Kurz gefragt: Alfred della Torre

Das älteste Stück Technologie, das ich bis heute benutze, ist: meine mechanische Armbanduhr, die ich damals im Jahre 2003 gemeinsam mit meinem Sohn in einem kleinen Ort in Deutschland erworben habe.

Die Fabrik von Morgen wird: einfache und wiederkehrende manuelle Tätigkeiten durch auto­matisierte Fertigungsprozesse ersetzen.

Kabelsalat ist: wenn ich in meinem Schaltschrank zu Hause für die Hausautomatisierung schaue und ein undefiniertes Wirrwarr von Kabeln und Drähten sehe.

Der Bezirk Kufstein als Standort bedeutet für uns: gut ausgebildete Mitarbeiter und Nähe zu Deutschland mit den für uns wichtigsten und größten Automobilproduzenten.

Die Start-up Kultur in Tirol/Kufstein: sollte mehr gefördert und mehr mit industriellen Partnern vernetzt werden.

Die Krise hat uns nicht so hart getroffen, weil: wir als Innovationscenter für die Gruppe die Entwicklungstätigkeiten noch mehr forciert haben und sogar neue Mitarbeiter eingestellt haben.

Als Unternehmen haben wir aus der Pandemie gelernt, dass: Globalisierung uns sehr schnell die Grenzen und Nach­teile aufgezeigt hat.

Covid-19 wird den Industrie-Sektor prägen, weil: das Risiko einer neuen Pandemie in Zukunft bei jeder wirtschaftlichen Entscheidung miteinbezogen werden wird.

Die globale vernetzte Wirtschaft wird: es weiter geben, aber mit mehr Bedacht hinsichtlich der Möglichkeit einer lokalen Wirtschaftsleistung.

Die kommende Generation an Unternehmern kann aus der aktuellen Situation lernen, dass: eine globale Ausrichtung Potentiale, aber auch ihre Grenzen hat und dass es immer wieder nicht vorhersehbare Einflüsse auf die Wirtschaft geben wird.

Zu einer sichereren Zukunft können wir als Unternehmen beitragen, indem: wir immer versuchen unsere Dienstleistungen, Produkte und Prozesse an den Mehrwert für den Kunden und an den Markt auszurichten.

Bei Investitionen in Start-ups achte ich besonders auf: die Markt- und Kundennähe.

Wir müssen bei der fortschreitenden Automatisierung vor allem darauf achten, dass: wir uns nicht „verautomatisieren“ – nicht bei jedem Prozess macht eine Automatisierung Sinn.

Das „Next Big Thing“ wird: ein Holzblockhaus in Kanada selbst aufzustellen.

Zur Person

Alfred della Torre gründete im Alter von 28 ein Technologie-Start-up, dessen Verkauf dem gelernten Elektroingenieur 2000 den ersten Rang unter den Top 100 Jungunternehmern Österreichs einbrachte – sowohl in der Kategorie Industrie als auch Export. Seither sucht er mit der DETO Beteiligungs GmbH nach innovativen Geschäftsideen aus der Maschinenbau-Branche und unterstützt sie im Aufbau.

2013 gründete er gemeinsam mit der deutschen VAHLE Gruppe das Joint Venture VAHLE DETO. Daraus wurde 2018 die VAHLE Automation, die als Teil der weltweit tätigen VAHLE Group am Standort Schwoich Antriebs-, Steuerungs- und Energieversorgungsysteme für die Industrie entwickelt.

Kurz gefragt: Alfred della Torre
Alfred della Torre, Geschäftsführer, VAHLE Automation GmbH

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