen und die Branche hineinzuhören und einen Überblick zu gewinnen.

Eine Pandemie, ein Krieg in Europa, Rekordinflation – die äußeren Bedingungen könnten nicht viel schwieriger sein. Wie gehen Sie damit um?

Wir fahren weiterhin auf Sicht und versuchen, uns möglichst rasch auf sich verändernde Bedingungen einzustellen. Darüber hinaus schauen wir, was die Regionen und Betriebe brauchen und in welcher Form wir sie als Tirol Werbung unterstützen können.

In Tirol ist noch immer eine gewisse Kluft zwischen Bevölkerung und Tourismus spürbar. Wie wollen Sie diese überbrücken?

Ich glaube, dass dieser Unterschied nicht so groß ist, wie er zum Teil dargestellt wird. Unabhängig davon ist es Aufgabe des Tourismus, sich um ein gutes Miteinander im gemeinsamen Lebens- und Erholungsraum zu bemühen. Dafür müssen wir hinschauen, wo die zugrundeliegenden Pro- bleme entstehen. Ein Knackpunkt ist sicher der Verkehr. Wenn wir diesen in den nächsten Jahren besser in den Griff bekommen, dann wird sich auch die Tourismusgesinnung verbessern.

Was fehlt Tirol Ihrer Meinung nach als Tourismusdestination (noch)?

Ideal wären mehr Alternativen für Schlechtwetter – sowohl im Sommer als auch im Winter.

Wie sieht Ihr persönlicher Traumurlaub aus?

Mein Traumurlaub ist eine gute Mischung aus Zeit für mich, um Kraft zu tanken und Klarheit zu bekommen, und gemeinsamen Magic Moments mit Familie und Freunden.

Zur Person:

Karin Seiler ist seit Mai Geschäftsführerin der Tirol Werbung und damit die erste Frau an der Spitze der Landestourismusorganisation, für die sie bereits zwischen 2012 und 2015 als Marketingverantwortliche tätig war.

Im Gespräch mit Karin Seiler
Karin Seiler ist seit Mai die erste Frau an der Spitze der Tirol Werbung.

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